
Artikelbeschreibung
Marica Bodrozic schreibt über das Wunder der menschlichen Existenz und zeigt, wie Endlichkeit und Neubeginn eine Ethik der Zärtlichkeit freisetzen.Ein sonniger Klinikgarten, ein Liegestuhl vor dem Hospiz - und die Erkenntnis: Die Autorität des Todes ist die Autorität des Lebens. Als die Autorin eine Diagnose bekommt, die ihren baldigen Tod bedeuten könnte, betritt sie einen »Zwischenraum«, jene Zone, in der die Zeit zwei Takte hat, den des Körpers und den des Bewusstseins. Aus dieser Grenzerfahrung heraus beschreibt sie, wie Sterblichkeit die Wahrnehmung schärft und Freiheit ermöglicht. Sie vollzieht die Denkbewegungen großer Philosophen und Schriftstellerinnen nach und fragt, was von uns bleibt, wenn alles Überflüssige abfällt. Ein literarisch-philosophischer Essay über Sterblichkeit als Schule des Sehens - und darüber, wie uns das Leben, das uns bleibt, intensiver, wahrhaftiger, freier werden lässt.
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Personeninformation
Marica Bodrozic wurde 1973 im Hinterland von Split in Dalmatien geboren. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über siebzehn Sprachen übersetzt wurden. Dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Walter-Hasenclever-Preis und dem Manès-Sperber-Literaturpreis. Zuletzt erschien von ihr 2024 der Roman "Das Herzflorett". Marica Bodrozic lebt mit ihrer Familie als freie Schriftstellerin in Berlin und in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern.
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