Kinderklinik Weißensee - Jahre der Hoffnung

Band 2
Roman | Eine Kinderärztin kämpft beherzt gegen die Spanische Grippe
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Buchprofile - Rezension
Die Spanische Grippe und Anfeindungen für eine Frau als Kinderärztin in Ausbildung.
Im zweiten Band der Reihe "Kinderklinik Weißensee" (Bd. 1: BP/mp 21/403) studiert Marlene Lindow Pädiatrie, als ihr Verlobter Maximilian von Weilert zu Beginn des Ersten Weltkriegs als Lazarettarzt eingezogen wird. Ihre Schwester Emma zieht ihren Sohn Theodor alleine auf und arbeitet weiterhin als Schwester in Weißensee. Marlene erhält dort einen Praktikumsplatz, muss sich aber mit Unverständnis mancher Patienteneltern und der Ablehnung durch einen neuen Klinikleiter herumschlagen. Er, dem Effizienz über alles geht, drückt ihr eine Sonderprüfung auf. Obwohl Max die Verlobung bedingt durch seine Kriegserlebnisse gelöst hat, hilft er ihr, die Ablehnung des medizinischen Direktors zu konterkarieren. Emma hatte sich schon entschieden, dem Kindsvater in seine ostpreußische Heimat zu folgen, bleibt aber in letzter Minute und bekennt sich zu einem sozialdemokratischen Redakteur. - Neben den Wirrnissen im persönlichen Leben der beiden Hauptfiguren schildert die Autorin die Belastungen der Zivilbevölkerung im vierten Kriegsjahr wie Nahrungsmittelknappheit und vor allem den Ausbruch der Spanischen Grippe. Breiten Raum nehmen auch psychische Traumata infolge von Kriegserlebnissen ein; ebenso die auseinanderstrebenden Kräfte, die mit Abdankung des Kaisers zu Beginn der Weimarer Republik virulent werden und Berlin erschüttern. Ein Stück Medizingeschichte, das erst durch Corona wieder ins allgemeine Bewusstsein rückte, eingepackt in eine traditionelle Liebesgeschichte.
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Artikelbeschreibung

Krankheit und Hoffnung in der Weimarer Republik: Marlene und Emma kämpfen für ihre kleinen Patienten

Berlin 1918: Marlene Lindow ist glücklich, nach ihrem Medizin-Studium wieder in der Kinderklinik Weißensee arbeiten zu können. Die meisten Ärzte wurden in Lazarette befohlen, so dass sie die kleinen Patienten oft allein behandeln muss. Fortan kämpft sie nicht nur um ihren geliebten Maximilian, der völlig verändert aus dem Krieg heimkehrt, sondern auch gegen die Spanische Grippe, die sich rasant in Berlin ausbreitet. Als der Sohn ihrer Schwester Emma ebenfalls erkrankt, taucht der verschollene Kindsvater auf. Er bietet Emma eine neue Heimat fern des seuchengeplagten Berlins, wo ihr Sohn unbeschwert aufwachsen kann. Marlene kann sich allerdings ein Leben ohne Emma nicht vorstellen. Und auch die kranken Kinder in der Klinik brauchen die engagierte Kinderkrankenschwester. Wie wird sie sich entscheiden?

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Personeninformation

Antonia Blum lebte längere Zeit in Berlin, ohne den Weißen See dort je gesehen zu haben. Erst Jahre später, nachdem sie die Hauptstadt längst verlassen hatte, entdeckte sie durch einen Zufall die Ruine der einstigen Kinderklinik in Weißensee und kommt seitdem von dem Ort und seiner bewegten Geschichte nicht mehr los. Heute fährt Antonia nicht nur zum Spazierengehen immer wieder an den Weißen See, der dem Berliner Stadtteil seinen Namen gab. Sie ist überzeugt, dass dort ein Tor in die Vergangenheit existiert.

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