Die Schülerin

Band 2
Ein alter Fall von Kriminaldirektor a. D. Manz
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Buchprofile - Rezension
Ein Mord, der lange zurückliegt, beschäftigt Kriminaldirektor a.D. Manz im Ruhestand.
Der Kriminaldirektor a.D. Manz hat es in seiner aktiven Zeit mit vielen Mordfällen zu tun gehabt. Eigentlich genießt er seinen Ruhestand und hat es gelegentlich nur mit familiären Problemen zu tun. Speziell mit seiner Tochter Julia, die als Anwältin mit Verbrechen befasst ist, gibt es immer wieder sowohl beruflich wie auch privat Differenzen. Bei Gesprächen stellt Manz fest, dass er selbst es schon mit der Frau zu tun hatte, die jetzt Klientin seiner Tochter ist. Da ist es klar, dass hier die Rückerinnerungen an diese Zeit bei ihm einsetzen. So denkt er an den damaligen Fall zurück und kommt auch immer wieder an Vorgänge und Probleme, die zeitgleich mit seiner Familie zusammenhängen. Ja sogar seine eigene Kindheit in Berlin nach dem Krieg zieht durch seine Gedanken. So entsteht im Zusammenhang mit den kriminologischen Vorgängen, den zeitgeschichtlichen Fakten und den Querverbindungen zu den familiären Erinnerungen ein sehr unterhaltsamer Roman. Klar, dass dabei zum Teil recht spannende Vorgänge die Leser mitreißen. Was sprachtechnisch das Lesen besonders macht: die Gedanken von Manz sind kursiv gedruckt und stechen so heraus. Ein Kriminalroman, der nicht nur aus dem aktuellen Fall, sondern auch aus den geschichtlichen Parallelen und persönlichen Erinnerungen seine Höhen und Tiefen bezieht. Das etwas kleinere Buchformat, macht das Lesen sogar einfacher.
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Artikelbeschreibung

'Ihr müsst miteinander reden', fordert Christine, und Manz weiß: Seine Frau hat recht. Seit Julias Scheidung ist die Stimmung zwischen ihm und seiner jüngsten Tochter eisig. Dabei eifert Julia ihrem Vater beruflich nach: Als Anwältin ist auch sie täglich mit Verbrechen befasst. Um die Wogen zu glätten, erkundigt sich Manz nach Julias Arbeit und stellt fest: Mit ihrer aktuellen Klientin hatte er selbst schon zu tun, in den siebziger Jahren in Berlin. Damals hat diese Sabine Schöffling im Fall eines ermordeten Fünfzehnjährigen eine zweifelhafte Rolle gespielt. Soll Manz seine Tochter warnen? Doch Ratschläge will Julia sicher nicht von ihrem Vater - schon seine Kommentare zur Erziehung von Enkelin Emma sind ihr lästig. Bei Manz selbst setzt die ganze Sache Erinnerungen in Gang: an den Fall, der sich im Umfeld der reformpädagogischen Elisabeth-Rotten-Schule ereignete, an sein damaliges Leben, als Christine gerade mit Julia schwanger war, und an seine eigene Kindheit im Berlin der Nachkriegszeit.

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Pressestimmen

»Man konnte Matthias Wittekindt deshalb einer Tradition zurechnen, die von Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt, letztlich aber von deren Vorbild herkommt, dem großen Georges Simenon.« Jochen Vogt / Westdeutsche Allgemeine Zeitung »Matthias Wittekindt ist ein Autor, der einen pfiffig zum Selberdenken zwingt.« Sylvia Staude / Frankfurter Rundschau »Wer einen Roman von Matthias Wittekindt aufschlagt, tut das mit einem soliden Grundvertrauen: nicht enttauscht zu werden, wo und wann immer die Geschichte angesiedelt ist.« Peter Korte / Frankfurter Allgemeine Zeitung
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