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Nicht Nerds, sondern Schrift-Gelehrte sind es, die das Feld der generativen Künstlichen Intelligenz wie ChatGPT erklären können: Solche »Large Language Models« wurzeln in der Sprachwissenschaft, Literaturkritik, ja sogar in der Auslegung heiliger Texte. Diese These verfolgt Martin Warnke durch eine Archäologie der LLM-Ursprünge - von Zellig S. Harris' statistischer Sprachtheorie über Walter Benjamins Sprachphilosophie bis zur jüdischen Kabbala. Dabei zeigt sich, dass mystische Textauslegungstechniken ähnliche Eigenheiten und damit auch Probleme aufweisen wie heutige Computersysteme: Es sind Sprachstrukturen, keine künstlichen Gehirne, die uns faszinieren und beängstigen. Die »Halluzinationen« der KI sind keine Kinderkrankheiten, sondern zwangsläufige Folge linguistischer Verfahren, die Semantik ohne Weltbezug allein aus Syntax ableiten. Eine Kritik muss daher bei der fundamentalen Frage ansetzen: Was sind das für Systeme, die nur in der Sprache sind und keine Welt haben?
Von den Schöpfern des international erfolgreichen und preisgekrönten Buches Die verlorenen Wörter: eine literarische und faszinierend-farbenfrohe Darstellung der Vogelwelt, die den klassischen Feldführer für eine neue Generation von Naturfreunden frisch belebt.
Ein großes Auslichten der Himmel ist im Gange. Rund die Hälfte aller Vogelarten sind weltweit bedroht. Unsere Morgendämmerungen und Frühlingstage werden von Jahr zu Jahr stiller. Ein nahezu unvorstellbarer Reichtum geht verloren ...Das Buch der Vögel ist ein Kompendium von neunundvierzig Vogelarten - von Auerhuhn bis Ziegenmelker -, die gegenwärtig in Europa bedroht sind oder deren Bestände stetig schwinden. Inspiriert von den klassischen Vogelkundebüchern, mit denen die Autoren aufgewachsen sind, ist dies ein Handbuch der besonderen Art. Es fragt nicht: »Was ist das für ein Vogel?«, sondern: »Wer ist dieser Vogel?« Es zeigt seinen Leserinnen und Lesern nicht nur, wie man Vögel bestimmt, sondern auch, wie man sich mit ihnen identifiziert.Mit poetischer Präzision und Freude beschwört Robert Macfarlane Verhalten und Lebensräume der Vögel - ihre Flug- und Gesangsmuster, wie sie nisten und jagen, die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, und wo ihr wildes Leben und unseres sich überschneiden. Jackie Morris Kunst, in Aquarell und Gold gemalt, schmückt jede Seite - lebendig und detailgetreu.Ein Liebesbrief an die Pracht und die Geheimnisse der Vogelwelt - und ein Weckruf, um das Verschwinden der Vögel aus Land, Meer und Himmel aufzuhalten.
»Wahnwitzig, klug, unglaublich komisch und amüsant.« RBB RadioEins.
Stephen Fry hat sich die griechischen Göttersagen vorgeknöpft: Grandios und umwerfend komisch! Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst und bieten damit alles, was sich Leser wünschen. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney. In Stephen Frys brillanter Nacherzählung erwachen die alten Sagen zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene, nehmen mit Kronos und Gaia Rache an Uranos, wir weinen mit König Midas und jagen mit der wunderschönen und furchtlosen Artemis. Meisterhaft und in bester Tradition des britischen Humors zeigt uns Stephen Fry die Bedeutung der griechischen Sagen für die Geburt der Literatur.
»Frys lebendige Sprache zeugt von seiner lebenslangen Leidenschaft für die griechische Mythologie. Eine fesselnde Lektüre.« The Independent
Deutsche Sprache, schöne Sprache
Die deutsche Sprache steht im Ruf, genau und logisch, aber auch schwerfällig, hart im Klang und sogar unschön zu sein. Bestsellerautor Roland Kaehlbrandt widmet sich keiner geringeren Aufgabe, als zu beweisen: Deutsch ist eine schöne Sprache! Denn sie lädt zu feinsten Nuancen ein; sie ist klangvoll, klar und anschaulich, kann aber auch anmutig und elegant sein, ja sogar voller Witz. Dieses Buch ist eine Schatztruhe an Sprachschönheiten, aufgespürt in Wörtern, Sätzen, Versen, Liedern, Reden, im Sprachwitz und in unseren Mundarten. Ein ästhetisches Lesevergnügen für alle Sprachliebhaber.
