Kalt genug für Schnee

Roman | Ein filigraner und berührender Japanroman
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Buchprofile - Rezension
Eine Mutter und ihre erwachsene Tochter reisen gemeinsam nach Japan, um sich einander wieder anzunähern.
In einem gemeinsamen Urlaub versuchen Tochter und Mutter sich einander anzunähern. Getrennt durch verschiedene Leben in Tokyo und Melbourne soll die gemeinsam verbrachte Reise an alte Zeiten und ein altes Leben anknüpfen. Doch während beide sich mit Kunst, Kultur und Essen beschäftigen, scheint die Kommunikation zwischen den beiden nicht zu funktionieren. Jessica Au führt die Lesenden durch die komplizierte Welt der Eltern-Kind-Beziehung. Die erwachsene Tochter und die älter werdende Mutter begeben sich nicht nur auf Reise durch Japan, sondern auch durch die eigenen Gefühle. Nicht selten bemerkt die Tochter dabei die klaffende Leere und die Verunsicherung zwischen ihnen. Au verknüpft die Geschichte mit vielen Anekdoten aus der Kindheit und der Jugendzeit. Dabei verschwimmen Realität und Erinnerung zunehmend miteinander, was das Lesen mitunter erschwert. Der oft passive und unsentimentale Ton unterstreicht zwar die Beziehung von Mutter und Tochter, lässt die Charaktere aber auch unnahbar wirken. Der Roman beschäftigt sich vor allem mit der Intensität von Eindrücken der Ich-Erzählerin und rückt dabei die Story in den Hintergrund. Dies mag für einige Leser und Leserinnen ungewöhnlich wirken.
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Artikelbeschreibung

Eine Mutter und eine Tochter reisen - die eine aus Hongkong, die andere aus Melbourne - nach Tokio. Einfühlsam stellt die Tochter ein Programm für die beiden zusammen, das über die Annäherung an Kunst und Natur auch zu einer neuerlichen Annäherung der beiden führen soll. Sie flanieren entlang der Kanäle, essen in dampfenden Garküchen, besichtigen Galerien, Gärten und Tempelanlagen. Doch die ersehnte Vertrautheit will sich nicht einstellen, scheint ihnen immer wieder zu entwischen, und die Ungewissheit überwiegt: Wer spricht hier wirklich - nicht vielleicht doch nur die Tochter? Was verbirgt sich hinter all dem Unausgesprochenen dieser sonderbar entrückten Reise?

In einer fremden Stadt wollen eine Tochter und eine Mutter sich einander nähern und suchen nach einer gemeinsamen Sprache. Mit Kalt genug für Schnee ist Jessica Au ein strahlend schöner, ein eleganter und eindringlicher Roman über die Betrachtung von Welt, über versuchte Nähe und Unzulänglichkeit gelungen.

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Personeninformation

Jessica Au hat in Melbourne Kunstgeschichte und Jura studiert und war Redakteurin der Zeitschrift Meanjin. Ihr Debütroman Cargo erschien 2011. Kalt genug für Schnee ist ihr zweiter Roman und erhielt 2021 den von den Verlagen Fitzcarraldo, New Directions und Giramondo neu ausgerufenen Novel Prize. Der Roman wird in 20 Ländern erscheinen.

Brigitte Jakobeit lebt in Hamburg und übersetzt seit 1989 englischsprachige Literatur, unter anderem von William Trevor, Celeste Ng und Patti Smith. Sie ist Trägerin des Übersetzerpreises der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung.

Pressestimmen

»[Die] Denk[h]altung, wie man das vielleicht nennen könnte, verleiht dem Roman etwas Schwebend-Meditatives, etwas seltsam Unwirkliches und doch enorm Gegenständliches.« Andreas Wirthensohn WDR 3 20221024
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