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Nicht Nerds, sondern Schrift-Gelehrte sind es, die das Feld der generativen Künstlichen Intelligenz wie ChatGPT erklären können: Solche »Large Language Models« wurzeln in der Sprachwissenschaft, Literaturkritik, ja sogar in der Auslegung heiliger Texte. Diese These verfolgt Martin Warnke durch eine Archäologie der LLM-Ursprünge - von Zellig S. Harris' statistischer Sprachtheorie über Walter Benjamins Sprachphilosophie bis zur jüdischen Kabbala. Dabei zeigt sich, dass mystische Textauslegungstechniken ähnliche Eigenheiten und damit auch Probleme aufweisen wie heutige Computersysteme: Es sind Sprachstrukturen, keine künstlichen Gehirne, die uns faszinieren und beängstigen. Die »Halluzinationen« der KI sind keine Kinderkrankheiten, sondern zwangsläufige Folge linguistischer Verfahren, die Semantik ohne Weltbezug allein aus Syntax ableiten. Eine Kritik muss daher bei der fundamentalen Frage ansetzen: Was sind das für Systeme, die nur in der Sprache sind und keine Welt haben?
»Wahnwitzig, klug, unglaublich komisch und amüsant.« RBB RadioEins.
Stephen Fry hat sich die griechischen Göttersagen vorgeknöpft: Grandios und umwerfend komisch! Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst und bieten damit alles, was sich Leser wünschen. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney. In Stephen Frys brillanter Nacherzählung erwachen die alten Sagen zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene, nehmen mit Kronos und Gaia Rache an Uranos, wir weinen mit König Midas und jagen mit der wunderschönen und furchtlosen Artemis. Meisterhaft und in bester Tradition des britischen Humors zeigt uns Stephen Fry die Bedeutung der griechischen Sagen für die Geburt der Literatur.
»Frys lebendige Sprache zeugt von seiner lebenslangen Leidenschaft für die griechische Mythologie. Eine fesselnde Lektüre.« The Independent
Deutsche Sprache, schöne Sprache
Die deutsche Sprache steht im Ruf, genau und logisch, aber auch schwerfällig, hart im Klang und sogar unschön zu sein. Bestsellerautor Roland Kaehlbrandt widmet sich keiner geringeren Aufgabe, als zu beweisen: Deutsch ist eine schöne Sprache! Denn sie lädt zu feinsten Nuancen ein; sie ist klangvoll, klar und anschaulich, kann aber auch anmutig und elegant sein, ja sogar voller Witz. Dieses Buch ist eine Schatztruhe an Sprachschönheiten, aufgespürt in Wörtern, Sätzen, Versen, Liedern, Reden, im Sprachwitz und in unseren Mundarten. Ein ästhetisches Lesevergnügen für alle Sprachliebhaber.
»Um die deutsche Sprache zu lieben, muß man ihre Schönheit entdecken - Roland Kaehlbrandt öffnet uns dafür Augen und Ohren.« Martin Mosebach
»Ganze Provinzen auf der Landkarte der menschlichen Natur sind nicht länger weiße Flecken, weil die großen Romane sie bereist haben.« Mit poetischen und poetologischen Gedanken wie diesem beschäftigt sich der international gefeierte Autor Juan Gabriel Vásquez in seinem Essayband über die Kunst des Romans. Wie hat die Gattung unser heutiges Verständnis vom Menschen nicht nur geprägt, sondern überhaupt erst hervorgebracht? Was geben uns Romane, was uns keine andere Erzählform geben kann? Welchen Platz nehmen sie in unserem Privatleben, aber auch in der Gesellschaft ein?
Auf seinen Streifzügen durch die Weltliteratur - von Cervantes bis Conrad, von Tolstoi bis Vargas Llosa, von Proust bis Camus - fördert Vásquez originelle Antworten auf diese Fragen zutage und überrascht dabei immer wieder mit erstaunlichen wie vergnüglichen Einsichten: Wer hätte gedacht, dass Shakespeare ein verhinderter Romanautor war oder dass man Velázquez' Gemälde Las Meninas mit Fug und Recht als Roman bezeichnen kann? In Reisen mit weißer Landkarte singt Vásquez ein Loblied auf die vielgestaltige Gattung des Romans - und fragt nach seiner Bedeutung in unserer schnelllebigen Welt.
