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Band 2813
Rechtspopulismus als Klassenprojekt
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Artikelbeschreibung

Als Donald Trump zum ersten Mal Präsident wurde, ging ein Richard Rorty zugeschriebenes Zitat viral: Wenn die 'kulturelle Linke', so Rorty 1998, materielle Fragen weiterhin ignoriere, werde es einen Bruch geben - 'something will crack'. 'Ärmere Wähler' würden einen starken Mann an die Macht bringen, es drohe eine Rückkehr des Sadismus. So hellsichtig diese Prognose war, hat derFokus auf die 'woken' Linken und die 'Verlierer' in Debatten über Trump & Co. doch einen blinden Fleck erzeugt. Geht man davon aus, dass Politiker wie Trump, Tino Chrupalla oder der tschechische Ministerpräsident Andrej Babi¿ sich auch selbst wählen, kommt schließlich eine andere 'Klassenfraktion' in den Blick: konservative Männer, die ihr eigenes Unternehmen leiten. Aus diesem Milieu stammen nicht nur Vorläufer wie Silvio Berlusconi und Christoph Blocher, sondern auch Unterstützer wie etwa Elon Musk oder Peter Thiel. Genau diese Gruppe der kleinen und großen politischen Unternehmer nehmen die Beiträge in diesem Band unter die Lupe. Verfolgt wird dabei testweise die These, dass der Rechtspopulismus nicht in erster Linie eine spontane Revolte 'ärmerer Wähler' darstellt, sondern ein gezielt vorangetriebenes Projekt.

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Pressestimmen

»Ist die 'woke Linke' der Brandbeschleuniger des rechten Autoritarismus? Wissenschaftler liefern in [diesem] erhellenden Sammelband eine viel beunruhigendere Erklärung.« Peter Laudenbach Süddeutsche Zeitung 20260414
Mehr von Biebricher, Thomas; Moorstedt, Tobias; Weigel, Moira; Haffert, Lukas; Cooper, Melinda; Jäger, Anton

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