Das Dream Hotel

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Buchprofile - Rezension
In einem fiktiven Überwachungsstaat wird eine junge Mutter in Haft genommen, weil der ihr implantierte KI-Chip behauptet, sie sei eine Gefahr für ihren Ehemann.
Eine Schreckensvision: Der Staat überwacht im Amt für Risikobewertung mit der Implantation eines KI-gesteuerten Chips die Träume aller Bürger, um mögliche Verbrechen zu verhindern. Als Sara von einer Geschäftsreise zurückkehrt, wird sie zur Beobachtung eingewiesen, da ihre Traumdaten eine Gefahr für ihren Ehemann ergeben haben. Während ihr Mann plötzlich alleine dasteht mit den zweijährigen Zwillingen, lebt Sara in einem Alptraum: Mit den anderen Frauen in ihrer Haftanstalt ist sie vielen Schikanen ausgesetzt, ohne Möglichkeit sich zu verteidigen. Der Kontakt zu ihrer Familie wird bewusst erschwert. Schließlich will man die „Einbehaltenen“, wie sie offiziell genannt werden, hier möglichst lange als billige Arbeiterinnen ausbeuten. Anpassung und Gehorsam scheinen nicht zu wirken. Vergeblich versucht Sara, ihre Unschuld zu beweisen, bis sie merkt, dass sie auf andere Weise für ihre Freiheit kämpfen muss. Allmählich entsteht eine Solidarität unter den inhaftierten Frauen, sie überlegen zu streiken, da ihre Arbeitskraft über die Maßen ausgenutzt wird. Am Ende kommt Sara frei, weil ihre Auflehnung den Frieden in der Anstalt gefährdet hat. – Ein Alptraum-Szenario mit dem Bild einer Gesellschaft, die im Namen der Sicherheit alles opfert. Ein höchst aktuelles Thema, doch ist der Roman mit knapp 500 Seiten etwas zu lang geraten.
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Artikelbeschreibung

Als Sara Hussein von einer Geschäftsreise nach Los Angeles zurückkehrt und den Flughafen verlassen will, wird sie von einem Angestellten des Amts für Risikobewertung aufgehalten: Ihr Risikowert sei zu hoch, denn die Analyse ihrer Traumdaten habe ergeben, dass sie zur Gefährdung für ihren Ehemann werden könnte. Zu seiner Sicherheit muss sie sich für einundzwanzig Tage unter Beobachtung begeben. Während ihr Mann ahnungslos mit den zweijährigen Zwillingen auf ihre Rückkehr wartet, wird Sara in Gewahrsam genommen. Zunächst versucht sie genau wie die anderen inhaftierten Frauen, ihre Unschuld zu beweisen. Doch als immer neue Gründe auftauchen, weshalb sich ihre Haft verlängert, beginnt Sara zu ahnen, dass sie auf eigene Faust für ihre Freiheit einstehen muss.

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Hersteller: Kein & Aber Verlag
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Kontakt: berlin@keinundaber.de

Personeninformation

Laila Lalami wurde in Rabat geboren und hat in Marokko, Großbritannien und den Vereinigten Staaten studiert. Sie ist Autorin von vier Romanen und zahlreichen Essays, die u. a. in der Washington Post, The Nation und der New York Times erschienen sind. Ihre Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Bei Kein & Aber erschienen ihre Romane Die Anderen, der auf der Shortlist des National Book Award stand, sowie Der verbotene Bericht, mit dem sie den American Book Award erhielt und Finalistin des Pulitzer Prize wurde. Laila Lalami ist Professorin für Kreatives Schreiben an der University of California, Riverside. Sie lebt in Los Angeles.

Michaela Grabinger hat für Kein & Aber zahlreiche Romane übersetzt, u. a. von Laila Lalami, Elif Shafak, Anne Tyler, Helen Simpson und Russell Franklin.

Pressestimmen

»Laila Lalami zeichnet mit 'Das Dream Hotel' ein düsteres, aber absolut realitätsnahes Bild davon, wie die Herrschaft der Tech-Daten uns selbst in die Falle lockt. Aber: Ihr Roman handelt auch vom sich Verbünden und der Kraft der Gemeinschaft.« Claudia Kramatschek, SWR Kultur lesenswert Magazin, 06.02.2026 SWR 2 lesenswert Magazin 20260206
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