Letzte Gespräche

Mit Peter Seewald
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Buchprofile - Rezension
Eine Lebensbilanz des emeritierten Papstes.
Eines gleich vorweg: spektakuläre Enthüllungen, etwa über Intrigen und Missstände im Vatikan oder auch über die Auseinandersetzungen unter Theologen, wird man im letzten Interviewband mit Papst Benedikt XVI. nicht finden. Das liegt zum einen wohl ganz einfach daran, dass diese Gespräche des Journalisten Peter Seewald mit dem emeritierten Heiligen Vater als Grundlage einer Biografie gedacht waren und somit den ganzen Lebensweg des Joseph Ratzinger zum Inhalt haben, nicht nur die Jahre des Papstamtes. Zum anderen merkt man den Gesprächen aber auch an, dass Benedikt XVI. nach seinem Rücktritt innerlich tatsächlich weitgehend mit dem Papstamt abgeschlossen hat. Die Fragen auf den ersten Seiten des Buches beziehen sich zwar noch ganz auf den doch sehr unerwarteten Rücktritt des Papstes 2013 und die Gründe dafür und am Schluss der Lebensbetrachtung kommt natürlich unweigerlich auch das Pontifikat von Benedikt XVI. in seinen Grundzügen zur Sprache - aber insgesamt blickt der emeritierte Papst doch eher auf sein Leben als ganzes zurück, zieht als 89-Jähriger mehr eine Lebensbilanz als eine Bewertung seiner Amtszeit. Sicher, gefragt nach den entsprechenden medienwirksamen Themen, etwa zur Williamson-Affäre, dem Missbrauchsskandal oder der Freiburger Rede von der Entweltlichung, gibt Benedikt XVI. nach wie vor bereitwillig Antwort - wesentlich Neues erfährt man dabei allerdings nicht. Man bekommt den Eindruck, dass der ehemalige Papst im Wesentlichen mit sich im Reinen ist, auch wenn er sich klar dazu bekennt, dass er sich seiner Schwächen und eines gewissen Ungenügens angesichts der gewaltigen Aufgabe durchaus bewusst ist und immer auch war. Und doch wird man immer wieder einmal bei der Lektüre überrascht, wenn sich an ganz unerwarteter Stelle einmal ein neuer Einblick in die Sichtweise des Theologenpapstes auftut. Bezeichnend ist etwa, dass Benedikt XVI. die Frage, ob auch er die "dunklen Nächte" der Anfechtung und des Zweifels kenne, wie viele Heilige sie beschreiben, verneint - das aber nicht als Zeichen besonderer Glaubensfestigkeit sieht, sondern vermutet, dazu "vielleicht auch nicht heilig genug" zu sein. Kein Buch der spektakulären Enthüllungen also, aber doch ein lesenswertes Gespräch über den Lebensrückblick von Benedikt XVI.
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Es ist eine Mischung aus Erklärungen und Geständnissen - und eine kleine Sensation.Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

Artikelbeschreibung

Erstmals in der Geschichte des Christentums: Ein Papst zieht die Bilanz seiner Amtszeit

In den Gesprächen, die Papst Benedikt XVI. mit dem Journalisten Peter Seewald kurz vor und nach seinem Rücktritt geführt hat, blicken sie auf das Pontifikat des deutschen Papstes zurück. Nie zuvor hat Benedikt XVI. so offen über die Hintergründe seiner überraschenden Demission und die Erneuerung des Glaubens als das große Thema seines Pontifikats gesprochen, aber auch über kontroverse Themen seiner Amtszeit, etwa das Verhältnis zu Juden und Muslimen/Islam, Vatileaks oder die Affäre um die Piusbruderschaft. Und nie zuvor hat dieser Papst so persönlich über seinen Zugang zum Glauben, die gegenwärtigen Herausforderungen für das Christentum und die Zukunft der Kirche Auskunft gegeben. Seine Erinnerungen an die Familie, an wichtige Weggefährten und prägende Ereignisse seines Lebens unterstreichen den besonderen Charakter dieses Buches. Nach den Interviewbüchern "Salz der Erde", "Gott und die Welt" und "Licht der Welt", die Benedikt XVI./Joseph Ratzinger und Peter Seewald veröffentlicht haben und die allesamt Bestseller waren, sind die "Letzten Gespräche" das Vermächtnis des deutschen Papstes, einem der bedeutendsten Denker und Theologen unserer Zeit. Er hat acht Jahre lang die Geschicke des Vatikan geleitet und als Pontifex Maximus an der Spitze der katholischen Kirche mit ihren 1,3 Milliarden Mitgliedern bedeutende Wegmarkierungen gesetzt und wichtige Impulse für die Kirche des 3. Jahrtausends gegeben.

Über den Bestseller "Licht der Welt" notierte die "Süddeutsche Zeitung": "Seewalds Interviewbuch mit dem Papst ist selbstverständlich eine Sensation: So ausführlich hat noch nie ein Papst Rede und Antwort gestanden" (SZ, 20.12.2010).

Benedikt XVI., 1927 als Joseph Ratzinger geboren, war Professor für Theologie, Erzbischof von München und Freising (1977-1982) und Präfekt der Glaubenskongregation (1982-2005), bevor er im Konklave 2005 zum Papst gewählt wurde; 2013 überraschte er die Welt mit seinem Rücktritt.
Peter Seewald, Jahrgang 1954, arbeitete als Journalist für den SPIEGEL, den STERN und das Magazin der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Er gilt heute als einer der erfolgreichsten religiösen Autoren Deutschlands. Seine bekanntesten Bücher sind neben "Salz der Erde", "Gott und die Welt" und "Licht der Welt" die Werke "Jesus Christus. Die Biografie" und "Gott ohne Volk?" (zus. mit Bischof Stefan Oster).

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Pressestimmen

"Das Buch aber ist vor allem ein bewegendes menschliches Zeugnis - mit der offenen und ehrlichen Selbstauskunft eines katholischen Oberhauptes, die es so in der langen Geschichte der Kirche noch nicht gegeben hat." Rheinische Post 20160915
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