Die Legionen des Papstes

Machtpolitik von Leo XIII. bis Leo XIV.
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Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant: 27.08.2026

Artikelbeschreibung

Die Päpste der Moderne inszenieren sich in Öffentlichkeit und Politik als moralische Autorität und Friedensmacht. Die katholische Selbstbehauptung gegenüber Nationalismus, Liberalismus und Sozialismus als den dominanten Weltanschauungen der Moderne ist kein Selbstläufer. Das Papsttum benötigt eine machtpolitische Basis. Die Legionen des Papstes sind die mobilisierten Massen, deren Auftreten - in Rom und weltweit bei Papstreisen - Legitimiät verschafft. Die Legionen des Papstes sind zudem der römische Klerus, der das Völkerrechtssubjekt des Heiligen Stuhls im diplomatischen Spiel hält. Die Zentren der Massenmobilisierung bestimmen die Schwerpunkte der Elitenvernetzung. Das geopolitische Machtzentrum der weltweiten Diasporakirche wanderte von Europa in die westliche Hemisphäre, vom Machtdreieck Rom-Paris-Wien nach Washington. Das personale Prinzip der Repräsentation bündelt diese Spannungen in der Gestalt des Papstes.
Im Idealfall gelingt den Päpsten der Balanceakt zwischen Kirchen- und Weltpolitik durch eine kohärente Macht- und Moralpolitik; in der Realität mussten sie prekäre Kompromisse finden. Mariano Barbato zeigt in seiner politikwissenschaftlichen Analyse eindrucksvoll, welche Prioritäten die Päpste - von Leo XIII. bis zu Leo XIV. - jeweils setzten.

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Personeninformation

Mariano Barbato ist außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Passau und Associate Professor (zugleich DAAD-Langzeitdozent) an der Andrassy Universität Budapest.
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