Für die Freiheit

Der Bauernkrieg 1525 | Das neue Standardwerk der preisgekrönten Autorin
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Buchprofile - Rezension
Buch einer renommierten australischen Historikerin über den Bauernkrieg des Jahres 1525, der sich vor allem gegen Burgen und Klöster als Orte des Reichtums und der Willkür richtete.
Auch wenn der Bauernkrieg 1525 mit der von Luther ausgehenden Reformation verbunden ist, gaben Luthers Thesen nicht den alleinigen Ausschlag für den Aufstand, dessen Anfänge einige Jahre zuvor bereits sichtbar wurden. Es waren vor allem die Lebensbedingungen der Bauern, die die Unzufriedenheit so hochkochen ließen, dass sich immer mehr Untertanen – auch Handwerker und Adelige – gegen ihre weltlichen und kirchlichen Unterdrücker auflehnten. Lyndal Roper, die in Oxford lehrt, analysiert detailliert die Ursachen und den Verlauf des Krieges. Dabei geht sie auf die Anführer und die Intentionen der einzelnen Haufen ein, wie sich die lokal organisierten Aufständischen nannten. Als Leser:in begegnet man moderaten Vertretern ebenso wie radikalen Anführern, von denen der Bekannteste wohl der Prediger Thomas Müntzer ist. Das Buch thematisiert auch die Rolle der Frauen bei diesem Aufstand, dessen öffentliches Bild von männlichen Ritualen des Kampfes und der Brüderlichkeit geprägt war. Als Quellen nutzt Roper historische Dokumente und eine umfangreiche Sekundärliteratur. – Ein Buch, das rechtzeitig zum 500. Jahrestag ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte vor den Leser:innen ausbreitet. Siehe auch Camagni: "1525" (Graphic Novel) in diesem Heft.
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Artikelbeschreibung

Die Luther-Biographin Lyndal Roper erzählt die Geschichte der größten Massenbewegung vor der Französischen Revolution. Sie erweckt darin die Aufständischen und ihre Utopie auf unnachahmliche Weise zum Leben und gewinnt damit den Cundill History Prize 2025.

Was trieb die Menschen an, gegen ihre Herren aufzubegehren? Es ging um das, was wir uns auch heute wünschen: Freiheit, Gerechtigkeit und ein gutes Leben. Doch es ging auch um mehr, um die Vision eines neuen, eines gottgefälligen Reichs. Und so zogen sie aus ihren Dörfern, kampierten auf offenem Feld, drangen in Klöster ein und labten sich am Wein in deren Kellern. Beseelt von der Hitze der Reformation, folgten sie aber nicht dem Weg Martin Luthers, sondern hörten fasziniert den Predigten des charismatischen Priesters Thomas Müntzer zu.

Sie schworen sich Eide und lebten Brüderlichkeit, doch sie forderten auch, dass die Grundherren ihnen keine übermäßigen Frondienste auferlegten, und dass sie ihnen weiterhin Zugang zu Gottes Schöpfung erlaubten - sie brauchten das Holz der Wälder und den Fisch aus Flüssen und Seen, sie wollten das Recht zur Jagd ausüben - und sie wollten den Abendmahlskelch aus den Händen des Priesters empfangen, um daraus zu trinken.

Doch obwohl sich ihnen auch mancher Adlige und Ritter anschloss, konnten sie gegen die Übermacht der Grundherren nicht gewinnen. Viele von ihnen starben in der Schlacht bei Frankenhausen, andere wurden hingerichtet. Die Erinnerung an diesen Aufstand war lange verblasst, doch Lyndal Roper zeigt, dass die Utopie der Bauern und ihr Blick auf die Natur und ihre Ressourcen uns näher sind, als wir glauben.

Opulente Ausstattung mit 48 teils farbigen Abbildungen

Produktsicherheit

Hersteller: S.Fischer Verlag GmbH
Anschrift: Hedderichstraße 114
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Kontakt: produktsicherheit@fischerverlage.de

Personeninformation

Lyndal Roper ist »Regius Professor of History« in Oxford. Sie ist Expertin für die Geschichte der Reformation und der Frühen Neuzeit in Deutschland. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit dem Leben Martin Luthers. Auf Deutsch erschienen von ihr u. a. 'Ödipus und der Teufel. Körper und Psyche in der frühen Neuzeit' (Fischer Taschenbuch Verlag 1995), 'Hexenwahn. Geschichte einer Verfolgung' (2007) und 'Der feiste Doktor. Luther, sein Körper und seine Biographen' (2012).
Lyndal Roper wurde mit dem Gerda Henkel Preis 2016 ausgezeichnet.

Holger Fock und Sabine Müller übersetzen seit drei Jahrzehnten zusammen Belletristik und Sachbücher, neben Lyndal Roper u.a. Patrick Deville, Mathias Enard, Mohamed Mbougar Sarr, Cécile Wajsbrot. Dafür wurden sie u.a. mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2011 und dem Paul-Celan-Preis 2023 ausgezeichnet.

Holger Fock und Sabine Müller übersetzen seit drei Jahrzehnten zusammen Belletristik und Sachbücher, neben Lyndal Roper u.a. Patrick Deville, Mathias Enard, Mohamed Mbougar Sarr, Cécile Wajsbrot. Dafür wurden sie u.a. mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2011 und dem Paul-Celan-Preis 2023 ausgezeichnet.

Pressestimmen

ein neues Standardwerk über den Bauernkrieg von 1525 Aschot Manutscharjan Das Parlament 20260117
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