»Um die deutsche Sprache zu lieben, muß man ihre Schönheit entdecken - Roland Kaehlbrandt öffnet uns dafür Augen und Ohren.« Martin Mosebach
Feministische Diskussionen haben sich mittlerweile in einem akademischen Zusammenhang so niedergeschlagen, daß spezifisch geschlechtstheoretische Studien in den einzelnen Disziplinen vorliegen. Besonders ausgeprägt ist eine solche Diskussion in den USA und hier am weitesten vorangeschritten in der Literaturtheorie.
Dier hier vorliegende Band versammelt inzwischen klassisch gewordene Beiträge der amerikanischen literaturtheoretischen Dekonstruktion zur Geschlechterdifferenz und dokumentiert die daran anschließende Feminismus-Debatte, in der es darum geht, für die richtigen Absichten die nötige Methode zu finden. Bekannte Autorinnen wie Barbara Johnson, Shoshana Felman, Gayatri Spivak und andere haben eine moralisch-soziologisierende Diskussion vom Kopf auf neue politische Füße gestellt. Die Rezeption französischer Theorie hat eine Entwicklung des literaturwissenschaftlichen und des philosophischen Dekonstruktionsbegriffs zur Folge, der schließlich am Feminismus nicht nur zugespitzt worden ist, sondern umgekehrt stellen sich auch Fragen des Feminismus in diesem Paradigma neu.
Ein Lexikon der Redensarten für alle, die mehr als "Bahnhof verstehen" wollen
Wir nehmen andere "auf den Arm" oder führen sie "an der Nase herum": Redewendungen durchziehen täglich unsere Sprache. Wir haben sie ganz selbstverständlich im Gebrauch - doch ist uns auch bewusst, woher sie kommen und welche Bedeutung damit verbunden ist? Den meisten unter uns ist wohl die Herkunft dieser idiomatischen Ausdrücke eher unbekannt.
Der Autor und "Redensartenpapst" Rolf-Bernhard Essig hat für die Neuauflage dieses Duden-Wörterbuchs die Ursprünge bekannter Redewendungen untersucht und ihre Bedeutung verständlich erklärt.
Auf den Grund gegangen: bildhafte Redewendungen und ihre Bedeutung
Manche Sätze sollten wir nicht zu wörtlich nehmen. Denn wem "ein Bär aufgebunden wird", muss nicht befürchten, Meister Petz mit sich herumtragen zu müssen, sondern sollte den Wahrheitsgehalt des Gehörten gründlich überprüfen. Doch warum nutzen wir diese metaphorischen Ausdrücke? Rolf-Bernhard Essig hat recherchiert, woher unsere Sprichwörter kommen, und fasst in diesem kurzweiligen Sachbuch zur deutschen Sprache die Hintergründe zu Herkunft und Bedeutung von mehr als 700 Sprichwörtern und geflügelten Worten zusammen.
Mit diesem Lexikon der Redensarten tappen Sie nicht mehr im Dunkeln, wenn es um Sprachwissen geht. Im Gegenteil: Sie können genüsslich damit punkten!
Die deutsche Sprache birgt viele funkelnde Edelsteine. Erst durch sie bekommen unsere Gefühle und Gedanken den richtigen Schliff: Wörter wie »feinsinnig« und »filigran«, »schlemmen« und »schlummern « zählen genauso zu diesem Schatz wie die »Anmut«, das »Augenmerk« und der »Ausbund«. Walter Krämer und Roland Kaehlbrandt haben die schönsten und kostbarsten Wörter unserer Sprache in einem Lexikon versammelt. Eine wunderbare Fundgrube für alle, die sich mit grauem Spracheinerlei nicht zufriedengeben wollen.
