Das Ende ist nur ein Anfang

Storys
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Buchprofile - Rezension
Der ganz normale Wahnsinn: zwölf Kurzgeschichten von Menschen, deren Alltag plötzlich aus der Bahn gerät.
T. C. Boyle erzählt vom ganz normalen Wahnsinn in einer zunehmend brüchigen Welt. Da gerät etwa ein Ehepaar während eines ungewöhnlichen Kälteeinbruchs im Sommer auf seinem abgelegenen Anwesen völlig ins Abseits: kein Strom, kein Telefon, kein Internet, das Elektroauto funktioniert nicht und der unfreundliche Nachbar verweigert jede Hilfe. In einer anderen Geschichte verarbeitet ein Filmemacher den Hitzetod einer Familie bei einer Wanderung zu einem Film – allerdings mit Happy End. Eine weitere Geschichte führt ins Jahr 2036, in ein autoritär regiertes Amerika unter Trump, in dem politische Gegner denunziert und in Umerziehungslager gesteckt werden. – Im neuen Erzählband von T. C. Boyle stehen die täglichen Konflikte der amerikanischen Gesellschaft und die Verdorbenheit der Welt im Vordergrund. Klimakrise, Umweltzerstörung, Pandemie, durchgeknallte MAGA-Anhänger, soziale Abstürze und fragile Alltagsordnungen: Boyle greift die Konflikte und Ängste unserer Gegenwart auf und führt sie in oft grotesken und verstörenden Szenarien weiter. Seine Geschichten sind von beißender Ironie, psychologisch präzise und atmosphärisch dicht. Häufig enden sie abrupt und lassen den Leser mit einem Gefühl der Verunsicherung zurück. Boyle zeigt eine Welt, in der die vermeintliche Ordnung jederzeit zusammenbrechen kann – und erinnert zugleich daran, dass der Mensch Teil der Natur ist und sich ihrer Macht nicht entziehen kann. Ein hochaktueller, gesellschaftskritischer Erzählband, der zum Nachdenken anregt und allen Büchereien sehr zu empfehlen ist.
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Artikelbeschreibung

Zwölf neue Storys von Meistererzähler T.C. Boyle, dem 'kalifornischen König der klugen Unterhaltung' (TAZ)Eine arglose junge Frau hat ihr ganz eigenes Verständnis von zu Hause. Ein Drehbuchautor erliegt der trügerischen Macht seiner Fiktion. Und eine alleinerziehende Mutter verteidigt ein texanisches Schmetterlings-Schutzgebiet, direkt neben der geplanten Grenzmauer zu Mexiko. Dazu eine Waffe aus dem 3D-Drucker, Schnee im Juli, ein schicksalhafter Wespenstich und das dystopische Jahr 2036, in dem Grönland längst zu Trumps Amerika gehört. In zwölf neuen Erzählungen blickt T.C. Boyle tief in die Abgründe der amerikanischen Gesellschaft - und selten lagen Leben und Tod so nah beieinander. 'Seine Geschichten sind manchmal komisch, oft verstörend, immer wieder überraschend, bisweilen atemberaubend. Große Erzählkunst.' (Deutschlandfunk Kultur)

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Pressestimmen

»T.C. Boyles Themenvielfalt, seine Menschenkenntnis und der Witz, mit dem er die düstere Weltlage in Szene setzt, sind unschlagbar.« Meike Feßmann, Tagesspiegel, 23.07.26 »T.C. Boyle erweist sich einmal mehr als Meister der kurzen Form ... Die Geschichten werfen Schlaglichter auf unsere Gegenwart, sezieren und analysieren sie und erinnern uns immer wiederdaran, dass wir nichts weiter sind als ein Teil der Natur - jener Natur, die wir so stiefmütterlich behandeln.« Irene Binal, Neue Zürcher Zeitung, 22.07.26 »Wer der fratzenhaften Gegenwart besonders tief in die Augen schauen will, der lese T.C. Boyles neuen Erzählungsband.« Josef Wirnshofer, Süddeutsche Zeitung, 25.07.26 »Ein starker, atmosphärisch meist dicht erzählter Band voller beißender Komik und einer klaren Haltung zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen.« Nadine Kreuzahler, rbb, 23.07.26 »T.C. Boyle ist der Meister des dystopischen Schreibens.« Marie Schoeß, BR, 21.07.26 »Gnadenlos spannend.« Andreas Heimann, dpa, 21.07.26
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Bewertungen

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