Ins Dunkel

Roman | Greta Garbo und Marlene Dietrich - zwei Leinwandikonen | »Ein brillanter Roman« Denis Scheck
26,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Eine cineastische Zeitreise ins 20. Jahrhundert.
Angela Steidele spielt in diesem Roman mit unserer Wahrnehmung. Im gleichen Moment, in dem wir das Buch aufschlagen, nehmen wir in einem verdunkelten Kinosaal Platz und die Handlung läuft auf einer Leinwand vor uns ab. Es ist ein komplizierter Film, den wir zu sehen bekommen. Wir steigen tief ein in die Geschichte des Lichtspieltheaters, in die Welt der Stars des vergangenen Jahrhunderts, an der Schwelle vom Stummfilm zum Tonfilm und weit darüber hinaus. Der Film springt häufig zwischen verschiedenen Zeiten und Orten hin und her. Mal befinden wir uns 1924 in Berlin, dann 1932 in Los Angeles, 1969 in der Schweiz oder in den Dreißigern in Paris oder München. Die Hauptprotagonistinnen sind berühmte Frauen der Kunstszene dieser Zeit: Greta Garbo, Marlene Dietrich, Erika Mann. Es geht um deren Beziehungen untereinander, ihre gegenseitigen Berührungspunkte, ihre Positionen als Frauen in einer von Männern dominierten Szene und um ein neu aufkeimendes weibliches Selbstbewusstsein in politisch unruhigen Zeiten. Steidele orientiert sich an realen Tatsachen und Ereignissen, entwirft die Personen jedoch gleichzeitig in einzelnen Facetten und Gegebenheiten neu und trifft sie als fiktive Besucherin ihres eigenen Romans auch mehrmals persönlich. Der Roman ist analog zu einem Kinofilm hauptsächlich aus Dialogen bzw. Unterhaltungen aufgebaut, die durch Szenenbeschreibungen ergänzt werden. Das zugrundeliegende Thema ist historisch interessant und es wurde, was Handwerk und Recherche betrifft, mit großer Akribie gearbeitet. Für den Leser ohne persönliche Vorkenntnisse zu den porträtierten Personen und zur Filmgeschichte ist es jedoch schwierig, dem Plot zu folgen. Die konsequente Formulierung in Filmsprache macht es zusätzlich schwierig, in einen Lesefluss zu gelangen. Anspruchsvolle Literatur für ein speziell interessiertes Publikum.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

»Voller Intrigen, Liebe, Leidenschaft, voller Neid und Bosheit und Sehnsucht ... Großartig!« Elke Heidenreich

Ins Dunkel ist Screwball-Komödie und Melodram, Tragödie und Romanze in einem: ein Roman als Film, glamourös und hochpolitisch. In raffinierten Rückblenden, mit Tempo und Timing verhandelt er das Verhältnis von Literatur, Film und Macht in Zeiten inszenierter Wirklichkeiten.

Eine Liebeserklärung an das Kino

Wir sitzen im Dunkeln. Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich und der gemeinsamen Geliebten? Als der Film den Nerv der Zeit traf und die Deutschen Hollywood und ganz Amerika durcheinanderwirbelten. Mit Erika Manns antifaschistischem Kabarett Die Pfeffermühle, während die ganze Welt ins Dunkel glitt? Mit der Zensur nach 1933 auch in den USA? Ach - und wie gut kannten sich eigentlich Greta Garbo und Marlene Dietrich? Wer traute sich mehr auf der Leinwand? Und im Leben?

Produktsicherheit

Hersteller: Suhrkamp Verlag GmbH
Anschrift: Torstr. 44
DE-10119 Berlin
Kontakt: info@suhrkamp.de

Personeninformation

Sorgfältig recherchieren - literarisch schreiben ist Angela Steideles Markenzeichen in Werken wie Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens (2010), Anne Lister. Eine erotische Biographie (2017), Zeitreisen (2018), Poetik der Biographie (2019) und In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel, hingerichtet 1721 (2021). Für ihren Roman Rosenstengel (2015) erhielt sie den Bayerischen Buchpreis. Aufklärung. Ein Roman war 2023 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur ausgezeichnet. Die Autorin, geb. 1968, lebt in Köln.

Pressestimmen

»Mit Tempo und Witz erzählt Angela Steidele queere Filmgeschichte und eine Kulturgeschichte des Kinos.« Der Tagesspiegel 20260122
Mehr von Steidele, Angela

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.