Der Einfluss der Fasane

Roman
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Buchprofile - Rezension
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wandelt eine ehrgeizige Journalistin auf dem schmalen Grat zwischen Erfolg und Scheitern.
Hella Karl ist Feuilletonchefin einer großen Berliner Zeitung, die ihr Berufs- und Privatleben fest im Griff hat. Alles läuft bestens, bis ein von ihr verfasster Artikel hohe Wellen schlägt. Darin greift sie den gefeierten Intendanten und Star der Berliner Theaterszene persönlich an und wirft ihm einen despotischen und frauenfeindlichen Führungsstil vor. Die Resonanz in den Medien ist gewaltig, der Fall entwickelt eine rasante Eigendynamik und eskaliert mit dem Suizid des Beschuldigten. Hella Karl muss sich den Konsequenzen stellen. Trägt sie die Schuld am Tod eines Menschen? Von einem Tag auf den anderen ist ihre Welt aus den Fugen und ihr sorgsam ausbalanciertes Leben aus dem Lot geraten. – Antje Rávic Strubel gewährt anhand ihrer Figurenkonstellation einen Einblick in den schillernden Kulturbetrieb und seine journalistische Aufarbeitung. Gekonnt und präzise legt sie den Fokus auf die Macht der Medien und stellt die Frage nach ihrer Verantwortung. Sehr gern empfohlen.
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Hella Karl hat es in ihrem Metier nach ganz oben geschafft, sie ist Feuilletonchefin einer großen Berliner Tageszeitung und bewegt sich anerkannt, geschätzt und selbstbewusst auf dem Parkett der Hauptstadtkultur. Als eine Whistleblowerin ihr zuspielt, der Intendant und gefeierte Regisseur eines großen Theaters habe ein Schauspielern zur Abtreibung überreden wollen, um die Premiere seines Stück nicht zu gefährden, schreibt sie einen ebenso klugen wie emotionalen, aber leider nicht sauber recherchierten Artikel über toxisch männliches Verhalten und despotischen Führungsstil, der noch dazu von einem Mitarbeiter mit einer reißerischen Überschrift versehen wird. Das schlägt hohe Wellen der Empörung und löst unvorhersehbare Ereignisse und dramatische Nebenschauplätze aus, an deren Ende der Suizid des Intendanten steht. Hella gerät nun selbst in die mediale Schusslinie und muss sich die berechtigte Frage stellen, inwieweit sie eine (Mit)Schuld an dieser Tragödie trägt. Der ungebremste Hass und die Vorwürfe, die ihr entgegenschlagen, bringen ihre sorgsam aufgebaute Karriere und auch ihr Privatleben zum Einsturz. Antje Rávik Strubel verbindet Pressefreiheit. berechtigte Kritik an fahrlässiger, journalistischer Arbeit, die Jagd nach „Klicks“ und die Verantwortung der Medien mit einer geschickt konstruierten Story und interessanter Personenführung.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Der neue Roman der Buchpreisträgerin Antje Rávik Strubel: Federleicht und messerscharf

An einem frühen Morgen steht Hella Karl am Briefkasten und liest die Meldung, die sie aus der Bahn werfen wird: Der Star der Berliner Theaterszene und Gravitationszentrum der Kulturwelt hat sich das Leben genommen. Hella Karl, Feuilletonchefin einer großen Zeitung, ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen und glaubt, alles im Griff zu haben. Doch sie hat einen folgenreichen Artikel über den gefeierten Mann verfasst - und jetzt wird sie für seinen Tod verantwortlich gemacht. Ist er an sich selbst gescheitert, oder hat Hella Karl ihn in den Tod geschrieben?

»Der Einfluss der Fasane« erzählt heiter und packend von einer, die die Kontrolle verliert. Von den Erregungsdynamiken, die sich, einmal in Gang gesetzt, nicht mehr steuern lassen. Ein leichtfüßiger Roman über schwere Vorwürfe, das Ringen um Worte und über das Unheil von medialen Diskursen.


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Personeninformation

Antje Rávik Strubel ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie lehrte am Deutschen Literaturinsitut und an der Washington University in St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Zu ihren Veröffentlichungen zählen u.a. die Romane »Unter Schnee« (2001), »Tupolew 134« (2004) und »Kältere Schichten der Luft« (2007), für den sie mit dem Rheingau Literatur Preis sowie dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet wurde. 2021 erhielt sie den Deutschen Buchpreis für ihren Roman »Blaue Frau«. Im März 2025 erschien ihr jüngster Roman »Der Einfluss der Fasane«. Außerdem veröffentlichte sie Essays und Reiseerzählungen über Schweden und Brandenburg. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen u. a. Joan Didion, Monika Fagerholm, Lucia Berlin und Virginia Woolf. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam. (www.antjestrubel.de)

Pressestimmen

[...] ein böses Vergnügen. [...] lässig und elegant Laura Hertreiter ZEIT Literatur-Spezial 20250320
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