»Eine herrlich unterhaltsame Huldigung.« Deutschlandfunk
»Ein ebenso lesenswertes wie gut lesbares Buch.« FAZ
»Und so ist die 'Liebeserklärung' ein ganz im Geist der Aufklärung geschriebenes Plädoyer für einen toleranten, weltoffenen Kulturpatriotismus. Sie gehört in den Handapparat jedes Deutschlehrers und aller, die an und mit unserer Sprache arbeiten.« Rhein-Zeitung
Was die deutsche Sprache kann!
Deutsch gilt als kompliziert, hart und teilweise sogar hässlich - zu Unrecht, findet Roland Kaehlbrandt und zeigt, warum wir gerade im Deutschen die ausdrucksstärksten Wörter haben, warum unsere Sprache so gut zu lesen ist und welch einzigartige Nuancen sie uns bietet. Dieses Buch vereint die größten Vorzüge der deutschen Sprache - mit viel Humor und _zahlreichen Beispielen.
»Höchst kurzweilig, amüsant und spannend erörtert Roland Kaehlbrandt die wunderbare Vielseitigkeit unserer deutschen Sprache - ein echtes Lesevergnügen!« Nele Neuhaus
»Roland Kaehlbrandts liebenswürdiges Buch über unsere liebenswerte Sprache preist die Vorzüge des Deutschen, die manchmal gerade als Schwierigkeiten betrachtet werden und die hier als herrliche Eigenschaften beschrieben und gefeiert werden. Anschaulich durch schöne Beispiele, überzeugend argumentiert und doch leicht und urban im Ton wird das Buch die Liebe zu unserer Sprache bestärken und verbreiten.« Prof. Dr. Jürgen Trabant
»Ganze Provinzen auf der Landkarte der menschlichen Natur sind nicht länger weiße Flecken, weil die großen Romane sie bereist haben.« Mit poetischen und poetologischen Gedanken wie diesem beschäftigt sich der international gefeierte Autor Juan Gabriel Vásquez in seinem Essayband über die Kunst des Romans. Wie hat die Gattung unser heutiges Verständnis vom Menschen nicht nur geprägt, sondern überhaupt erst hervorgebracht? Was geben uns Romane, was uns keine andere Erzählform geben kann? Welchen Platz nehmen sie in unserem Privatleben, aber auch in der Gesellschaft ein?
Auf seinen Streifzügen durch die Weltliteratur - von Cervantes bis Conrad, von Tolstoi bis Vargas Llosa, von Proust bis Camus - fördert Vásquez originelle Antworten auf diese Fragen zutage und überrascht dabei immer wieder mit erstaunlichen wie vergnüglichen Einsichten: Wer hätte gedacht, dass Shakespeare ein verhinderter Romanautor war oder dass man Velázquez' Gemälde Las Meninas mit Fug und Recht als Roman bezeichnen kann? In Reisen mit weißer Landkarte singt Vásquez ein Loblied auf die vielgestaltige Gattung des Romans - und fragt nach seiner Bedeutung in unserer schnelllebigen Welt.
SCHWÄBISCH - Des isch der Wahnsinn!
Das Ländle ist mit seinen dialektalen Eigenheiten und ungeschriebenen Gesetzen schwäbischen Zusammenlebens eine absolute Herausforderung für Reiggschmeggde. Mit diesem Büchle sind sie kulturell und sprachlich bestens gewappnet, um einer Begegnung mit Einheimischen standzuhalten.
Anhand vieler charmanter Worterklärungen und Anekdoten lernen Sie die schwäbische Sprache und Mentalität mit all ihren Eigenheiten kennen und punkten so selbst bei den pedantischsten alt-eingesessenen Nachbarn! Auch das Eikaufa wird sprachlich ein voller Erfolg - frei nach dem Motto "Mir kaufet nix, mir gucket bloß".
Ganz oifach!
