Die Unzertrennlichen

Der persönlichste Roman der französischen Feministin
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Buchprofile - Rezension
35 Jahre nach ihrem Tod kommt die Grande Dame der französischen Literatur und Wegbereiterin des modernen Feminismus in dieser beachtenswerten Erstveröffentlichung wieder zu Wort.
Siebzig Jahre nach der Entstehung dieses Romans hat Simone de Beauvoirs Adoptivtochter das Manuskript freigegeben und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist ein autofiktionaler Roman um eine besondere Freundschaft im Paris der 20er Jahre. Zwei neunjährige Schülerinnen lernen sich an einer katholischen Mädchenschule kennen. Sylvie, die behütete Tochter aus gutem Hause, fühlt sich vom ersten Treffen an zu der selbstbewussten, unangepassten Andrée hingezogen. Die beiden Mädchen verbringen viel Zeit miteinander und werden zu „Unzertrennlichen“. Sie verbindet die Auflehnung gegen die rigiden Regeln, denen sie sich in ihren Familien und in der Schule unterwerfen müssen, und gegen den lähmenden Konformismus der bürgerlichen Gesellschaft. Sie hinterfragen die ihnen vorgegebenen Zukunftspläne, wollen aber gleichzeitig den Anforderungen, die man an sie stellt, gerecht werden. Dieser Zwiespalt führt zu einer existenziellen Bedrohung. „Die Unzertrennlichen“ ist ein intensiver, leidenschaftlicher, empfehlenswerter Roman und einer der Texte, die den Feminismus begründeten.
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Artikelbeschreibung

Ein unveröffentlichter autofiktionaler Roman, leidenschaftlich und tragisch, über die Rebellion junger Frauen: Sylvie (Simone de Beauvoir) und Andrée (Zaza) sind unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer bürgerlichen Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind.

Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbständig - und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?

Als de Beauvoir das Manuskript Sartre zeigte, befand der es zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Fast siebzig Jahre später hat de Beauvoirs Adoptivtochter diesen kurzen Roman nun freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch - eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin, die so jung sterben musste.

'Eine unvergessliche Begegnung, die Simone de Beauvoirs Sexismus-Kritik mitgeprägt hat.' The New York Times

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