Bis die Sonne scheint

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Buchprofile - Rezension
Jugendjahre in einer mittelständischen Familie auf dem Bremischen Lande in den 1980er-Jahren.
1983: Kohl ist Kanzler geworden, die Grünen ziehen zum ersten Mal in den Bundestag ein und der Ich-Erzähler, der 15-jährige Daniel Hormann, lebt mit seiner Familie, die in argen Geldnöten steckt, in einer bürgerlichen Siedlung an der B6 im kleinen Ort Heilshorn in der Nähe von Bremen. Gerne hätte er einen richtig schönen Konfirmationsanzug, aber daran ist momentan nicht zu denken. Der Vater steckt in einer beruflichen Krise, das Haus gehört mittlerweile der Bank und da fällt es schwer, die sechsköpfige Familie „über Wasser zu halten“. Zudem darf niemand im Verwandten- und Freundeskreis im biederen Dörfchen der 1980er-Jahre von der finanziellen Misere erfahren. Nach guten finanziellen Jahren wollen die Eltern die aktuelle Situation nicht wahrhaben, reden sie schön oder ignorieren sie ganz. Seine Freundin Zoe, ihre Eltern kommen aus der DDR, ist seine Gesprächspartnerin für alle seine pubertären und familiären Sorgen. Auch die prägenden Herkunftsgeschichten seiner Eltern und Großeltern der Kriegs- und Nachkriegsgeneration mit Vertreibung und Neuanfang im Westen werden eindrücklich eingeflochten. Und immer wieder Zeitkolorit der 80er mit ihren Marken, Infrastruktur, Gesprächsthemen, Verhaltensweisen in der dörflichen Gemeinschaft. Wer in ähnlichem Umfeld aufgewachsen ist, wird vieles freudig wiedererkennend bestätigen. Humorvolle Geschichte einer ganz normalen Familie, die es schafft, das Leben trotz Geldnöten leicht und pragmatisch zu nehmen – im charmanten Rückblick des Autors auf seine Kindheit unterhaltsam erzählt. Ein sehr persönliches Buch. Für alle Bestände einstellbar.
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Artikelbeschreibung

Es ist das Jahr 1983. Daniel steht kurz vor seiner Konfirmation und träumt von blauem Samtsakko und grauer Flanellhose. Doch seit er die Eltern belauscht hat, schwant ihm, dass daraus nichts wird. Hormanns sind pleite und wissen nicht mehr, wie sie die sechsköpfige Familie über die Runden bringen sollen. So erfinderisch die Eltern auch sind, eines können sie nicht: mit Geld umgehen. Was sie dagegen beherrschen: den Schein wahren, selbst als der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht.

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Personeninformation

Christian Schünemann, geboren 1968 in Bremen, studierte Slawistik in Berlin und Sankt Petersburg, arbeitete in Moskau und Bosnien-Herzegowina und schrieb als Storyliner und Drehbuchautor. Bei Diogenes erschienen bislang seine Krimiserie um Starfrisör Tomas Prinz sowie die zusammen mit Jelena Volic verfassten Kriminalromane um die serbische Amateurdetektivin Milena Lukin. Christian Schünemann lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Christian Schünemann erzählt die Geschichte seines Aufwachsens und seiner charmant-chaotischen Familie in einem kurzweiligen und nachdenklichen deutschen Roman.« Presse am Sonntag Presse am Sonntag
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