Die Tauben von Brünn

Roman
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Buchprofile - Rezension
Das Leben eines raffinierten Betrügers, der sich den Zugang in die obere Gesellschaftsschicht erobert.
Die Familien Hüttler und Sothen wohnen im selben Haus in der Wiener Innenstadt. Als im Jahr 1840 der Brieftaubenzüchter Wenzel Hüttler stirbt, ist der junge Sothen zufällig bei ihm und klaut den Lottoschein vom Nachtkästchen. Wenzels Sohn bemerkt den Diebstahl. Die Tochter Bertha zieht zu ihrer Tante nach Brünn und betreibt die Taubenzucht weiter. Sothen umschwärmt Bertha und spielt ihr vor, in sie verliebt zu sein, und als sie schwanger wird, macht er sie von sich abhängig. Widerwillig lässt sich Bertha darauf ein, ihm beim Betrügen der Lotterie zu helfen. Sie schickt nach dem Bekanntwerden der Gewinnzahlen die Brieftauben los, die rechtzeitig die Zahlen nach Wien bringen. Sothen wird reich und erhält den Adelsstand, sodass er nun zur Oberschicht gehört. Doch eines Tages wendet sich das Blatt. - Eine Geschichte, die einen Einblick in die damalige Gesellschaftsschicht gibt, sehr spannend verfasst und gut erzählt. Allen Büchereien sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Ein Brieftaubenzüchter, ein Lotteriegewinn und die Geschichte eines großen Betrugs: die Geschichte des berühmt-berüchtigten Wieners Johann Karl von Sothen.Spannend und atmosphärisch dicht erzählt: die Geschichte des berüchtigten "Lotteriebarons" Johann Karl von Sothen. Als der Brieftaubenzüchter Wenzel Hüttler 1840 einen Lottogewinn macht, stiehlt Sothen, der im selben Haus wohnt, den Lottoschein und legt so den Grundstein für sein Vermögen. Nach Hüttlers Tod betreibt dessen Tochter die Brieftaubenzucht in Brünn weiter. Sothen fingiert Verliebtheit, und sie hilft ihm gegen ihren Willen beim Betrug der Lotterie: Wenn in Brünn die Ziehung erfolgt ist, kann man in Wien noch setzen, bis der reitende Bote mit den Gewinnzahlen eintrifft. Eine Taube ist jedoch viel schneller... Sothen wird unermesslich reich und in den Adelsstand erhoben - doch auch für ihn kommt der Zahltag.

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Pressestimmen

"Bettina Balàka hat es geschafft in 'Die Tauben von Brünn' eine sehr starke Bildsprache zu entwickeln." Carsten Otte, SWR2, 06.02.2020 "Die Sprache - und das gehört zu den großen Vorzügen dieses Romans - ist wahnsinnig sinnlich. Dieses Buch ist prall an Beobachtungen, es hat Witz und ist charmant gemacht." Christoph Schröder, SWR2, 29.12.19 "Balàkas scharfer Blick für soziales Unrecht und klassengesellschaftliche Disfunktionalitäten macht die Tauben von Brünn zu einem starken, auch politisch relevanten Stück Literatur." Günter Kaindlstorfer, Ö1 ex libris, 01.12.19 "Wieder einmal ist es der österreichischen Autorin gelungen, ein dichtes Zeitporträt zu entwerfen, eine bestimmte historische Epoche sinnlich-plastisch in ihrer Alltäglichkeit darzustellen. (...) Ein großes, ein großartiges Buch!" Werner Jung, neues deutschland, 28.11.19 "Mit Freuden taucht man mit Balàkas 'Die Tauben von Brünn' tief ab in das biedermeierliche Wien." Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung, 29.10.19 "Diese Schriftstellerin weiß mit wenigen Worten erstaunlich viel zu erzählen." Carsten Otte, junge Welt, 16.10.19 "Ein kurzer, leichtgewichtiger, gut gemachter Unterhaltungsroman vor historischem Hintergrund." Christian Möller, WDR3 Gutenbergs Welt, 31.08.19 "Detail- und facettenreich beschreibt Bettina Balàka in Die Tauben von Brünn den Wandel der Gesellschaft und des Wiener Stadtbilds im Zuge der Industrialisierung und macht die Entwicklungen damit nahezu greifbar." Julia Sahlender, Ö1, 29.08.19 "Ein aufregendes und atmosphärisch dichtes Zeitpanorama aus dem Wien der Gründerzeit, in dem sich Aberglaube und Kapitalismus die Hand reichen." Paula Pfoser, orf.at, 26.08.19 "Bettina Balàka macht das Wien des Biedermeiers anschaulich lebendig. Atmosphärisch dicht, kenntnisreich und mit zig fast vergessenen Ausdrücken erzählt sie von "Strizzis" und "Pompfüneberern", von den sozialen und hygienischen Verhältnissen im 19. Jahrhundert und den bescheidenen Freuden der "kleinen Leute". Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung, 25.08.19 "Bettina Balàkas famoser, kunstvoll erzählter Roman bildet einen wesentlichen Beitrag zur aktuellen Sozialdebatte." Ronald Pohl, Der Standard, 20.08.19
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