Lasst uns tanzen und Champagner trinken - trotz alledem!

Isadora Duncan. Eine Biografie
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Buchprofile - Rezension
Vorkämpferin für eine völlig neue Tanzkunst: die Tänzerin Isadora Duncan (1877–1927).
Die Amerikanerin Isadora Duncan (1877–1927) eroberte in der Hochzeit der klassischen Moderne die Bühnen der Welt. Sie war eine Vorkämpferin für eine völlig neue Tanzkunst. In Europa, wo das herkömmliche Ballett bereits zu erodieren begann, empfing man sie mit offenen Armen. Duncan machte als Solotänzerin eine beispiellose Karriere - ebenso als Liebhaberin zahlreicher berühmter Männer. Ihre Auftritte hypnotisierten das Publikum, sie tanzte als Erste barfuß und in losem Gewand, Orientierung auf Natürlichkeit und antikes Griechentum verbindend. Duncan verlor drei Kinder, erlebte eine wechselhafte Bühnenkarriere und kam zu Tode, als sich ihr Schal während einer Fahrt mit einem Oldtimer in einem der Räder verfing. - Ihre Biografin Michaela Karl zeichnet dieses Leben mit vielen Anekdoten und noch mehr Exkursen zum kultur- und zeitgeschichtlichen Horizont nach - allerdings ohne dabei recht die Begeisterung und die Psychologie ihrer Figur zu treffen. Eher nüchtern und mit Detailverliebtheit gestaltet Karl somit eine lesbare, aber über den Kreis der Duncan-Fans hinaus kaum berührende Lebensgeschichte. Sprengkraft, Wirkung und Leid dieses Schicksals einer Ikone der Moderne, deren Leben längst schon zur Graphic Novel verarbeitet wurde, bleiben blass, da der Fokus des Erzählens ganz auf den Lebensbericht liegt. Das ist für Liebhaber von Frauenbiografien sehr zu empfehlen, für eine Darstellung der Persönlichkeit und Ausstrahlung dieser Frau und ihrer Kunst wäre eine stärker auf Schwerpunkte setzende Gliederung und packendere Erzählperspektive wünschenswert. Jüngst haben Barbara Sichtermann und Ingo Rose dies mit Ihrer Isadora Duncan Biografie gezeigt. - Den Beständen mit Biografie-Schwerpunkt sei das Buch von Michaela Karl empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Von der Autorin des Bestsellers "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber"

Sie war der erste weibliche Superstar des 20. Jahrhunderts - kompromisslos und radikal. Die Tänzerin Isadora Duncan (1877 - 1927) war eine champagnertrinkende Rebellin mit Hang zum großen Drama und den falschen Männern. Ihrer Zeit stets ein Stück weit voraus, lebte sie eine Freiheit, die für Frauen bis dato undenkbar schien. Mit ihrer Kunst begeisterte sie die Massen. Auguste Rodin hielt sie für die bedeutendste Frau, der er je begegnet war, und es hieß, man müsse Isadora Duncan tanzen gesehen haben, um glücklich sterben zu können. Doch bei all ihrem Ruhm war die göttliche Isadora auch die Königin des Scheiterns, des Aufstehens und des Überlebens größter Katastrophen und Tragödien. Mit ungebrochener Leidenschaft für das Leben und einem schier unerschütterlichen Humor bot sie einem grausamen Schicksal die Stirn. Michaela Karl macht aus einem hollywoodreifen Leben eine fesselnde Biografie, detailreich und aktuell. Ein großes Lesevergnügen.

Ausstattung: 8 Seiten s/w-Bildteil

Produktsicherheit

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
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Personeninformation

Michaela Karl, geboren 1971, promovierte 2001 an der FU Berlin mit einer Arbeit über Rudi Dutschke. Ihre Biografien über Dorothy Parker, Zelda und F. Scott Fitzgerald, Unity Mitford, Bonnie & Clyde, Maeve Brennan und Isadora Duncan wurden vom Publikum geliebt und von der Presse hochgelobt. Michaela Karl ist Mitglied der Münchner Turmschreiber. 2020 erhielt sie den Kulturpreis Bayern, 2022 wurde sie mit dem Bayerischen Poetentaler ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Doch ihre Erzählung verliert sich nie in Details. Sie verbindet sie so gekonnt mit den Berichten und Zitaten von und über die frühe Rebellin, mit ihren Verrücktheiten, Abstürzen, ihrem ständigen Aufrappeln und Trotzdem-Tanzen, dass man schließlich noch atemlos aus diesem besonderen Buch stolpert, genauso plötzlich und zu früh wie die Duncan aus dem Leben.« Katharina Kluin, Stern
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