Helenes Stimme

Roman | Wie Helene Lange zur Pionierin der Emanzipation wurde
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Buchprofile - Rezension
Roman über die Frauenrechtlerin Helene Lange, die Ende des 19. Jh. engagiert für Frauenbildung kämpfte.
Helene Lange ist eine bekannte Frauenrechtlerin des 19./20. Jh., die nach Sanne Jellings Auffassung zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Sie lässt die 80-jährige Marie im Rückblick von ihrer Freundin Helene erzählen, die als 16-jährige für ein Jahr als Pensionatstochter in ihrer Familie im Pfarrhaus in Eningen gelebt hat. Was Helene dort erlebt, macht sie zur unerschrockenen Kämpferin für die Bildung und Gleichstellung der Frau. In der eigenen Familie durfte sie mit Vater, Brüdern und Gästen reden und diskutieren, sie durfte lesen, was sie interessierte, sie lernte das Schachspiel – in Maries Familie wird eine deutliche Grenze zwischen Mann und Frau gezogen, Frauen sind auf die Hausarbeit zurückgeworfen, haben zu schweigen, wenn Männer reden, da sie als nicht in der Lage gelten, Politik, Wissenschaft und Literatur zu verstehen. Als Marie vergewaltigt wird, ist nicht der Vergewaltiger, ein angehender Pfarrer und Freund des Bruders, schuld, sondern sie, die Frau. Er will sie nicht heiraten, denn sie ist nicht mehr rein – er werde beichten, dann sei seine Schuld getilgt. Marie zieht sich in sich zurück und kommt nach dem Tod der Mutter in eine psychiatrische Anstalt. Ein solide erzählter Roman über eine Frauenrechtlerin, deren Wirken nicht vergessen werden sollte.
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Artikelbeschreibung

Ein bewegender Roman über die junge Helene Lange, eine der Mütter der deutschen Emanzipation, die das Bildungswesen für Mädchen reformierteEningen bei Reutlingen, Sommer 1864: Die 16-jährige Waise Helene Lange wird für ihr Pensionatsjahr zu einer Pfarrersfamilie am Fuß der Schwäbischen Alb geschickt. Pfarrer Eifert gibt sich weltoffen, im Pfarrhaus diskutieren gebildete Gäste regelmäßig über Politik, Literatur und Philosophie. Ein Gesetz im Hause der Eiferts jedoch empört Helene: Frauen haben in diesen Runden zu schweigen. 
Helene freundet sich mit der empfindsamen Pfarrerstochter Marie an. Dass einer Frau ein Dasein jenseits von Familie und Haushalt offenstehen könnte, ist für diese unvorstellbar, doch durch die Gespräche mit Helene wächst auch in ihr die Sehnsucht nach einem selbstbestimmteren Leben. An den Wochenenden unternehmen Marie und Helene viel mit Maries älterem Bruder Max und dessen Tübinger Studienfreund Ludwig, der Marie ermutigt, sich zu bilden. Ludwig und Marie kommen sich rasch näher - bis es zu einem doppelten Verrat kommt, der die Leben der vier für immer verändert ...

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