Eine liebe Frau

Roman | Ein Roman über ein bewegendes Frauenleben
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Buchprofile - Rezension
Während eines Spaziergangs durch London in den 1950er Jahren reflektiert Marianne ihre Lebensentscheidungen.
Der Besuch bei Verwandten in London in den 1950ern wühlt Marianne emotional auf. Sie flüchtet sich in einen langen Spaziergang, auf dem sie die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lässt. Wehmütig erinnert sie sich an ihre Jugendfreundin Lotte, mit der zusammen sie eigentlich auf der Haushaltungsschule für ihre zukünftigen Pflichten als Ehefrauen hätte vorbereitet werden sollen. Stattdessen färben Lottes freigeistige und selbstbestimmte Ansichten auf sie ab, sodass sie für kurze Zeit von einer Karriere als Pianistin zu träumen wagt. Doch wenig später entzweit Mariannes Ehe mit Paul die Freundinnen. Als die Kinder kommen und Paul seinen Nationalismus im Ersten Weltkrieg mit dem Leben bezahlt, treten Mariannes Träume in den Hintergrund. Jahrzehntelang bleibt sie im häuslichen Raum und funktioniert, auch als Freunde und Familie aufgrund ihres jüdischen Glaubens den Nationalsozialisten zum Opfer fallen. - Während sich Mariannes und Lottes Geschichten im Laufe des Spaziergangs langsam offenbaren, spitzt sich auch Mariannes innerer Konflikt zwischen klassischen gesellschaftlichen Erwartungen und lange unterdrückten Bedürfnissen zu, bis das Idealbild der "lieben Frau" zu zerfallen beginnt. Gerne zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Welche Geschichte über unser Leben erzählen wir uns - und von welcher möchten wir, dass sie bleibt?

1963: An einem einzigen Tag in London lässt Marianne ihr Leben und ihre Entscheidungen Revue passieren. Als junge Frau wollte sie Pianistin werden. Gemeinsam mit ihrer Jugendfreundin Lotte hatte sie große Pläne nach der Haushaltungsschule. Und Lotte hat es geschafft. Während sie in den 20er-Jahren eine bekannte Malerin wurde, ist für Marianne alles anders gekommen.

Laetitia Lenel hat einen wunderbar verdichteten und sprachmächtigen Roman darüber geschrieben, was eine Gesellschaft von Frauen erwartet und was sie sich selbst erlauben. Eine liebe Frau erzählt nicht nur von einer späten weiblichen Selbstermächtigung, sondern ist auch eine Liebeserklärung an die verändernde Kraft von Kunst und Literatur.

»Laetitia Lenels erstaunlich aktueller Roman handelt vom Leben einer Frau, die zurückblickt: auf die Liebe, auf die Freundschaft, auf die Sehnsucht. Und vor allem auf die vielen Möglichkeiten, die wir eigentlich doch haben sollten, die uns aber aus irgendwelchen Gründen immer verwehrt bleiben.« Dana von Suffrin

»Was für ein schönes Buch! So tolle Frauenfiguren. Nach diesem eindrücklich erzählten Leben will bestimmt niemand mehr 'eine liebe Frau' sein.« Daniela Dröscher

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Personeninformation

Laetitia Lenel studierte Geschichte und Philosophie in Freiburg, Berlin und Prag mit anschließender Promotion in Berlin. Für einen Text über Briefe ihres Urgroßvaters an ihre Urgroßmutter erhielt sie den Essaypreis WerkstattGeschichte. Mit einem Auszug aus ihrem Roman war sie Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. Sie lebt in Frankfurt am Main.

Pressestimmen

»Laetitia Lenel erzählt in ihrem Debütroman "Eine liebe Frau", wie man die werden kann, die man ist.« Badische Zeitung 20250425

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