Spricht Barthes von Proust, spricht er meistens von sich selbst. Barthes hat nicht das eine, große Proust-Werk geschrieben, aber sich immer wieder mit seinem Alter Ego auseinandergesetzt. Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte von Roland Barthes über Marcel Proust: Zeitschriftenbeiträge, Vorlesungen und Vorlesungsnotizen und eine Auswahl aus Barthes' fast 3000 hinterlassenen Karteikarten zu Proust. Barthes legt Spuren, öffnet Ausblicke, macht, in der Trauer über den Tod seiner Mutter, Pläne, eine ihrem Andenken gewidmete Recherche, seine eigene »Vita nova«, zu schreiben - was womöglich nur sein früher Tod im März 1980 verhindert hat. Hier erstmals zugänglich gemacht ist ebenfalls die Transkription einer Radiosendung von France Culture aus den 70er Jahren, Spaziergänge mit Roland Barthes auf den Spuren von Marcel Proust in Paris.
»Ich begreife, daß das Werk von Proust, zumindest für mich, das Referenzwerk ist, die allgemeine Mathesis, das Mandala der gesamten literarischen Kosmogonie, wie es die Briefe der Mme de Sévigné für die Großmutter des Erzählers, die Ritterromane für Don Quijote waren.« (Roland Barthes)
Das Dokument einer bedeutenden literarischen Wahlverwandtschaft, ebenso erhellend für das Werk Prousts wie für das von Roland Barthes.
Literatur ist Gesellschaft im Kleinen. Sie spiegelt nicht nur die fundamentalen Umbrüche, die immer schneller aufeinander folgen, sie durchlebt selbst die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen - sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. 1989 wurden Autoren noch einmal auf die große Bühne gerufen: Von Christa Wolf erwarteten die Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im «deutsch-deutschen Literaturstreit» und in den Skandalen um Strauß, Handke, Walser oder Grass veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die «Popliteratur» erklärte Autoren nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Literatur war in einer neuen Zeit angekommen, aber anders als einst erhofft.Steffen Martus zeichnet ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.
»Eine herrlich unterhaltsame Huldigung.« Deutschlandfunk
»Ein ebenso lesenswertes wie gut lesbares Buch.« FAZ
»Und so ist die 'Liebeserklärung' ein ganz im Geist der Aufklärung geschriebenes Plädoyer für einen toleranten, weltoffenen Kulturpatriotismus. Sie gehört in den Handapparat jedes Deutschlehrers und aller, die an und mit unserer Sprache arbeiten.« Rhein-Zeitung
Was die deutsche Sprache kann!
Deutsch gilt als kompliziert, hart und teilweise sogar hässlich - zu Unrecht, findet Roland Kaehlbrandt und zeigt, warum wir gerade im Deutschen die ausdrucksstärksten Wörter haben, warum unsere Sprache so gut zu lesen ist und welch einzigartige Nuancen sie uns bietet. Dieses Buch vereint die größten Vorzüge der deutschen Sprache - mit viel Humor und _zahlreichen Beispielen.
