Tasmanien

Roman | Das Buch, das uns die Gegenwart erklärt
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Buchprofile - Rezension
Ein bemerkenswerter Roman über die großen Themen des 21. Jahrhunderts und über den Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit.
Paolo steht in der Mitte des Lebens. Er ist ein studierter Physiker, der als Journalist und Autor arbeitet und sich mit den Problemen unserer Zeit beschäftigt: Klimawandel, internationaler Terrorismus, bewaffnete Konflikte, humanitäre Katastrophen. In diesen universalen Bedrohungen kann er sein persönliches Leid aufgehen lassen. Während der Kinderwunsch unerfüllt bleibt und die Ehe vor dem Aus steht, gerät er immer tiefer in eine Sinnkrise. Wie soll man in einer Gegenwart leben, die sich als praetraumatische Zeit definiert? Wie - und vor allem wo - die drohende Apokalypse überleben? Hier böte sich aufgrund seiner geopolitischen Lage und biologischen Gegebenheiten Tasmanien als Zufluchtsort an. Im rastlosen Umherreisen und in flüchtigen Beziehungen findet Paolo keinen Halt, er wird zum Getriebenen, zum Grübler und Zauderer. Die Recherche für sein neuestes Buchprojekt über die atomare Katastrophe in Hiroshima und Nagasaki führt ihn nach Japan und konfrontiert ihn mit erschütternden Erkenntnissen. Ein absolut lesens- und empfehlenswerter Roman.
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Artikelbeschreibung

»Ich befehle Ihnen, dieses Buch zu kaufen!« Ulrich Matthes

Tasmanien ist ein lebenspraller Roman über unsere Gegenwart. Mit seinem einfühlsamen, präzisen Blick auf die Welt, die uns umgibt - Glaube, Wissenschaft, Klima, Elternschaft, Liebe - erzählt der italienische Bestsellerautor Paolo Giordano davon, wie wir alle nach einem Ort suchen, wo eine Zukunft möglich scheint. Damit gelingt ihm etwas Besonderes: Er gibt uns das Gefühl, weniger allein zu sein.

Tasmanien erzählt die Geschichte eines Mannes, der die Kontrolle über die Welt verloren hat und nun auf der Suche nach seiner, nach unserer Zukunft ist. Paolo ist Anfang vierzig und italienischer Journalist und Romancier. Seine Ehe hat einen kritischen Punkt erreicht, als seine Frau beschließt, die Versuche der künstlichen Befruchtung einzustellen, und die beiden sich vom Lebenstraum eines gemeinsamen Kindes verabschieden müssen. Um seiner eigenen Krise zu entkommen, bricht Paolo zur Klimakonferenz nach Paris auf, tauscht sich mit einem Wolkenforscher über klimatische Phänomene aus, mit einer Kriegsreporterin über internationalen Terrorismus - er reist in zahlreiche Städte und Länder, nur um nicht zu Hause zu sein. Doch wie soll er herausfinden, wie es mit ihm, mit allem weitergehen soll, wenn er sich der Welt immer wieder entzieht?

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Personeninformation

Paolo Giordano ist 1982 in Turin geboren und promovierter Physiker. Sein Debütroman, Die Einsamkeit der Primzahlen, wurde zum internationalen Bestseller. Er schreibt Drehbücher, Theaterstücke und Kolumnen für den Corriere della Sera. Sein jüngster Roman Tasmanien stand in Italien monatelang auf der Bestsellerliste und gilt als meistgelesenes Buch des Jahres 2022. Giordano lebt mit seiner Familie in Rom. Barbara Kleiner ist promovierte Germanistin und Romanistin aus München, Jahrgang 1952. 2007 erhielt sie den Übersetzerpreis der Kulturstiftung NRW, der zu den höchstdotierten Auszeichnungen für literarische Übersetzer im deutschsprachigen Raum gehört, für ihre Übertragung von Ippolito Nievos Werk Bekenntnisse eines Italieners (Manesse Verlag, 2005) aus dem Italienischen. Gleichzeitig wurde das Gesamtwerk der Übersetzerin ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den deutsch-italienischen Übersetzerpreis des Auswärtigen Amtes für ihre Übertragung von Ippolito Nievos Ein Engel an Güte (Manesse Verlag, 2010).

Pressestimmen

»... kein typischer Roman, sondern ein Buch, das aufwühlt.« Carolin Gasteiger Süddeutsche Zeitung 20231204
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