Die Rückkehr der Rentiere

Roman | Der neue große Roman der Autorin des Weltbestsellers »Das Leuchten der Rentiere«
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Buchprofile - Rezension
Im abschließenden Teil der Sámi-Trilogie geht es um eine Kindheit zwischen Familie, Kirche und Schule ab Ende der 1970er-Jahre in Kiruna.
Marina wächst in einer multikulturellen Familie in Schwedens nördlichster Stadt Kiruna auf. Ihre Mutter ist Sámi, ihr Vater gehört der finnischsprachigen Minderheit an. Als Kind steht Marina unter dem Einfluss von Onkel und Tante, die der nordskandinavischen lutherischen Erweckungsbewegung, des s. g. Laestadianismus, angehören. Sie maßregeln Marina und versuchen, ihr ihren eigenen pietistischen Lebenswandel aufzuzwingen. Die Zerrissenheit zwischen den Kulturen, Sprachen und Weltanschauungen innerhalb und außerhalb ihrer Familie führt bei Marina zu Ängsten und psychosomatischen Beschwerden. Mit Ende Zwanzig geht sie nach Stockholm, kehrt aber nach einem Jahr in die Heimat zurück, um ihre Wurzeln zu suchen. – Mit diesem autobiografisch geprägten Roman (zul. „Die Zeit im Sommerlicht“, BP/mp 24/446) schließt Ann-Helén Laestadius (*1971) ihrer Sámi-Trilogie ab. Der Titel und das Cover lassen an eine Geschichte über das traditionelle Leben der Sámi denken. Der schwedische Originaltitel lautet aber aus gutem Grund „Skam“ (Scham). Die junge Protagonistin empfindet nicht nur Scham über ihren Ursprung als Sámi und darüber, dass sie die Sprache ihrer Mutter nicht beherrscht. Sie schämt sich zudem für ihre vermeintlich sündigen Gedanken und Handlungen, die Gott angeblich kennt und für die er sie bestrafen kann. Die Autorin, verwandt mit dem Begründer der nach ihm benannten lutherischen Erweckungsbewegung, Lars Levi Laestadius, wollte aus eigener Erfahrung mit dieser strengen Glaubensrichtung über ihre fatale Wirkung auf empfindliche Kinderseelen erzählen. Darüber hinaus wollte Laestadius ein Denkmal für ihre Heimatstadt Kiruna setzen, die gegenwärtig infolge des Bergbaus abgerissen, beziehungsweise versetzt wird. Neulich wurde die ikonische Stadtkirche, in der mehrere Szenen des Buches spielen, durch eine spektakuläre Aktion ins neu entstandene Stadtzentrum umgezogen. Eine sehr berührende Selbstfindungsgeschichte.
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Artikelbeschreibung

Von der schwedischen Bestsellerautorin und einflussreichsten Stimme der Samen!

Die Enge der Stadt, die Weite der Wildnis und der unüberhörbare Ruf des Herzens

Nach einem verhängnisvollen Vorfall flieht die 29-jährige Marina Hals über Kopf aus ihrer Heimatstadt Kiruna im Norden Schwedens. Doch im warmen und lauten Stockholm fühlt sie sich nicht wohl. Sie beschließt, es wie die Rentiere zu halten, die ihre Kindheit geprägt haben, und ihrem Impuls zur Rückkehr zu folgen. Die Rückkehr aber bedeutet, dass Marina sich ihrer Familie und einer Liebe, die unmöglich scheint, stellen muss. Wird es ihr trotz allem gelingen, endlich sie selbst zu sein? Die Autorin des Weltbestsellers Das Leuchten der Rentiere besticht mit einem tief bewegenden Roman über die Suche einer jungen Frau nach einem Ort, an dem die Widersprüche ihrer Herkunft sich auflösen - und die Sehnsucht danach, endlich genug zu sein.

»Ann-Helén Laestadius ist eine Dramaturgin ersten Ranges.« Göteborgs-Posten

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Personeninformation

Ann-Helén Laestadius, geboren 1971, ist eine schwedische Journalistin, preisgekrönte Autorin und gebürtige Sámi. Ihr internationaler Bestseller Das Leuchten der Rentiere wurde von Netflix verfilmt. Zuletzt erschien von ihr bei Hoffmann und Campe der Roman Die Zeit im Sommerlicht (2024). Ann-Helén Laestadius lebt in der Nähe von Stockholm. 

Maike Barth übersetzt Belletristik und Sachbücher aus dem Schwedischen und Norwegischen, u. a. von Ingrid Hedström und Peter Englund.

Dagmar Mißfeldt übersetzt aus dem Schwedischen, Dänischen, Norwegischen und Finnischen ins Deutsche, u. a. Werke von Siri Pettersen und Jonas Moström.

Pressestimmen

»

Ein zutiefst bewegender Roman, den man unmöglich aus der Hand legen kann!

« BTJ, 5-Sterne-Rezension

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