Kümmern und Kämpfen

Warum Geschlechtergerechtigkeit in Erziehung und Familie uns alle freier macht
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Buchprofile - Rezension
Geschlechtergerechtigkeit beginnt in der Familie und ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratie.
Von wirklicher Geschlechtergerechtigkeit ist unsere Gesellschaft noch weit entfernt. Die Manifestation in eine einschränkende geschlechtergetrennte Welt beginnt oft vor der Geburt: Schon dem Ungeborenen werden geschlechtsspezifische Attribute zugeordnet. Und dann ist da noch die Frage, was dieses Geschlecht überhaupt zuordnet, denn z.B. ein Penis heißt noch nicht, dass die Person sich männlich fühlt. Die geschlechtergetrennte, ungleiche Welt beginnt in der Familie. Und hier liegt auch die große Chance: Denn wenn die Erziehenden von Rollenzuschreibungen und Stereotypen wissen und sie im Alltag erkennen, können sie durch ihre Haltung und Erziehung die Familie zu einem geschlechtergerechten Raum machen, in dem Jungen, Mädchen und alle anderen gleich viel Wert sind und die gleichen Entfaltungsmöglichkeiten haben. Und so eine Gesellschaft ist gleichzeitig der beste Schutz für die Demokratie und vor Extremismus. - Anne Waak hat hier ein augenöffnendes Buch geschrieben, das (zukünftigen) Eltern und allen anderen Menschen wichtige Denkanstöße gibt. Gern ab mittleren Beständen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Frauen verdienen in Deutschland monatlich über 1.200 Euro weniger als Männer und bekommen nur knapp halb so viel Rente. Mit der Hausarbeit hingegen verbringen sie auch ohne Kinder ein Drittel mehr Zeit als ihre Partner, während Männer höheren Raten an Sucht- und psychischen Erkrankungen sowie einer geringeren Lebenserwartung entgegensehen. Alle drei Tage stirbt eine Frau durch männliche Gewalt. Von Gendergerechtigkeit kann also trotz aller Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte keine Rede sein. Wie auch, scheint doch schon die Welt der Kinder in zwei Teile zu zerfallen: rosa und blau, lieb und wild, fürsorglich und kompetitiv. Diese Zweiteilung zementiert herrschende Ungerechtigkeiten und beraubt die Frauen und Männer von morgen ganz konkreter Gestaltungsmöglichkeiten für das eigene Leben. Die Kulturjournalistin Anne Waak analysiert, wie zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule toxische Männlichkeits- und Weiblichkeitskulturen (re-)produziert werden, und formuliert ein lebensnahes und undogmatisches Plädoyer an alle Sorgetragenden: Nur wenn wir unsere Kinder zu Feminst*innen erziehen, werden wir Gender Pay Gap, männliche Selbstzerstörung, Gewalt an Frauen überwinden, werden wir unsere Gesellschaft von den hohen Kosten des Patriarchats befreien können.'Die eigenen Kinder werden einem mal dankbar sein, dass man Bücher wie dieses gelesen hat.' - Spiegel Online

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»Die eigenen Kinder werden einem mal dankbar sein, dass man Bücher wie dieses gelesen hat.« Der Spiegel Online
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