All die gestohlenen Erinnerungen

Roman | Packend und berührend - der preisgekrönte Titel aus Frankreich
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Buchprofile - Rezension
Roman über eine Mitarbeiterin der Arolsen Archives, die Gegenstände, die die Nazis von KZ-Häftlingen konfisziert haben, an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgibt und dabei auf ungeahnte Lebensgeschichten ganzer Familien stößt.
Die in Deutschland lebende alleinerziehende Französin Irène arbeitet in den Arolsen Archives. Ihre einstige Vorgesetzte und Freundin Eva war selbst eine aus Polen verschleppte Displaced Person. Eva hatte entdeckt, dass frühere Nazis im Archiv arbeiteten und unerlaubten Zugang zu Dokumenten hatten. Doch erst als Eva längst tot ist und eine Nichte von ihr Nachforschungen über Eva anfordert, erfährt Irène Dinge über ihre Freundin, über die Eva nie geredet hatte. In einem anderen Fall ist es eine abgenutzte Pierrot-Puppe, die Irène zum Schicksal ihres Besitzers und seiner Familie führt. Sie sucht den Kontakt zu Überlebenden und deren Nachkommen, gibt ihnen deren Effekten zurück und informiert sie über alles, was sie über deren ermordete Angehörige recherchieren konnte. – Durch ihre Befragung einer Mitarbeiterin der Arolsen Archives konnte Nohant ihre mitfühlende Protagonistin und deren engagierte Arbeitsweise glaubwürdig zeichnen. Neben dem fiktiven Geschehen lässt Nohant viele Zahlen, Daten und Fakten über das brutale Vorgehen der Nazis in ihren Roman einfließen, sodass dieses interessante Buch nicht nur betroffen macht, sondern auch vor neuen rechtsextremen Strömungen warnt.
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Artikelbeschreibung

Können gestohlene Erinnerungen zurückgegeben werden? 

Ein verblichener Stoffpierrot, ein Medaillon - so schlicht und klein diese Objekte auch sein mögen, jedes birgt ein großes Geheimnis. Jedes wurde einst seinem Besitzer von den Nazis entrissen. Nun soll die Französin Irène sie im Auftrag der Arolsen Archive den Familien der Opfer zurückgeben. Über eine Nummer im Stoff stößt Irène auf den 15-jährigen Lazar, der Buchenwald überlebte und dessen Spur sich als junger Mann in Griechenland verliert. Und sie findet Unglaubliches über die Polin Wita heraus, die das Medaillon in Auschwitz bei sich trug. Wie werden die Nachkommen Lazars und Witas, die über ganz Europa verteilt sind, auf die Schicksale reagieren, die mit den Objekten zu ihnen zurückkehren? Auch Irènes Leben wird nicht mehr dasselbe sein.

»Historisch faszinierend, menschlich herzzerreißend.« Libération

Von der Presse gefeiert - das französische Meisterwerk über Erinnerung, die Rekonstruktion der Vergangenheit und die Arbeit der berühmten Arolsen Archive 

Produktsicherheit

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Personeninformation

Gaëlle Nohant wurde1973 in Paris geboren und lebt und arbeitet heute in Lyon. Ihr Roman »All die gestohlenen Erinnerungen« wurde 2023 mit dem Grand Prix RTL-Lire, einem der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs, ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Ein hervorragend recherchierter Roman« Freies Radio Stuttgart 20241025
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