»Höchst kurzweilig, amüsant und spannend erörtert Roland Kaehlbrandt die wunderbare Vielseitigkeit unserer deutschen Sprache - ein echtes Lesevergnügen!« Nele Neuhaus
»Roland Kaehlbrandts liebenswürdiges Buch über unsere liebenswerte Sprache preist die Vorzüge des Deutschen, die manchmal gerade als Schwierigkeiten betrachtet werden und die hier als herrliche Eigenschaften beschrieben und gefeiert werden. Anschaulich durch schöne Beispiele, überzeugend argumentiert und doch leicht und urban im Ton wird das Buch die Liebe zu unserer Sprache bestärken und verbreiten.« Prof. Dr. Jürgen Trabant
Die deutsche Sprache birgt viele funkelnde Edelsteine. Erst durch sie bekommen unsere Gefühle und Gedanken den richtigen Schliff: Wörter wie »feinsinnig« und »filigran«, »schlemmen« und »schlummern « zählen genauso zu diesem Schatz wie die »Anmut«, das »Augenmerk« und der »Ausbund«. Walter Krämer und Roland Kaehlbrandt haben die schönsten und kostbarsten Wörter unserer Sprache in einem Lexikon versammelt. Eine wunderbare Fundgrube für alle, die sich mit grauem Spracheinerlei nicht zufriedengeben wollen.
Der neue Literaturverführer / bekannt als @buchantiquariat_willbrand auf Instagram und TikTok
»Welche Werke von Thomas Mann sollte man gelesen haben?« »Welche anglo-amerikanischen Schriftstellerinnen sind besonders empfehlenswert?« Wer Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sucht oder einfach Lust hat, sich mit Literatur zu beschäftigen, ist bei Klaus Willbrand bestens aufgehoben. In seinem ersten Buch teilt der Antiquar seine eigene Leserbiographie und spricht Empfehlungen aus - gewohnt meinungsstark und mit profundem Wissen. Er erzählt, wie er selbst zur Literatur gefunden hat, welche Schriftsteller:innen und Werke ihn in seinen ersten Lesejahren geprägt haben und was es mit seinem dreijährigen Lesesabbatical auf sich hatte. »Einfach Literatur« ist eine Einladung, sich mit der Weltliteratur zu beschäftigen - klug und unterhaltsam.
Kurt Rothmanns »Kleine Geschichte der deutschen Literatur« wurde für die 20. Auflage aktualisiert und fortgeschrieben. Sie bietet in klarer Diktion übersichtliche und knappe Erstinformationen über die gesamte deutsche Literaturgeschichte, für Schüler, für Neulinge und Neugierige ebenso wie Alteingesessene. Die Neuauflage wartet mit einem neuen Kapitel über uncoole, coole und phantastische Texte von biographisch und historisch ansetzenden Autoren, über Story-Teller und Romanciers sowie natürlich mit einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich von Lyrik und Drama auf.
Ein Streifzug durch die vielfältige Landschaft des politischen Witzes im gesamten Ostblock vom Kriegsende bis zum Mauerfall
Bernd-Lutz Lange verwebt in seinen Texten die politischen Witze dieser Jahre mit der Beschreibung der herrschenden Zustände in jenen Ländern, mit anekdotischen Streiflichtern und seinen persönlichen Reiseerlebnissen.
"Jeder Witz ist eine winzige Revolution." George Orwell
Mit Illustrationen von Egbert Herfurth.
Botschaften sind nur so viel wert wie die Fähigkeit, sie zu kommunizieren
In einer Welt, in der täglich mehr Worte und Informationen produziert werden als je zuvor, verlieren Botschaften nicht nur an Wirkung - sie gehen unter. Kommunikation durchzieht unseren gesamten Alltag: vom strategischen Meeting über Präsentationen und Produktpitches bis hin zur großen Bühne. Wir informieren, aber inspirieren selten - und selbst wichtige Ideen verpuffen, weil sie niemand wirklich erreicht.
Durch den Überfluss an Kommunikation entsteht ein Mangel an Tiefe. Kommunikation droht zur bloßen Performance zu werden. Doch wie Deniz Aytekin im Vorwort dieses Buches schreibt: "Kommunikation ist nicht Performance, sondern Verantwortung."
Das Espresso-Prinzip - Ihre Botschaft auf den Punkt
Als Kommunikationstrainer, Sparringspartner und TEDx-Coach/TEDx-Speaker begleitet Robert Steffen seit vielen Jahren Menschen auf die kleinen und großen Bühnen dieser Welt. Aus der Arbeit an weit über tausend Präsentationen - von strategischen Vorstandspräsentationen bis zu internationalen Keynotes - hat er eine ebenso einfache wie präzise Erkenntnis gewonnen: Wirksame Kommunikation funktioniert wie ein Espresso.
