Wir Kinder des 20. Juli

Gegen das Vergessen: Die Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler erzählen ihre Geschichte
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Buchprofile - Rezension
Leben mit dem Vermächtnis des 20. Juli 1944.
"Ja, ich werde ihn wiedersehen! Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie es passiert, aber ich glaube daran." Getragen von dieser Hoffnung erzählt Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (geb. 1934), ältester Sohn von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, wie er als Kind, Jugendlicher und Erwachsener die jahrelang spürbaren Konsequenzen aus dem Attentat, dessen Schlüsselfigur sein Vater war, ertragen sowie verarbeitet hat und wie sie ihn in seiner Persönlichkeitsentwicklung geformt haben. Mit diesem Gespräch leitet der Autor die Interviews mit 12 Kindern bzw. Enkeln der 200 Widerstandskämpfer ein, die am Abend des 20. Juli bzw. kurze Zeit danach hingerichtet wurden. Und ebenso sollten auch ihre Familien aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden, die Ehefrauen kamen in verschiedene Konzentrationslager, die Kinder wurden aus den Familien entfernt und nach Bad Sachsa in ein Heim verschleppt, wo sie keinerlei schulische Bildung erhielten und keinerlei Kommunikationsmöglichkeiten hatten. Durch die authentischen Schilderungen und Bekenntnisse der Söhne, Töchter und Enkel u.a. von Georg Alexander Hansen, Josef Wirmer, Helmuth James Graf von Moltke, Hans von Dohnanyi, Carl Goerdeler sowie durch die behutsamen Fragen gelingt es Pröse, ihre individuellen charakterlichen Ausformungen, Ängste und Verzweiflung, vor allem jedoch ihr Werteverständnis sichtbar zu machen, aber auch das Gemeinsame an Erinnerungen und Erfahrungen herauszustellen: Wie verkrafteten sie diese einschneidenden Erlebnisse? Konnten sie die Handlungsweise ihrer Väter verstehen oder billigen, wo sie doch in der jungen BRD als "Verräterkinder" beschimpft wurden? Welche Botschaft vermitteln gerade sie in unserer Zeit, in der rechtes Gedankengut wieder hoffähig ist und nationalistische Parteien enormen Zulauf haben? – Ein aufrüttelndes, wichtiges Buch! Gehört in jede Bücherei!
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Artikelbeschreibung

DIE LETZTEN STIMMEN DES WIDERSTANDS. EIN VERMÄCHTNIS

Am 20. Juli 1944 setzte Claus Graf von Stauffenberg ein Zeichen, das die Welt veränderte. An diesem Tag versuchte er, Hitler zu töten. Hunderte mutige Menschen aus dem Militär, Zivilleben, der Politik und Kirche gaben ihr Leben für diesen einen Tag. Hitler nahm damals blutige Rache. Fast alle Widerstandskämpfer ließ er grausam ermorden. Ihre Kinder wurden den Eltern entrissen: Sie sind die letzten Stimmen des Widerstands.SPIEGEL-Bestsellerautor Tim Pröse hat diese Töchter und Söhne besucht, begleitet und ihnen zugehört: Welche Erinnerungen haben sie geprägt? Und welche Botschaft haben sie für unser Heute, in dem sich die Demokratie in Deutschland erneut wehren muss gegen Kriege, Diktatoren und radikale Kräfte?Ein Buch über eine Vergangenheit, der wir uns jetzt stellen müssen. Denn das Gestern ist gegenwärtiger denn je.'Ich werde ihn bald wiedersehen.' So gedenkt Berthold Schenk Graf von Stauffenberg heute des Vaters, den er als Junge zum letzten Mal sah. Er und viele weitere Söhne und Töchter der Widerstandskämpfer des 20. Juli, so etwa Klaus von Dohnanyi, Carl Goerdeler, Helmtrud von Hagen, Helmuth Caspar Graf von Moltke und viele andere lassen ihre Erinnerungen, Ideale und Hoffnungen in Tim Pröses eindringlichen Porträts aufleben.'Ich habe ihn heiß geliebt. Und ich werde ihn bald wiedersehen ...' (Berthold Graf von Stauffenberg über seinen Vater Claus)'Sie sind mir sehr nahe, immer noch.' (Klaus von Dohnanyi über seinen Vater Hans und seinen Onkel Dietrich Bonhoeffer)'Was gerade geschieht in Deutschland, hätte beide sehr besorgt.' (Helmuth Caspar Graf von Moltke über seinen Vater James und seine Mutter Freya)

Ausstattung: mit Bildteil und Fotos im Buch

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Pressestimmen

»Man trifft einen zugewandten, für sein Thema brennenden Mann, der den Widerstand gegen das Nazi-Regime auf gewisse Weise persönlich nimmt.« Süddeutsche Zeitung
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