Disruption

Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen
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Buchprofile - Rezension
Wie einige Tech-Milliardäre zu einer politischen Macht wurden, die unsere Demokratie zerstören möchte.
Was passiert, wenn eine radikal tech-first orientierte Denkweise auf eine aktiv-zerstörerische politische Schöpfungskraft trifft? Nichts weniger als die Finis Democratiae. Die aufgestellte These des Digitalexperten der SZ Daniel Brühl: Eine kleine Anzahl sogenannter Tech-Oligarchen – um mit Elon Musk, Alex Karp, Peter Thiel und Mark Zuckerberg nur einige zu nennen – soll mittels unerschöpflicher finanzieller Möglichkeiten und dem Zugang zu den wichtigsten politischen Entscheidungsträgern in den USA gepaart mit einem disruptiven Denkansatz die demokratische Grundfeste in den Vereinigten Staaten und letztlich weltweit erschüttern. Unter Disruption verstünden sie die kreative Zerstörung althergebrachter Strukturen und Systeme mittels radikal-wirtschaftsinnovativer Ansätze. Zum unvorstellbaren Glück hätten sie in dem politischen Chef-Disruptor Donald Trump ihren machtpolitischen Seelenverwandten gefunden, mit dem sie ihre sui generis angestammte rein ökonomische Sphäre hätten verlassen können. Nun würden sich Musk & Co. endlich dem System widmen können, welches das vermeintliche Heilsbild ihrer tech-normativ geprägten Vision ist: Ein globaler Ort, in dem der von entbürokratisierten Regeln, schwachen Sanktionen und maximal wirtschaftsliberalen Gesetzen entfesselte, heilsbringende, visionäre Tech-Lifestyle dominiert. – Das Buch empfiehlt sich für alle, die eine gut strukturierte Einführung in die fundamentalradikale Obsession der wichtigsten Tech-Wirtschafsführer erhalten wollen (und wie deren Bestrebungen entgegnet werden könnte) und die krakenhafte Ausbreitung der Abhängigkeiten von der Technologie der sogenannten Tech-Oligarchen verstehen wollen. „Disruption“ verzichtet dankenswerterweise auf zu technologielastige Termini und ist somit dem allgemeingebildeten Leser zugänglich.
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Artikelbeschreibung

Ein Jahr Trump II: Wie die Tech-Milliardäre unsere Demokratie zerstören und warum digitale Souveränität so wichtig ist

Man muss die Tech-Oligarchen des Silicon Valley als Avantgarde verstehen. Eine Handvoll Männer mit Milliardenvermögen, futuristischer Technologie und einer Vorliebe für Science-Fiction sieht sich berufen, die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen. Und hat sich hinter einem Mann versammelt, der diese Ideen durchsetzen kann: Donald Trump.

Peter Thiel, Mark Zuckerberg, Alex Karp und Marc Andreessen: Um Trump herum formierte sich seit 2024 eine Oligarchie, wie sie die westliche Welt noch nicht gesehen hat. Die reichsten Menschen des Planeten verbünden sich mit dem mächtigsten Menschen. Dieses Buch handelt davon, wie die Oligarchen von einer Wirtschaftsmacht zur politischen Macht wurden. Wie sie die Revolution von oben planten. Und was von unserer Welt noch übrig bleibt, wenn sie ihre gefährlichen Pläne durchsetzen.

Der Digitalexperte der Süddeutschen Zeitung, Jannis Brühl, erklärt den Schwenk der US-amerikanischen Tech-Elite nach rechts und analysiert umfassend ihre unheilvolle Agenda. Zum Einjährigen von Trumps Inauguration zieht Brühl Bilanz und zeigt, wie wir in Europa Resilienz gegen die Bedrohung unserer Demokratie aufbauen.

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Personeninformation

Jannis Brühl, geboren in Nürnberg, ist einer von Deutschlands führenden Digitaljournalisten und leitet das Team Geld & Tech der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Politik und Amerikanistik in Erlangen und Portland, Oregon. In New York City war er Arthur-F.-Burns-Stipendiat in der Redaktion der Investigativplattform ProPublica. Er ist als Moderator und Speaker tätig und berichtet seit mehr als zehn Jahren für die SZ über Big Tech, vor allem über die Disruptionen aus dem Silicon Valley und ihre Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft.

Pressestimmen

»Auch wenn die digitale Souveränität bereits in aller Munde ist, ist Jannis Brühls lehrreiches Buch das beste Argument dafür, hier endlich an Tempo zuzulegen.« Deutschlandfunk Kultur "Studio 9"

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