Schwäbisch pur - au zum ahera: Für jedes Kapitel ein vertonter Crashkurs in der Scan2Learn-App
Literatur ist Gesellschaft im Kleinen. Sie spiegelt nicht nur die fundamentalen Umbrüche, die immer schneller aufeinander folgen, sie durchlebt selbst die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen - sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. 1989 wurden Autoren noch einmal auf die große Bühne gerufen: Von Christa Wolf erwarteten die Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im «deutsch-deutschen Literaturstreit» und in den Skandalen um Strauß, Handke, Walser oder Grass veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die «Popliteratur» erklärte Autoren nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Literatur war in einer neuen Zeit angekommen, aber anders als einst erhofft.Steffen Martus zeichnet ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.
Ein Streifzug durch die Weltliteratur, von Shakespeare über Franz Kafka bis zu Salman Rushdie - und eine Lehre des aufmerksamen Lesens
Nicht nur der Teufel steckt im Detail, auch das Geheimnis großer Literatur - wenn man dafür ein Auge hat. Michael Maar, einer der renommiertesten deutschen Literaturkritiker und -historiker, zeigt, was die Werke der Weltliteratur dem aufmerksamen Leser en passant offenbaren: wie sich die Methode Sherlock Holmes' von derjenigen Sigmund Freuds unterscheidet, welches deutsche Vorbild hinter Nabokovs Lolita hervorschimmert und worum es in Stevensons «Dr. Jekyll und Mr. Hyde» und in Stokers «Dracula» eigentlich geht. Was missfiel Mark Twain an Jane Austen, und wie nimmt Virginia Woolf in «Mrs. Dalloway» ihr eigenes Schicksal vorweg? Daniel Kehlmann, Jonathan Franzen, Salman Rushdie: Auch in den Werken der Gegenwart funkeln die Details. Und das violette Hündchen? Es taucht ganz beiläufig in Tolstois «Krieg und Frieden» auf - und begleitet uns durch das Buch.
Michael Maar führt nicht nur bedeutende Werke und ihre Schöpfer lebhaft vor Augen; er ist selbst ein großartiger Erzähler und versammelt eine beeindruckende Fülle an fiktionalen wie ganz realen Begegnungen, Verwicklungen, Geschichten. Dabei wird das Detail zum Ausgangspunkt einer Entdeckungsfahrt durch die Weltliteratur - die nicht zuletzt zeigt, wie sehr es sich lohnt, die großen Romane immer wieder neu zu lesen.
Das Ende der Buchkultur ist nicht zu befürchten - wie Bücher gemacht werden, wandelt sich indessen. Mit dem Augenmerk auf die jüngere Geschichte des Buchmarktes leistet Carolin Amlinger eine umfassende Bestandsaufnahme ästhetischer Ökonomien, die auch einen Blick in die Zukunft des Buchgeschäfts erlaubt. Gleichzeitig verdichtet die Studie die vielfältigen Arbeits- und Lebenswelten von zeitgenössischen Autorinnen und Autoren zu einer fesselnden soziologischen Analyse, die nahezu alle Facetten der Arbeit mit dem geschriebenen Wort beleuchtet. Ein Buch, das uns die Welt des Büchermachens erschließt.
Der neue Literaturverführer / bekannt als @buchantiquariat_willbrand auf Instagram und TikTok
»Welche Werke von Thomas Mann sollte man gelesen haben?« »Welche anglo-amerikanischen Schriftstellerinnen sind besonders empfehlenswert?« Wer Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sucht oder einfach Lust hat, sich mit Literatur zu beschäftigen, ist bei Klaus Willbrand bestens aufgehoben. In seinem ersten Buch teilt der Antiquar seine eigene Leserbiographie und spricht Empfehlungen aus - gewohnt meinungsstark und mit profundem Wissen. Er erzählt, wie er selbst zur Literatur gefunden hat, welche Schriftsteller:innen und Werke ihn in seinen ersten Lesejahren geprägt haben und was es mit seinem dreijährigen Lesesabbatical auf sich hatte. »Einfach Literatur« ist eine Einladung, sich mit der Weltliteratur zu beschäftigen - klug und unterhaltsam.
