Mutproben

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Buchprofile - Rezension
Eine Fußballerkarriere voller Erfolge und Abenteuer.
Vor mehr als zehn Jahren, am 8. Januar 2014, brach Thomas Hitzlsperger mit einem Tabu: Er machte seine Homosexualität öffentlich. Jetzt hat er ein Buch über seine Erfahrungen vor und nach dem Coming-out geschrieben - und über seine Erfahrungen im Profifußball. Es war schon eine Zeit der intensiven Vorbereitung mit Beratungen durch ebenfalls schwule Menschen, um sich auf die Reaktionen in seinem Umfeld vorzubereiten. Er lässt die Leser seines Buches an seinen Bedenken und Problemen teilnehmen, die er als Reaktion vermutet. Parallel kann man die Entwicklung des Profifußballers verfolgen, die ihn in verschiedene Länder und schlussendlich auch in die Nationalmannschaft führt. Seine Schussstärke bringt ihm den Spitznamen Hammer ein und er ist auf allen seinen fußballerischen Stationen erfolgreich. Parallel dazu erzählt er von den vielfältigen Reaktionen, die in seinem Umfeld auf das Coming-out folgen. Er ist positiv überrascht, wie viele positive Kommentare, nicht nur von Fußballern, sondern sogar von Politikern folgen. Er vergisst auch nicht, sich mit den Zuständen im Fußballbereich zu beschäftigen und überlegt, welche Haltung Profifußballer und ihre Vereine zu gesellschaftlichen Themen einnehmen. Das Buch ist nicht nur für Fußballfans, sondern auch für breite Schichten der Bevölkerung zu empfehlen, die sich mit den Gedanken über Homosexualität im Leistungssport befassen wollen.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Thomas Hitzelsperger, ehemaliger Nationalspieler, WM-Dritter und Deutscher Meister outete sich nach seinem Karriereende als homosexuell und ist heute nicht nur als TV-Experte unterwegs, sondern engagiert sich auch gegen Homophobie, Rassismus und Gewalt im Fußball. In „Mutproben“ erzählt er von seinem Werdegang als Fußballer und weiteren Herausforderungen seines Lebens auf eine Art und Weise, die seine Anliegen verständlich macht, spannend und gleichzeitig sehr sachlich ist.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Sein Coming-out 2014 als homosexueller Profifußballer war ein Meilenstein für den Kampf gegen Schwulenfeindlichkeit im Fußball und in der Gesellschaft. Seine Fußballerkarriere war eine Reise voller Erfolge und Abenteuer.

Den Mut, mit dem sich Thomas Hitzlsperger am 8. Januar 2014 als erster deutscher Fußballprofi öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat, hat er in seinem Leben immer wieder gezeigt: Schon als 18-Jähriger wechselte er als Jugendspieler von Bayern München in die englische Premier League zu Aston Villa, nach seinen großen Erfolgen in der Bundesliga als Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und in der Nationalmannschaft suchte er die nächste Herausforderung in der italienischen Serie A bei Lazio Rom.

Und nach dem Ende seiner überaus erfolgreichen Profikarriere wagte er den Sprung in den Sportjournalismus beim ZDF, der ARD und bei ZEIT ONLINE sowie ins Fußballmanagement als Vorstandsmitglied beim VfB Stuttgart oder heute als Teilhaber am dänischen Fußballclub Aalborg BK und Inhaber des Restaurants »L'Escargot« in London.

Sein Buch, das er mit dem SZ-Reporter Holger Gertz verfasst hat, ist eine abenteuerliche Lebensgeschichte, die in der bayrischen Provinz begann, in die drei großen europäischen Fußballligen führte und die ihn zu einem engagierten Kämpfer für Vielfalt und Toleranz, gegen Rassismus und Gewalt im Fußball und in der Gesellschaft werden ließ - auch wenn sich bis heute nicht alle Hoffnungen erfüllt haben, die Thomas Hitzlsperger mit seinem historischen Schritt vor zehn Jahren verbunden hat.

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Personeninformation

Thomas Hitzlsperger, geb. 1982 in München ist ehemaliger deutscher Fußballspieler. Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart in der Bundesliga-Saison 2006/07, dritter Platz mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 und Vizeeuropameister 2008. Heute arbeitet er als Vereinsfunktionär beim VfB Stuttgart und als Sportjournalist (ZDF, ZEIT). Darüber hinaus engagiert er sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Holger Gertz, geb. 1968, Studium der Sozialwissenschaft und Kommunikationswissenschaft in Bremen und München. Reporter bei der Süddeutschen Zeitung. Ausgezeichnet u.a. mit dem Axel-Springer-Preis 1998, Reporter des Jahres (Medium Magazin) 2010, Sportjournalist des Jahres 2021 und 2023.

Pressestimmen

»Ich hab selten ein Buch von Anfang bis Ende durchgelesen, es lohnt sich.« Wolfgang Heim Podcast Apokalypse & Filterkaffee 20240331

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