Erzähl mir alles

Band 5
Roman - SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin - »Wer Elizabeth Strout einmal gelesen hat, will weiterlesen.« FAZ
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Buchprofile - Rezension
Die mehrfach preisgekrönte Autorin schildert weitere Episoden aus der Welt von Lucy Barton in der Küstenstadt Crosby in Maine.
Das Personal der früheren Romane (zuletzt: „Am Meer“, BP/mp 24/464), tritt auch hier wieder auf. Ob es die alte Olive Kitteridge ist, ehemalige Lehrerin, jetzt Heiminsassin in Crosby, dem fiktiven Ort in Maine, ob Bob Burgess mit Ehefrau; Charlene Bibber, Beach (Bitch) Ball, Janice Tucker und weitere bekannte Protagonisten:innen erscheinen auf der Bildfläche. Es geht wieder viel ums Erzählen. Es geht um den Alltag der Figuren und immer wieder auch um die mehr oder weniger dramatischen Ereignisse, die das Leben eben so mit sich bringt. Aber als eine alte Frau aus dem Ort plötzlich verschwindet, wird der Alltag nun doch außergewöhnlich emotional aufgerüttelt. Bob Burgess, der frühere New Yorker Anwalt, nimmt sich der Sache an. Als die Frau in einem Steinbruch tot aufgefunden wird, will eine ehrgeizige Staatsanwältin unbedingt den Sohn Matt anklagen, obwohl es an stichhaltigen Beweisen fehlt. Bob gelingt es, Matts Unschuld zu beweisen. Durch dieses Ereignis kommen nun manche Begebenheiten aus der Vergangenheit wieder hoch, die von mehreren Leuten teils in unterschiedlicher Darstellung geschildert werden; es gibt viel Gesprächsstoff. Bobs Zuneigung zu Lucy Barton, die aber nur platonisch bleibt, ist immer wieder Teil der Erzählung. Bei den Gesprächen ist auch immer wieder die politische Situation in dem gespaltenen Land Thema. Angesichts des Ukraine-Krieges und anderer Katastrophen fragen sich die Protagonisten immer öfter nach Sinn und Zweck des Daseins, ihres Daseins. Die Autorin schildert die Verwerfungen der Gesellschaft auch und gerade in den USA. Hauptaugenmerk wird auf die Alltagsgeschichten, auf das normale Leben, gelegt. Gelegentlich fällt es etwas schwer den Überblick bei der Fülle der Figuren nicht zu verlieren. Ein Buch, das sich trotz der eher unterschwelligen Dramatik sehr gut liest. Nicht nur die ohnehin schon überzeugten Leser der Barton-Romane werden diesen Roman wertschätzen. Bestens einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

»Wir glauben gern, dass wir unser Leben unter Kontrolle haben ...«

Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Ein unvergesslicher Roman über Liebe und Freundschaft - und das, was unausgesprochen bleibt im Leben. »Ein wunderschönes Buch.« Oprah Winfrey

Es ist Herbst in Crosby, dem kleinen Küstenstädtchen in Maine. Vor ein paar Jahren ist Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, mit ihrem Ex-Mann William hierhergezogen. In ein abseits gelegenes Haus am Meer. Doch die beschauliche Ruhe in Crosby wird gestört, als eine alte Frau spurlos verschwindet. Und auch Lucys Welt gerät still und leise aus dem Lot. Auf den einsamen Spaziergängen mit Bob Burgess, ihrem alten Freund und Vertrauten, sprechen beide über ihr Leben und über das, was hätte sein können. Und dann ist da noch die legendäre Olive Kitteridge, die pensionierte Mathematiklehrerin, die jetzt in einem Altersheim am Stadtrand lebt und auch mit 90 Jahren nichts von ihrem rauen Charme verloren hat. Vorsichtig freunden sich die beiden Frauen an.

  • New York Times-Bestseller. Shortlist Women's Prize for Literature 2025.
  • Der neue Erfolgsroman der SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin.
  • »Das ist das Geheimnis von Strout: Die Komplexität von Menschen so genau und wunderbar einzufangen.« DER SPIEGEL
  • »Ganz große Erzählkunst.« Denis Scheck

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Personeninformation

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Sie zählt zu den großen amerikanischen Erzählstimmen der Gegenwart. Ihre Bücher sind internationale Bestseller und preisgekrönt. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« erhielt sie den Pulitzerpreis. »Oh, William!« und »Die Unvollkommenheit der Liebe« waren für den Man Booker Prize nominiert. Mit »Erzähl mir alles« stand sie 2025 auf der Shortlist des Women's Prize for Fiction. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Siegfried Lenz Preis ausgezeichnet. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City. Sabine Roth übersetzt Literatur aus dem Englischen, u. a. Jane Austen, John le Carré, V.S. Naipaul, Lily King und Richard Osman.

Pressestimmen

»Kein Ich, ein Wir, ein Indiz, eine Ahnung, die Hoffnung auf ein Kollektiv gegen die Zersplitterung. Elizabeth Strout findet die Worte dafür.« FAS, Tobias Rüther
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