Die letzten Tage

Roman
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Buchprofile - Rezension
Literarische Aufarbeitung eines Kriegsverbrechens in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs.
Auf einer wahren Begebenheit fußend, setzt sich Martin Prinz mit einer Reihe von Standgerichtsverfahren unter Führung des brutalen Nationalsozialisten Johann Braun in einem kleinen österreichischen Gebirgstal auseinander. Die Standgerichte und deren Todesurteile waren auch nach damaliger NS-Rechtsprechung rechtswidrig. Der Autor arbeitet die Quellen auf, die von der späteren juristischen Untersuchung 1947 existieren, z.B. Augenzeugenberichte, Erinnerungen, Aussagen vor Gericht usw. So entsteht eine literarische Darstellung der grausamen Geschehnisse bis in die Einzelheiten. Den Schluss bilden ausführliche Protokolle der Gerichtsverhandlungen, die mit Todesurteilen und Hinrichtungen der Hauptschuldigen enden. – Der österreichische Regionalbezug lässt das Buch für deutsche Büchereien eher weniger geeignet erscheinen. Wegen der Auseinandersetzung mit Schuld und Verbrechen während des unmittelbar bevorstehenden Kriegsendes jedoch trotzdem ein wertvoller Beitrag. Interessierten Büchereien gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Ein erschütternder Tatsachenroman über einen einzigartigen Fall österreichischer Zeitgeschichte
Eine Talöffnung in den Ostalpen, April 1945, die Tage des »Tausendjährigen Reiches« sind gezählt. Innerhalb kürzester Zeit ist es auf ein Nichts geschrumpft, und am Rand dieses Nichts steht die Rote Armee und wartet, bis die Schlacht um Wien entschieden ist. Wo alles längst zu spät ist, aber eben noch nicht alles vorbei, errichtet Kreisleiter Johann Braun sein höchstpersönliches Standgericht, ein privates Mordregime. Willkürlich werden Menschen abgeurteilt, mit denen er oder einer seiner Helfer eine Rechnung offen hat, »politisch Unzuverlässige«, vermeintliche Deserteure, Angeschwärzte, Männer wie Frauen, Ältere und Jüngere, Leute, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind.Martin Prinz erzählt vom Ungeheuerlichen, nüchtern und den Tatsachen verpflichtet. Das ist möglich, weil den Mördern von damals wenig später der Prozess gemacht wurde. Weil das Monströse in penibler Kleinarbeit aufgearbeitet wurde. Und weil es zwei Menschen, die um ein Haar in das Geschehen verwickelt worden wären, der eine als Täter, der andere als Opfer, ein Leben lang keine Ruhe ließ.

Produktsicherheit

Hersteller: Jung und Jung Verlag KG
Anschrift: Hubert-Sattler-Gasse 1
AT-5020 Salzburg
Kontakt: office@jungundjung.at

Personeninformation

Geboren 1973, aufgewachsen in Lilienfeld, lebt als Schriftsteller in Wien, schreibt Reisegeschichten, Drehbücher und Romane. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich, Drehbuch-Preis des Filmfestivals in Gijon, »Outstanding Artist Award« der Republik Österreich.

Pressestimmen

»Dieses Buch hat eine Wucht, der man sich nicht entziehen kann, genauso wie es eine Wut auslöst, der man sich nicht entziehen kann.« Valerie Fritsch
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