Hans-Erdmann Schönbeck: "... und nie kann ich vergessen"

Ein Stalingrad-Überlebender erzählt von Krieg, Widerstand - und dem Wunder, 100 Jahre zu leben
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Buchprofile - Rezension
Bewegendes Porträt eines Stalingrad-Überlebenden und Aufruf zur Menschlichkeit.
"Dieses Buch ist ein Porträt über einen Überlebenden... ein Nachdenken und noch mehr ein Nachfühlen über Leben und Sterben... eine Spurensuche nach Menschlichkeit in einer damals unmenschlichen Zeit." Mit diesen Worten charakterisiert der freie Journalist Tim Pröse die Lebenserinnerungen Hans-Erdmann Schönbecks und seine eigenen, durch die Erzählungen beeinflussten Überlegungen. Diese Differenzierung zieht sich durch das gesamte Buch und macht es zu einem informativen Zeugnis der letzten 80 Jahre, aber auch zu einer kritischen Analyse über die Bedeutung und den Missbrauch von Werten. Hans-Erdmann Schönbeck (geb. 1922), mit dem der Autor die im Buch veröffentlichten Gespräche führte, durchlebt in seinen Erinnerungen die behütete Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Gut in Schlesien, seine Schulzeit, die Einberufung als junger Offizier an die Ostfront (Sommer 1941), die in das verheerende kriegerische Wüten um Stalingrad mündet. Er entkommt schwerverwundet dieser Hölle, aber das grauenvolle Geschehen lässt ihn nie mehr los ("wir alle, die dabei waren, tragen große Schuld"). Nach langem Lazarettaufenthalt kommt er in Kontakt mit den Verschwörern des 20. Juli, was ihm jedoch nicht nachgewiesen werden kann. Die Wiederaufbaujahre bringen ihm einen rasanten beruflichen Aufstieg - vom Verkaufsleiter einer kleinen VW-Vertretung bis zum Vorstandsmitglied bei BMW und Präsidenten des Deutschen und Europäischen Automobilverbands. Auch im privaten Leben bezeichnet er sich selbst als "Hans im Glück", der viele besondere Glücksmomente erleben darf und der jetzt - mit fast 100 Jahren - loslassen kann und bereit ist zu sterben, denn "um wie viel schwerer wäre das Sterben in Stalingrad gewesen." Sollte in keiner Bücherei fehlen!
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Artikelbeschreibung

Hans-Erdmann Schönbeck lag mit schwersten Verletzungen und erblindet vor Stalingrad und hatte keine Hoffnung. Doch er wurde gerettet. Als einer der letzten wurde er aus der Hölle geflogen. Fast 80 Jahre später, mit knapp 100 Jahren Lebensweisheit, blickte Schönbeck gemeinsam mit Spiegel-Bestseller-Autor Tim Pröse zurück: Auf seinen inneren Widerstand gegen Hitler. Auf die verpasste Gelegenheit, ihn zu töten, als Schönbeck nach der Schlacht in Hitlers Nähe kommandiert wird. Ein paar Nächte schläft er auch neben Graf Stauffenbergs Bombe. All das beschäftigt ihn, doch es bricht ihn nicht. Er macht steile Karriere in der Automobilindustrie und bleibt voller Demut und Dankbarkeit, gerettet worden zu sein. Mit dem großen Wissen, was Freiheit und Diktatur wirklich bedeuten, spricht er in diesem Buch über alte und neue Werte. Und das, was uns Menschen zusammenhält. Ein einfühlsames Porträt und ein Appell an die Menschlichkeit von einem Jahrhundertleben.

»Ich war zwölf, als Stalingrad unterging. Die meisten schwiegen damals. Vieles wurde inzwischen vergessen. Nun, genau acht Jahrzehnte später, bricht dieses Buch mit dem Schweigen und Vergessen. Es erzählt von einem Geretteten. Von einem, der trotz aller Wunden heiter blieb. Der sich mit fast 100 allem stellt. Es hat mich erstaunt. Und sehr bewegt!« Mario Adorf

Ausstattung: Fotos im Text u. Bildteil

Produktsicherheit

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Anschrift: Neumarkter Straße 28
DE-81673 München
Kontakt: vertrieb.verlagsgruppe@randomhouse.de

Personeninformation

Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, ist Autor und freier Journalist (u. a. für den SPIEGEL) in München. Zwei seiner Bücher schafften es auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Für sein neustes Buch begleitete er eine junge Frau zwei Jahre lang auf ihrer Reise zurück ins Leben: "Doch noch ein neuer Tag. Wie Alexandra den Tod wählte und das Leben wiederfand".

Tim Pröse studierte Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie. Er war Reporter, Redakteur und Chefreporter, bekam den Katholischen Medienpreis.

Sein erstes Buch erschien 2016: »Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler« (FAZ: »Eines der berührendsten Bücher«). 2017 folgte »Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst«. 2018 »Samstagabendhelden« und 2019 »Mario Adorf. Zugabe!« (ZEITmagazin:»Ein feinfühliges Porträt«).

Sein Buch »Jan Fedder - Unsterblich« schaffte es 2021 aus dem Stand heraus bis nach oben. Darauf folgte 2022 ein weiterer Platz 1 mit: »... und nie kann ich vergessen« (heute journal: »Es lohnt sich zu lesen, für uns alle«). Ebenso 2022 erschien »Der Tag, der mein Leben veränderte« (stern: »Eine Sammlung, die man nicht mehr vergisst«). 2024 folgte: »Wir Kinder des 20. Juli. Gegen das Vergessen: Die Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler erzählen ihre Geschichte«.

Tim Pröse tourt mit bisher etwa 600 Lesungen durch Deutschland und war an mehr als 280 Schulen zu Gast mit seinen szenischen Vorträgen über Sophie Scholl, Oskar Schindler und Claus von Stauffenberg.

Pressestimmen

»Jetzt spricht er und er hat es aufgeschrieben. Und es lohnt sich zu lesen - für uns alle.« Christian Sievers im ZDF heute journal
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