Wohnen

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Buchprofile - Rezension
Ein kluger und berührender Essay über das Thema „Wohnen“.
Die Reihe „Leben“ des Hanser Verlags beschäftigt sich mit zehn wichtigen Themen des Lebens. Nach Schlafen, Altern, Lieben und Streiten schreibt Doris Dörrie im aktuellen Band über das Wohnen. Sie erinnert sich an das Haus ihrer Kindheit. Das Elternhaus ihres Vaters wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus Trümmern wieder aufgebaut. Als einzige von vier Schwestern hat sie ein eigenes Zimmer, das sie schon früh als Rückzugsort genutzt hat. Sie beschreibt die Küche als Reich der Mutter, die dreimal am Tag auf gemeinsamen Mahlzeiten bestand, obwohl sie nie gerne gekocht hat. Einen Raum für sich hat die Mutter nie besessen. In ihrer Erinnerung wandert Dörrie durch viele Räume, die sie bewohnt und besucht hat. In den USA kommt sie als junge Frau wegen Geldmangels in einem Obdachlosenheim unter und besichtigt an den Wochenenden Villen, die zum Verkauf stehen, und stellt sich ein Leben in diesen Räumen vor. Sie sucht in allen Häusern nach dem Zimmer der Frau. Als sie mit ihrer Tochter schwanger ist, kauft sie sich mit ihrem Mann ein altes Bauernhaus in Bayern. Dörrie erzählt von persönlichen Räumen, von inneren und äußeren Räumen sowie der politischen Bedeutung des Wohnens. Welche Räume haben uns geprägt? Was braucht es, damit wir uns „zu Hause“ fühlen? Sehr empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Doris Dörrie, die gefeierte Filmemacherin und Autorin, erzählt ihr Leben als Wohnende und fragt, wie und mit wem wir wohnen wollen - eine unendliche Vielfalt des Wohnens tut sich auf.Doris Dörrie ist eine Wohnende wider Willen. Nie wollte sie sich niederlassen, fest einrichten, Wurzeln schlagen, aber wie andere wohnen, hat sie immer schon fasziniert. In Kalifornien geht sie zu Hausbesichtigungen, nur um sich andere Leben in anderen Räumen auszumalen. Auf ihren unzähligen Reisen nach Japan, Mexiko, Marokko, Amerika und Südeuropa sieht sie, wie eng das Wohnen an die jeweilige Kultur geknüpft ist. Und bei ihrer Arbeit als Filmemacherin wird sie zur Expertin für das Erschaffen künstlicher Wohnwelten. Doch während sie ihr eigenes Elternhaus beschreibt, die Studentenbuden, Wohngemeinschaften und das versuchsweise Leben auf dem Land, drängt sich ihr eine Frage immer wieder auf: Wo ist eigentlich in all diesen Häusern und Wohnungen der Raum für die Frauen geblieben? Könnte es etwa sein, dass aus der Hausfrau nur eine Frau im Haus mit anderen geworden ist? Doris Dörrie ist fest entschlossen: Sie will ihre ganz eigene Art des Wohnens finden.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Vilshofener Straße 10
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in den USA, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen und besuchte die Filmhochschule in München. Parallel zu ihrer Filmarbeit (u. a. "Mitten ins Herz", "Männer", "Kirschblüten - Hanami", "Grüße aus Fukushima") veröffentlichte sie Kinderbücher, Kurzgeschichten, Romane (u.a. "Das blaue Kleid", "Diebe und Vampire"), ein Buch über das Schreiben ("Leben, schreiben, atmen") und Autofiktion (u.a. "Die Heldin reist", "Die Reisgöttin"). Sie lebt in München.

Pressestimmen

»Aufs Wohnen schaut sie wie ein Herumtreiberin, die durch Fenster in fremde Zimmer sieht und sich denkt: Aha, interessant.« Florentin Schumacher, Die Zeit, 29.11.25 »Eine persönliche Geschichte über die Vielfalt des Wohnens in der ganzen Welt.« Die finanzielle, 01/2026 »Ihr Buch über das Wohnen ist nebenbei ein Selbstporträt, eine zweite, unausdrückliche Autobiografie. Das Buch setzt nun fort, was sie mit den Ausstattern ihrer Filme immer schon gemacht hat: Räume und Menschen zusammenzudenken. In dem Buch macht sie sich selbst zur Protagonistin, als Individuum, aber als typisches.« Bert Rebhandl, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.04.25 »Klug, persönlich und zugleich politisch und immer ein bisschen ironisch erzählt Doris Dörrie ihre Kulturgeschichte des Wohnens.« Nicole Strecker, WDR Westart, 21.07.25 »Es geht in 'Wohnen' um die Frage nach Heimat und Entwurzelung... Das Buch regt zum Denken an, erst recht, wenn man es in den Ferien liest, fernab von zu Hause. Man wird, wieder daheim angekommen, womöglich aus einem neuen Winkel auf die eigenen vier Wände schauen.« Lea Hagmann, NZZ Bellevue, 15.07.25 »Doris Dörrie hat eine hinreißende Autobiografie der eigenen vier Wände geschrieben, von Hannover über Los Angeles bis nach Japan. Sie erzählt von Erinnerungen und Prägungen - und von Träumen.« Christoph Amend, ZEIT-Newsletter "Was für ein Tag", 30.04.25 »Wie man hier erfährt, hat Doris Dörrie mehr Ahnung von Häusern und Einrichtungen und was diese über ihre Bewohner erzählen - ob als Inszenierung oder freiwillig - als manch ein hoch bezahlter Innenarchitekt.« Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.25 »Wahnsinnig schön geschrieben, sehr anschaulich, nah, warm und eigentlich eine verkappte Autobiographie.« Alexander Cammann, ZEIT-Podcast "Was liest du gerade?", 17.05.2025 »Doris Dörrie hat einen sehr persönlichen, autobiografischen Text verfasst... Für Dörrie-Fans ist das Buch ein wahres Fest der Indiskretion.« Nina Funk, SWR lesenswert, 10.9.25 »Ihre Überlegungen zum Wohnen sind Gedanken übers Leben.« Lothar Schröder, Rheinische Post, 05.05.25 »Spielerisch lässt sich Doris Dörrie durchs Thema treiben.« Jens Büchsenmann, NDR Kultur, 22.04.25 »Es ist eine Freude, wie unangestrengt Dörrie von anstrengenden Idealvorstellungen, identitätsstiftenden Behausungen und einschränkenden vier Wänden erzählt.« Stefanie Jaksch, Buchkultur, 11.04.25 »Wohnen von Doris Dörrie liest sich wie die Biografie über die Filmemacherin und Schriftstellerin. Das ist es, was mir an diesem Buch so gut gefällt, dass sie über die Räume und Orte, die sie besucht hat, ihr Leben erzählt und es immer wieder Brücken und Verbindungen zu ihren Filmen gibt.« Nicole Köster, Südwestrundfunk, 09.04.25
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