Herzgrube

Roman | »Zart und aufrichtig.« Douglas Stuart | Der Debütroman eines der größten Lyriker der Gegenwart
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Porträt der kollektiven und individuellen Traumata in einer benachteiligten britischen Kleinstadt.
Das englische Barnsley ist kein wohlhabender Ort. Früher arbeiteten die Männer unter Einsatz ihres Lebens in der Kohlegrube, heute sind Callcenter die primären Arbeitgeber für die oft schlecht bezahlten Jobs. Simon verdient sich daher einerseits über die Bereitstellung sexueller Videos im Internet etwas dazu, andererseits verfolgt er mit Auftritten als Drag Queen in örtlichen Clubs seine wahre Leidenschaft. Die offene Zurschaustellung seiner zweiten Identität außerhalb des Clubs sorgt jedoch für Spannungen mit seinem Partner, der auf einen Job bei der Polizei hofft und sich in der Öffentlichkeit eher bedeckt hält. Simons Vater Alex wiederum ist an dem gesellschaftlichen Zwang, seine Homosexualität in der konservativen Kleinstadt jahrzehntelang verstecken zu müssen, regelrecht zerbrochen. – Die Einblicke in das (Beziehungs-) Leben der Protagonisten werden ergänzt durch die Notizen und Aktionen eines universitären Forschungsprojekts, das die Erinnerungskultur und Identität der Stadt aufarbeiten möchte. So entsteht eine Abfolge kurzer, in der Perspektive alternierender Kapitel, die sich zu einem gesellschaftlichen Gesamteindruck zusammensetzen. Dahingehend ein etwas experimentellerer, aber eindrücklicher Roman – ab mittleren Beständen gerne zu empfehlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

»Magisch.« Ocean Vuong 

Einst war Barnsley ein Zentrum der Industrie; ein Ort, in dem die Männer unter Tage gingen, um in der Dunkelheit in Staub und Schlamm zu wühlen. Ihre harte Arbeit bedeutete etwas. Doch seitdem die Grube geschlossen wurde, prägt einzig die Vergangenheit die Stadt. 

Wie bereits ihr Großvater und Vater arbeiteten die Brüder Alex und Brian jahrzehntelang in den Minen. Nur Alex' Sohn Simon kann sich kaum mehr an die Zeche der Stadt erinnern. Einmal in der Woche steht er als Drag Queen auf der Bühne, ansonsten verdient er Geld im Callcenter und durch Sexarbeit. Während sein Vater von Erinnerungen eingeholt wird, die ihn in eine Identitätskrise stürzen, bereitet sich Simon auf seinen größten Auftritt vor. 

Herzgrube ist ein Roman über Queerness in einer dafür unmöglichen Umgebung, über Gemeinschaft und Einsamkeit. Voller Bildgewalt und Poesie zeichnet Andrew McMillan das Porträt dreier Generationen und das einer postindustriellen Kleinstadt auf der Suche nach einer neuen Identität. 

»Überwältigend gut.« Val McDermid

Produktsicherheit

Hersteller: Ullstein Buchverlage GmbH
Anschrift: Friedrichstraße 126
DE-10117 Berlin
Kontakt: produktsicherheit@ullstein.de

Personeninformation

Andrew McMillan geboren 1988, wuchs in Barnsley, einer kleinen Stadt im Norden Großbritanniens auf. Sein erster Gedichtband Physical wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als bislang einziges lyrisches Werk den Guardian First Book Award. Zwei weitere hochgelobte Gedichtbände folgten. Andrew McMillan unterrichtet Zeitgenössisches Schreiben an der Manchester Metropolitan University. Herzgrube ist sein erster Roman.

Robin Detje, geboren 1964, ist ein deutscher Autor und Übersetzer. Er übertrug u. a. Brit Bennett, Joshua Cohen, Raymond Chandler und William T. Vollmann ins Deutsche. 2014 wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Kunstvoll, also ohne es künstlich zu erzwingen, dekliniert Andrew McMillan in diesem Vexier- und Stimmungsbild einer durch den Strukturwandel an den sozialen Rand gekippten Stadt leitmotivisch all seine zentralen Themen durch... So zeigt Andrew McMillan in diesem Debüt auf eindrückliche Weise: Die Geschichte mit all ihren Wunden, Erfahrungen und Verlusten ist nie ganz vergangen, sondern lebt fort in der Gegenwart und in den Biografien der Menschen.« Axel Schock sissymag 20250924
Mehr von McMillan, Andrew

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.