Spirou und Fantasio Spezial 36: Spirou oder: die Hoffnung 4

Band 36
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Buchprofile - Rezension
Erschwerter Neubeginn nach Ende des Zweiten Weltkriegs für Spirou und Fantasio.
Spirou und Fantasio schließen sich der Resistance an. Dabei werden sie mit den Gewissensfragen konfrontiert, ob alle deutschen Soldaten gnadenlose Mörder sind oder ob man mit Sabotageakten auch Unschuldige treffen darf. In den Jubel nach der Befreiung durch amerikanische Soldaten mischen sich neue Probleme wie der Umgang mit vermeintlichen Kollaborateuren oder der Unschuldsbeteuerung zahlreicher Mitläufer. So trifft Spirou erneut auf den scheinheiligen Priester, der ihn an die Gestapo verriet, und erfährt vom traurigen Schicksal seines Freundes Felix. Der Maler entpuppt sich als Schöpfer des legendären Werks „Triumpf des Todes“. Seine Ligne Claire-Grafik verwendet Émile Bravo für eine realistische Kriegschronik zwischen Komik, Sozialkritik und existenzialistischen Fragen. Im Gegensatz zum überlangen Vorläuferband (BP/mp 22/684) fällt das Finale weit knapper aus. Für alle Bestände empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Spirou als Widerstandskämpfer 

Mit dem vierten Comicroman "Spirou oder: die Hoffnung" vollendet Émile Bravo Spirous und Fantasios Jugendzeit im von den Deutschen besetzten Belgien. Bravo zeigt mit seiner Spirou-Serie auf, wie sich aus dem geistigen Widerstand von Spirou und Fantasio gegen die Nationalsozialisten ein praktischer entwickelt. Der Fokus liegt dabei immer auf dem Menschlichen und nicht auf dem Heldentum.

Der Kampf gegen den Faschismus

Abenteuer, Humor, historische Fakten und philosophische Reflexionen verbinden sich in "Spirou oder: die Hoffnung" zu einer ebenso klugen wie mitreißenden Auseinandersetzung mit dem Totalitarismus. Die bislang ambitionierteste und längste Spirou-Geschichte findet in diesem Band ihren Abschluss.

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Personeninformation

Émile Bravo wurde 1964 in Paris geboren und debütierte 1988 als Comic-Künstler. Bereits 1990 begann die Zusammenarbeit mit dem Autor Jean Regnaud, mit dem u.a. die Serie »Aleksis Strogonov« und »Meine Mutter ist in Amerika... « entstanden. 2009 erschien sein »Spirou Spezial«-Band »Porträt eines Helden als junger Tor« - dieser Episode folgte der viel beachtete und gelobte Vierteiler »Spirou oder: die Hoffnung«, dessen finaler Band im Jahr 2022 erschien. Für seine deutschsprachigen Geschichten erhielt er u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 für »Meine Mutter ist in Amerika... « und für »Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären« 2012 den Max und Moritz-Preis. Für Bravo bildet die Verschmelzung von Comic und Kinderbuch einen zentralen Punkt seiner Arbeit.

Ulrich Pröfrock: 
1955 in Wuppertal geboren

1957 - 1965 in Kaufbeuren/Allgäu mit Besuch der Volksschule ab 1961

1965 - 1974 Paris/Frankreich, Besuch der deutschen Auslandsschule Paris, Abitur 1974

Seit 1974 Freiburg im Breisgau, Studium der Volkswirtschaftslehre, Abschluss mit Diplom 1980. Parallel zum Studium regelmäßige Arbeit für das Buchantiquariat Schiller, St. Peter/Schwarzwald

1980 - 1985 beschäftigt im Einzelhandel für Philatelie und Numismatik

1985 Gründung der Buchhandlung 'X für U' (heute X für U Buchhandlung GmbH) mit Spezialisierung auf Comic, Grafik, Illustration, Design.

Seit Anfang der Neunziger Jahre Übersetzungsarbeiten überwiegend im Bereich Comic/Graphic Novel für: avant-verlag, Bries, Brockhau, Carlsen Comics, Cross Cult, Edition 52, Maro, Nona Arte, Reporter, Reprodukt, X für U

Pressestimmen

"Bravo gelingt mit seinem [...] Comicepos [...] das Kunststück, Spirou und Fantasio glaubwürdig in einem historischem Zusammenhang agieren zu lassen und dabei den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen." Ralph Trommer Tagesspiegel 20220728
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