Die rote Jawa

Band 3
Ein alter Fall von Kriminaldirektor a.D. Manz
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Buchprofile - Rezension
Einen späteren Kriminalpolizisten faszinierte in seiner Jugend ein Fall von Brandstiftung in einem kleinen mecklenburgischen Dorf.
Manz, ein seit einigen Jahren pensionierter Kriminaldirektor, befindet sich mitten in den Vorbereitungen für das alljährliche Familientreffen an Weihnachten. Die entsprechenden Abläufe haben ihre Tradition. So ist es nicht verwunderlich, dass Manz sich zurückzuerinnern beginnt. Seltsamerweise taucht dabei aber ein Ereignis auf, das viel mit Onkel Jochen, wenig aber mit Weihnachten zu tun hat. Als Sechzehnjährigen bringt der Lebensgefährte seiner Mutter ihn im August 1961 nach Klein Glevitz in Mecklenburg. Dort darf er eine Art Praktikum bei der Freiwilligen Feuerwehr machen. Kaum angekommen, brennt ein Hof nieder. Augenscheinlich Brandstiftung. Zwei Tote! Da der Kommandant, Ragnar Johannson, gleichzeitig Ortspolizist ist, wird der junge Manz Teil der Ermittlungen und verbeißt sich geradezu in den Fall. Er sucht nach möglichen Hintergründen für die Gewalttat, stellt so schlaue Fragen, dass sie Ragnar verblüffen und den Kommissar aus der nahen Kreisstadt zunehmend in Rage versetzen. Da die beiden minderjährigen Töchter während des Brandes nicht im Haus waren, sind sie der Tat verdächtig. Manz hingegen tut eine neue Spur auf, die durchaus schlüssig zu sein scheint. Mitten in diesen Überlegungen wird er von Onkel Jochen abgeholt. Der hat Hinweise, dass die DDR eine Mauer bauen und den Reiseverkehr unterbinden wird. Damit bleibt für Manz nicht nur sein erster Fall ungelöst. Auch die aufregend erotische Beziehung zu Maja, der Tochter von Johannson, wird jäh beendet. - Vor dem Hintergrund eines Kriminalfalls wird sehr dezent die erste Liebe eines Jungen geschildert. Es geht aber auch um die unterschwellig angespannte Stimmung auf dem Land vor der drohenden Zwangskollektivierung. Auch der Mauerbau wirft seinen Schatten voraus.
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Artikelbeschreibung

Bei Familie Manz gibt es Heiligabend weder Gans noch Karpfen, sondern Milchhähnchen. Und mit dem Duft des Weihnachtsessens kommen die Erinnerungen zurück - an den heißen Sommer 1961, den der sechzehnjährige Manz im mecklenburgischen Klein-Glevitz verbrachte, um bei der Freiwilligen Feuerwehr auszuhelfen. Alles ist wieder da: Onkel Jochen, der ihn auf der Fahrt von Berlin nach Klein-Glevitz in seinem nagelneuen Cabrio über Politik belehrte und mit Kondomen versorgte, die siebzehnjährige Maja auf ihrer roten Jawa, der Brand auf dem Pannwitz'schen Hof, bei dem ein Ehepaar ums Leben kam und der so etwas wie Manz' allererster Fall gewesen ist. Dass am Ende jenes Sommers die Berliner Mauer gebaut wurde, rückt nachträglich alles in ein anderes Licht. Auch jahrzehntelang verdrängte Familienkonflikte kommenin diesen Weihnachtstagen wieder an die Oberfläche, und Manz' Enkel Matti verlangt von seinem Großvater Erklärungen.

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Pressestimmen

»Wer einen Roman von Matthias Wittekindt aufschlägt, tut das mit einem soliden Grundvertrauen: nicht enttäuscht zu werden, wo und wann immer die Geschichte angesiedelt ist.« Peter Körte / Frankfurter Allgemeine Zeitung »Man könnte Matthias Wittekindt einer Tradition zurechnen, die von Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt, letztlich aber von deren Vorbild herkommt, dem großen Georges Simenon.« Jochen Vogt / Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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