Die Entstehung des Christentums

Band 2951
Von den Anfängen bis zu Konstantin dem Großen
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Buchprofile - Rezension
Wie und weshalb sich der christliche Glaube in der Antike ausbreiten konnte.
Die Entstehung des Christentums von den Anfängen bis zu Konstantin dem Großen einem breiten Publikum lesbar zu schildern, ist wahrlich eine Herausforderung. Das klar gegliederte Buch des Neutestamentlers Jens Schröter schafft dieses Kunststück. Als Leitfrage formuliert der Autor: Wie entstand der Glaube an Jesus Christus und wie wurde er in der jüdischen und griechisch-römischen Antike gelebt? Die Ausbreitung des christlichen Glaubens von kleinen Gemeinden zu einer Akzeptanz in der Welt der Griechen und Römer wurde durch die Offenheit des christlichen Glaubens für alle Menschen entscheidend gefördert. Eine weitere zentrale Frage war das Verhältnis zwischen christlichem und jüdischem Glauben, das grundlegend für die Entstehung des Christentums werden sollte. Der Autor beschreibt den gemeinsamen Schriftenbestand, der Judentum und Christentum verbindet, aber auch unterschiedlich interpretiert wurde. Das umfangreiche dritte Kapitel befasst sich mit den Problemen des christlichen Glaubens in einer nichtchristlichen Gesellschaft. Der Autor vergleicht am Beispiel der Sexualität, Ehe und Familie, der Sklaverei und der Stellung der Frau die frühchristlichen Positionen mit der Einstellung der Mehrheitsgesellschaft. Die christliche Ansicht der Unauflöslichkeit der Ehe entsprach nicht der Praxis im Judentum und in der römischen Gesellschaft. Andererseits stellten die frühen Christen die Sklaverei nicht grundsätzlich in Frage, sondern setzten sich für einen christlichen Umgang mit den Abhängigen ein. Trotz aller Bereitschaft der frühen christlichen Gemeinschaften, sich der Lebenspraxis im römischen Staat anzugleichen, führte v.a. die Weigerung, andere Götter oder den Kaiser zu verehren, zu blutigen Verfolgungen, die erst zu Beginn des 4. Jh. ein Ende fanden. Wer sich auf knappem Raum, aber inhaltlich sehr breit, über die Anfänge des christlichen Glaubens informieren möchte, dem sei dieses Bändchen unbedingt empfohlen. Auch für kleine Bestände geeignet.
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Artikelbeschreibung

Die neue Geschichte des frühen Christentums

Als Jesus am Kreuz starb, gab es noch kein Christentum. Erst allmählich entstanden im Judentum und darüber hinaus Gemeinschaften, die glaubten, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Diese Christusgläubigen bildeten eigene religiöse und ethische Überzeugungen aus, die sich in den ersten drei Jahrhunderten im Römischen Reich weit verbreiteten. Jens Schröter beschreibt, wie aus der Vielzahl an christlichen Gemeinden mit je eigenen Glaubensweisen, Lebensformen, Ritualen und Texten eine christliche Kirche entstand, die nicht alle Spielarten christlichen Glaubens und Lebens in sich aufnahm, aber doch eine große Vielfalt integrierte. Mit seinem anschaulich geschriebenen Buch liegt eine neue Geschichte des frühen Christentums auf dem neuesten Forschungsstand vor.

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Personeninformation

JENS SCHRÖTER ist Professor für Neues Testament und antike christliche Apokryphen an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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