Erinnerungen an Petersburg

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Buchprofile - Rezension
Kindheits- und Jugenderinnerungen des russischen Nobelpreisträgers (1940-1996) an seine Heimatstadt.
Der Nobelpreisträger von 1987 hat von seiner Geburt bis zu seiner Ausweisung 1972 in Leningrad gelebt. In seinen Erinnerungen, 1986 auf Englisch erschienen, beschreibt er seine Kindheits- und Jugendjahre in seiner Heimatstadt. Im Mittelpunkt stehen nicht so sehr die Erfahrungen mit fünf Jahren im Gefängnis oder mit den ersten Schreibversuchen, sondern v.a. seine Beziehungen zu den Eltern und die ärmlichen häuslichen Verhältnisse. Die ungeliebte Schule, die er mit 15 Jahren verlassen hat, die schönste Wohnung seines Lebens, die er sich auf zehn Quadratmetern eingerichtet hat, und seine Heimatstadt mit ihren schönen Straßen bilden den Rahmen um diese beiden Menschen herum, die ihm lieb waren und die er nach seiner Exilierung nie mehr gesehen hat. - Wer Brodskys Bücher kennt, wird mit diesem Erinnerungsbändchen (illustriert mit Schwarzweißfotos von Barbara Klemm mit Motiven aus Petersburg) seine Freude haben.
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Personeninformation

Joseph Brodsky, 1940 in Leningrad geboren, wurde nach einem Prozess wegen "Parasitentums" und fünfjähriger Zwangsarbeit 1972 aus der Sowjetunion ausgebürgert. Mit Hilfe des Dichters W. H. Auden emigirierte er in die USA, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1996 lebte. 1987 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Im Hanser Verlag erschien 2006 Brief in die Oase, eine umfangreiche und repräsentative Auswahl aus Brodskys dichterischem Werk.

Pressestimmen

"Über das Leben der Menschen in dieser "vom Schicksal gezeichneten Stadt" hat wohl kein anderer Schriftsteller so anschaulich berichtet wie Joseph Brodsky." Peter Schütt, Süddeutsche Zeitung, 05.07.94
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