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Wie wir mit Gemeinsinn globale Krisen bewältigen
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Buchprofile - Rezension
Populärwissenschaftliche Erkundungen über den Menschen als soziales Wesen und Wege zu gemeinsamen positiven Veränderungen.
Ermutigung zum Handeln statt Ohnmachtsgefühl: Der Wissenschaftsredakteur geht davon aus, dass der enorme Druck der gleichzeitigen globalen Krisen die Kräfte zu deren Bewältigung freisetzen wird. Dabei stützt er sich auf Studien und Erkenntnisse, die zeigen, dass Gemeinsinn im Menschen wesenhaft angelegt ist. Ob diese soziale Fähigkeit allerdings zum Wohle aller die Oberhand gewinnt oder gar für Polarisierung und Abschottung missbraucht wird, hängt von verschiedenen Rahmenbedingungen ab. Welche psychologischen Muster dabei eine Rolle spielen und warum der Einzelne durchaus mehr Einfluss auf sein Umfeld und letztlich sogar auf gesellschaftliche Entwicklungen haben kann als gemeinhin angenommen, legt der Autor anschaulich und anhand von Beispielen dar. Eine christlich geprägte Leserschaft mag darin eine zeitgenössische Bestätigung der Gleichnisse von Senfkorn und Sauerteig sehen. Schnabel bietet zwar keine Patentlösungen für die gegenwärtigen globalen Krisen, liefert aber allgemein anwendbare Strategien für das persönliche Handeln und reißt einige konkrete gesellschaftspolitische Vorschläge an. Basis ist gerade nicht das Zusammenrücken Gleichgesinnter oder das Zurückdrängen von Individualität zugunsten der Gemeinschaft, sondern eine "Wertschätzung all unserer Differenzen" (S. 50), die es auszuhalten und auszubalancieren gilt. - Aufschlussreiche, flüssig zu lesende und motivierende Lektüre; für alle Bestände nachdrücklich empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Gemeinsinn - die Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts

Klimawandel, Pandemien und Verschwörungsdenken stellen unsere Gesellschaft vor eine enorme Zerreißprobe. Um sie zu meistern, braucht es nicht mehr Technik oder Wettbewerb, sondern die Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts: Gemeinsinn. Diese vergessene Tugend ist in uns allen angelegt, wie sich in psychologischen Experimenten oder dem Beispiel von Stammesvölkern zeigt. Doch es braucht den richtigen politischen Rahmen, um sie wieder zu stärken. Bestseller-Autor Ulrich Schnabel verwebt Erkenntnisse aus Anthropologie und Sozialpsychologie, Ökologie und Ökonomie - und zeigt, warum Gemeinschaft Leben verlängert, wie Kooperation gelingt und warum individuelle Freiheit nur in Gesellschaften gedeihen kann, die einen gemeinsamen Konsens finden.

"Ulrich Schnabel ist ein großer Wurf gelungen - berührend und klug, analytisch und anschaulich liefert er Antworten auf die Zukunftsfrage der Menschheit: Wie gelingt die kollektive Krisenbewältigung im Geist der Freiheit und wie die Kooperation ohne Zwang?" Bernhard Pörksen, Autor von »Die Kunst des Miteinander-Redens«

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Personeninformation

Ulrich Schnabel, geboren 1962, arbeitet seit vielen Jahren für DIE ZEIT als Wissenschaftsredakteur. Er studierte Physik und Publizistik in Karlsruhe und Berlin und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet; etwa mit dem »Georg von Holtzbrinck-Preis« für Wissenschaftsjournalismus und dem »Werner und Inge Grüter-Preis« für Wissenschaftsvermittlung. Sein Buch »Die Vermessung des Glaubens« wurde als »Wissenschaftsbuch des Jahres 2009« prämiert. Weitere Bücher wie »Muße. Vom Glück des Nichtstuns« (2010) oder »Zuversicht. Die Kraft der inneren Freiheit« (2018) wurden Best- und Longseller. Der Autor lebt mit seiner Familie in Hamburg. 

Pressestimmen

»Der 'Zeit'-Journalist Ulrich Schnabel schreibt ein anregendes Buch über die Kraft, die im Gemeinsinn liegt und umschifft dabei manche Plattitüden.« Saarbrücker Zeitung 20230209
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