Ein erfahrener Barista weiß: Ein guter Espresso entsteht nicht zufällig. Er beginnt mit sorgfältig gerösteten Inhalten und einer geklärten Persönlichkeit. Er braucht eine klare Struktur, um Essenz zu extrahieren. Und er verlangt eine bewusste Präsentation, die Präsenz erzeugt und eine Botschaft mit Energie auf die Bühne bringt.
Praxis, Persönlichkeit und Präzision
Dieses Buch ist kein klassisches Rhetorikhandbuch voller isolierter Techniken. Es liefert praxisnahes Handwerkszeug, um Botschaften so zu formen, dass sie gehört, verstanden und erinnert werden - und zeigt, wie Sie schon in Ihrer nächsten Präsentation Menschen überzeugen und bewegen.
"Dieses Buch hat eine Seele. Weil sein Autor eine hat."
- Deniz Aytekin
Unsterbliche Frauen der klassischen Antike, neu entdeckt
Die Bestsellerautorin Natalie Haynes nimmt uns mit in die Welt der griechischen Mythologie, zu den Göttinnen des Olymps. Missverständnisse und falsche Darstellungen in Kunst, Literatur und Popkultur verzerren unseren Blick, doch mit diesem Buch sehen wir Frauenfiguren, die wir schon zu kennen meinen, plötzlich in einem ganz neuen Licht. So ist Athene die Göttin des Krieges, wird aber auch für ihren weisen Rat geschätzt. Aphrodite ist die schönste aller Göttinnen, hat jedoch eine rachsüchtige Seite und bestraft jeden hart, der ihr missfällt. Und die drei Furien, die meist auf blutige Vergeltung aus sind, lehren uns überraschenderweise viel über das heutige Leben. Ein feministisches Retelling antiker Erzählungen, das überrascht.
Der Büchmann ist seit weit über 100 Jahren für Generationen von Lesern der Inbegriff des Zitatenlexikons. Das Standardwerk liegt nun in der gründlichsten Überarbeitung der letzten Jahrzehnte vor. Es enthält über 4000 alte und neue Zitate, übersichtlich gegliedert, genau nachgewiesen und mit einem benutzerfreundlichen Register versehen. Ein Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.
Der literaturwissenschaftliche Strukturalismus findet allmählich auch in Deutschland breiteres Interesse. Im Anschluß an die Rezeption der Arbeiten der tschechischen Strukturalisten (Mukarovský, es 230 und 428) traten Fragen der Wirkungsgeschichte literarischer Texte sowie der literarischen Evolution in den Blickpunkt. Ein anderes Konzept der Forschung geht der Struktur der Texte selbst auf den Grund. Den Rahmen für derartige Untersuchungen bildet die Kommunikationstheorie: Kunst wird als eines der kommunikativen Medien begriffen, als eine Art Sprache mit einer bestimmten Organisation. Dieser Ansatz nähert die Kunstwissenschaft der Theorie des sprachlichen Zeichens an, wie sie heute von der Linguistik vertreten wird. Kunstwissenschaft und Linguistik bilden somit Teilgebiete einer allgemeinen Semiotik.
Von ab ovo bis Veni, vidi, vici - kaum ein Redenschreiber kommt ohne ein gelegentlich eingestreutes Zitat aus dem Lateinischen aus. Diese bewährte Sammlung liefert den unverzichtbaren Grundstock für Anfänger und Fortgeschrittene, von A bis V, von Cicero bis Königin Elisabeth II. Alle Zitate sind übersetzt und sorgfältig nachgewiesen.Zwei Schlagwortregister, lateinisch und deutsch, sowie ein Namenregister verweisen auf alle im Buch aufgeführten Zitate der einzelnen Autorinnen und Autoren.