Aleida Assmann ist eine der renommiertesten deutschen Kulturwissenschaftlerinnen, die vor allem durch ihre Arbeiten zum kulturellen Gedächtnis internationale Bekanntheit erlangt hat. Im Dickicht der Zeichen versammelt nun ihre wichtigsten Aufsätze zu Fragen der Hermeneutik, der Semiotik und des Lesens, von denen einige, wie etwa ihre Untersuchung zum Verhältnis von Hodegetik, Hermeneutik und Dekonstruktion, bereits einen Klassikerstatus erreicht haben. Der Band bietet auf diesem Weg auch eine konzentrierte Einführung in alle Aspekte von Assmanns Forschung und Werk.
Welches sind die häufigsten Buchstaben der deutschen Sprache? Was ist das Wort mit den meisten Bedeutungen? Welche deutschen Wörter sind in andere Sprachen migriert? Was bedeutet das "Schorn" in "Schornstein" oder das "gam" in Bräutigam? Was ist mit dem "Knacklaut" gemeint? Und welche Dialekte sind am beliebtesten oder unbeliebtesten?
Die deutsche Sprache beherbergt so viele kuriose Eigenarten, von denen die Dudenredaktion in dieser erweiterten Neuauflage 135 ausgewählt hat, um die Leserinnen und Leser zum Staunen zu bringen - über die schöne und sonderbare deutsche Sprache.
Käte Hamburgers wichtigstes Werk Die Logik der Dichtung entstand während ihres Exils in Schweden und ist von Flucht und Vertreibung geprägt. Heute zirkuliert ihr Name auch im Stadtbild oder für wissenschaftliche Programme. Aber wofür steht das Werk der deutsch-jüdischen Literaturwissenschaftlerin eigentlich? Wie hängen ihre Theorie, ihr Exil und ihre Lebensgeschichte zusammen?
Mona Körte untersucht, wie der Holocaust im 20. Jahrhundert Wissenschaft und Denken verändert hat, und beschreibt Hamburgers Hauptwerk als Resultat eines im Exil verdichteten Denkstils sowie der von ihr für tot erklärten Wissenschaftstradition. Im Sinne einer Reparation, die nicht auf Restitution ausgerichtet ist, macht sie die Brüche und Widersprüche in Käte Hamburgers Werk als Spuren des Irreparablen sichtbar.
Unsterbliche Frauen der klassischen Antike, neu entdeckt
Die Bestsellerautorin Natalie Haynes nimmt uns mit in die Welt der griechischen Mythologie, zu den Göttinnen des Olymps. Missverständnisse und falsche Darstellungen in Kunst, Literatur und Popkultur verzerren unseren Blick, doch mit diesem Buch sehen wir Frauenfiguren, die wir schon zu kennen meinen, plötzlich in einem ganz neuen Licht. So ist Athene die Göttin des Krieges, wird aber auch für ihren weisen Rat geschätzt. Aphrodite ist die schönste aller Göttinnen, hat jedoch eine rachsüchtige Seite und bestraft jeden hart, der ihr missfällt. Und die drei Furien, die meist auf blutige Vergeltung aus sind, lehren uns überraschenderweise viel über das heutige Leben. Ein feministisches Retelling antiker Erzählungen, das überrascht.
Gesellschaftliches Leben findet seit Menschengedenken primär im Medium der Stimme statt. Daran haben auch die epochalen Erfindungen von Schrift und Buchdruck oder elektronische Technologien nichts geändert. Vielleicht erklären die Unvordenklichkeit der Stimme und ihre elementare Funktionsvielfalt, warum die Geistes- und Kulturwissenschaften sie weitgehend übersehen haben. In Leben der Stimme unternimmt Hans Ulrich Gumbrecht entschlossene Denkschritte in diesem komplexen Bereich menschlicher Existenz.
Mit großem Respekt vor der ungeordneten Allgegenwart des Phänomens, aber nicht ohne klare begriffliche Unterscheidungen erhellt er in den sieben Kapiteln dieses faszinierenden Buches die Bedeutung und den Status der Stimme aus historischer, philosophischer, psychologischer, soziologischer und theologischer Perspektive. Jenseits akademischer Vermessungen ergibt sich daraus ein Impuls zu persönlicher Reflexion über unerschlossene Schichten von Nähe im individuellen Alltag.