Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren

Roman
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Buchprofile - Rezension
Johnny, Clint und Romy, die in einem chaotischen Haushalt mit einem egomanischen Vater aufwachsen, sehnen sich nach Normalität und Liebe.
Die Zwillinge Clint und Romy wachsen mit ihrem älteren Bruder Johnny ohne Mutter bei ihrem Vater Theodor in chaotischen Verhältnissen auf. Theodor ist ein anarchistischer Egomane, Arzt, Künstler, Krimineller und "Autoschrauber", der nichts dagegen hat, wenn seine Kinder stehlen - solange sie nicht erwischt werden, der Putzen für überbewertet hält, es nicht so tragisch findet, wenn man von der Schule fliegt, und äußerst geizig ist bei Anschaffungen für seine Kinder. Eloquent kann er sich und seine Kinder aus allen schwierigen Lagen "herausreden". Doch die leiden unter ihrer asozialen Situation und der Verachtung ihrer Mitschüler. Romy, die diese Geschichte am 25. Geburtstag der Zwillinge in Rückblenden erzählt, während die drei auf Theodor warten, hasst und beneidet alle Kinder, die ein "normales" Familienleben haben. "Ersatzmütter" schaffen für kurze Zeit etwas Normalität im Alltag und halten das Jugendamt fern - doch diese Phasen dauern nie lange. Schon als Schüler verdienen sie sich als Drogendealer eigenes Geld. Und obwohl die Geschwister ihr Leben oft hassen, suchen sie doch immer wieder die Liebe ihres Vaters, er bleibt der Mittelpunkt ihres Lebens. - Ein großartig erzählter Roman, der den Leser mitreißt, auch wenn er zwischen Entsetzen über die häuslichen Zustände und Lachen über deren Beschreibung schwankt, zwischen Empörung über Theodors Erziehungsmethoden und Staunen über Romys abgebrühte Art, davon zu erzählen. Lesenswert!
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Artikelbeschreibung

Der neue Roman von Antonia Baum: Schnelle Autos, Schutzgelderpressung, Schrottplätze - und die große Liebe dreier Kinder zu ihrem verrückten Vater.

Johnny, Clint und Romy wachsen bei ihrem Vater auf, der sich weder für bürgerliche Konventionen noch Gesetze interessiert. Theodor war in keinerlei Hinsicht Vater und dennoch hat er seine Kinder auf seine Art großgezogen.
Als Romy und Clint ihren 25. Geburtstag feiern und der Vater nicht auftaucht, bekommen es die drei Geschwister mit der Angst zu tun. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, den sie ebenso verehren wie verfluchen. In einer Nacht voller Erinnerungen, Drogen, Alkohol und das Warten auf ihren Vater erleben sich die drei Geschwister einmal mehr als Schicksalsgemeinschaft und setzen dabei auch ihr Leben aufs Spiel.

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Personeninformation

Baum, AntoniaANTONIA BAUM, geboren 1984, studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Kulturwissenschaft. Sie hat verschiedene Kurzgeschichten veröffentlicht und erhielt große Medienresonanz für ihre bei Hoffmann und Campe erschienenen Romane Vollkommen leblos, bestenfalls tot (2011) und Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren (2015). Seit Februar 2012 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Pressestimmen

»Antonia Baum erzählt die Geschichte aus der Sicht von Romy, der Tochter, die sich in einer sehr männlichen Welt behaupten muss und darüber Verhaltensweisen annimmt, die als typisch männlich eingeordnet werden.« Buchmarkt 20150101
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