Was bleibt, wenn alles verschwindet

Roman
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Buchprofile - Rezension
Beeinträchtigt eine beginnende Demenz eine jahrelange Freundschaft?
Die Lehrerin Ruth muss feststellen, dass ihre Freundin und ehemalige Berufskollegin Susanne zunehmend Wörter nicht findet und Dinge vergisst. Soweit es ihr möglich ist, gibt Ruth Hilfestellung mit Gedächtnisstützen. Susanne spürt selbst ganz massiv das Nachlassen ihrer geistigen Kräfte. Deshalb will sie Ruth ihren komplizierten Lebensweg erklären, genauer: die Abschnitte, die sie bislang wohlweislich ausgeklammert hat. Das schafft sie fast noch bis zum Ende. Für Ruth schmerzlich ist, wie wenig Susannes Sohn Paul die Situation ernst nimmt. Erst in letzter Minute sucht er einen Heimplatz für sie. Da Susanne dort noch mehr abbaut, holt sie Ruth zu sich. Was bald aber über ihre Kräfte geht. Zum Glück findet sich über einen Kunden ihres Mannes, dessen Vater ebenso erkrankt ist, einen Platz in einer Demenz-WG. - Die Autorin beschreibt wenige Monate einer Abwärtsspirale. Besonders die Ausflüchte Susannes, wenn ihr ein Wort fehlt oder der Zusammenhang reißt, stellt sie treffend dar. Und wie deren Halt in der Realität immer brüchiger wird, wie sie Ruth für ihre Freundin aus Kindertagen hält und immer öfter glaubt, sie ziehe sich den Tadel ihrer längst verstorbenen Mutter zu. Ruth lernt mit der Zeit, dass sie Susanne in ihrer Welt lassen muss, weil sie ansonsten noch mehr verwirrt reagiert. Beim Lesen kann man sich wegen dieser Intensität der Schilderungen nicht gegen die Frage erwehren, wie man selbst in einer der beiden Rollen agieren würde. Oder als Kind oder naher Angehöriger gefordert sein kann. Eine bedenkenswerte Lektüre, besonders für etwas Ältere.
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Artikelbeschreibung

Beste Freundinnen seit über dreißig Jahren: Ruth und Susanne haben alles miteinander geteilt, doch nun wird ihre Freundschaft nicht mehr dieselbe sein. Susanne zeigt erste Anzeichen einer Demenz, die Gedächtnislücken und Aussetzer häufen sich, und sie spürt, dass ihr Leben ihr immer mehr entgleitet. Während Ruth, unterstützt von ihrem Mann und Freunden, alle Hebel in Bewegung setzt, damit es ihrer Freundin auch in Zukunft an nichts fehlen wird, quält die noch eine ganz andere Sorge: Es ist höchste Zeit, Ruth ein gut gehütetes Geheimnis zu offenbaren, das ihrer beider Leben seit langem schicksalhaft miteinander verknüpft. Doch dieses Geständnis könnte die Freundschaft für immer zerstören ...Ein berührender Roman über die Kraft der Freundschaft und zwei starke Frauen, die dem Schicksal mutig die Stirn bieten.

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Pressestimmen

»Die Autorin Hermien Stellmacher führt in Was bleibt, wenn alles verschwindet anschaulich durch viele Situationen in der Begleitung von Menschen mit Demenz.« Viktoria Hug alzheimer.ch 20210927
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