Das Buch der Schwestern

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Buchprofile - Rezension
Zwei Schwestern auf ihrem Weg ins Leben.
Die vielgelobte Autorin legt in ihrem jüngsten Band die Entstehung, Entwicklung und den Fortbestand eines besonderen Schwesternbandes in den 1980-er Jahren in einer französischen Kleinstadt im Norden zugrunde. Die älteste Tochter Tristane leidet von Anfang an unter der Gleichgültigkeit ihrer Eltern, die nur auf sich als Liebespaar fixiert sind. „Es war nicht so, dass Mama und Papa sie nicht liebten oder böse zu ihr waren oder sie schlugen oder sie ihnen egal war. Es war schlimmer. Was kann man gegen Lauheit tun?“ Sie ist angepasst, eine vorbildliche Schülerin und kümmert sich hingebungsvoll um ihre kleine Schwester Laetitia, damit wenigstens diese innig geliebt wird. So entsteht das feste Schwesternband, eine große Liebe fürs Leben. Die Erstgeborene leidet unter dem „emotionalen Vakuum“, fühlt sich als graue Maus nicht hinreichend geliebt und gesehen und hat dadurch wenig Selbstvertrauen. Aber die unterschiedlichen Schwestern stärken sich gegenseitig und finden trotz der fehlenden Liebe der Eltern ihren Weg ins Leben. Als Gegenentwurf der scheinbar intakten Familie der Schwestern wird das Leben der alleinerziehenden Tante mit vier unehelichen Kindern erzählt, deren Tochter an Magersucht stirbt und deren Söhne sich den Rechten anschließen. Ja, wo die wirkliche Liebe und Unterstützung fehlt, wird es schwer im Leben - scheinbar in beiden Familien. Ein Buch über die Liebe und das Glück einer gelungenen Geschwisterbeziehung. Leider im Tenor zu einfach schwarz-weiß ohne die Grautöne des Lebens, dennoch gute Unterhaltung.
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Artikelbeschreibung

Nora und Florent lieben sich so innig, dass sie in ihrem Herzen keinen Platz mehr übrighaben. Auch nicht für ihre erste Tochter. Das Mädchen muss schon früh allein zurechtkommen. Deshalb ist sie überglücklich, als ihre Schwester geboren wird. Die beiden geben sich, was die Eltern ihnen vorenthalten: Wärme und Geborgenheit. Als die Ältere beschließt, ihren eigenen Weg zu gehen, wird die Schwesternliebe auf die Probe gestellt.

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Personeninformation

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für 'Mit Staunen und Zittern' erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für 'Der belgische Konsul' den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

Pressestimmen

»Amélie Nothomb ist eine Meisterin darin, die dunklen Seiten des Menschen aufzuzeichnen, die Wunden, die wir einander zufügen.« Kronen Zeitung Kronen Zeitung
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