Zeichen setzen gegen Hitler

Das kurze Leben des Walter Klingenbeck
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Bayern im Buch-Rezension
Graphic Novel um den katholischen Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.
Walter Klingenbeck (1924-1943) gehört zu den lokalen Münchener Widerstandskämpfern gegen die NS-Diktatur. Fest verwurzelt im religiösen Umkreis der Kirche St. Ludwig in der Maxvorstadt stand er wie seine Familie der Diktatur von Anfang an ablehnend gegenüber. Als Lehrling beim Münchener Elektronikkonzern Rohde & Schwarz war er ab 1941 treibende Kraft eines kleinen Freundeskreises, die gemeinsam Feindsender hörten und erfolglose Widerstandspläne (Verteilung von Flugblättern, Aufbau eines Schwarzsenders) entwickelte. Als Klingenbeck den über die BBC verbreiteten Aufruf hörte, V-Zeichen zu verbreiten, malte er um die 40 Mal das Zeichen an Fassaden und Wände in München-Bogenhausen. Denunziert, wurden er und seine Freunde Anfang 1942 verhaftet; im Herbst des Jahres wurde er zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 mit 19 Jahren hingerichtet. Das Schicksal von Klingenbeck und seine Gruppe war lange vergessen und wird erst seit den 1990er Jahren verstärkter erforscht, unter anderem durch die Walter-Klingenbeck-Gesellschaft, aufgrund seines tiefen katholischen Glaubens wird sein Andenken insbesondere auch durch seine Heimatpfarrei St. Ludwig gepflegt. Geschrieben und gezeichnet hat diese Graphic Novel die renommierte Zeichnerin und Autorin Miriam Geissler. Unter sparsamen Einsatz von Farbe, mit einfachen, leicht fauvistischen Zeichnungen gelingt es ihr auf etwas über 40 Seiten recht gut, die Geschichte Walter Klingenbecks nachzuerzählen, von seiner Kindheit bis zu seinem viel zu frühen Tod auf der Guillotine in Stadelheim. Seine katholische Prägung, seine Widerstandspläne, seine Verhaftung, Prozess und Hinrichtung werden chronologisch knapp, aber anschaulich erzählt. Naturgemäß ist dabei nur der Protagonist als Charakter wirklich greifbar, seine Eltern und Freunde bleiben (nicht nur graphisch) weitgehend farblos. Künstlerisch ist lediglich anzumerken, dass der gezeichnete Klingenbeck durchgehend jünger wirkt als die 17-19 Jahre, die er während der entscheidenden Widerstandsphase war. Und trotz des kleinen Glossars dürften viele Ausdrücke bei einem jungen Publikum noch zusätzlicher Erläuterungen bedürfen. Am ehesten ist deswegen ein Einsatz des Büchleins im Unterricht bzw. bei Jugendgruppen zu erwarten. Vielen Bibliotheken, nicht nur aus dem christlichen Umfeld, empfohlen.
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Ich möchte vermitteln, wie Walter Klingenbeck aus seinem Glauben heraus gehandelt hat und wünsche mir, dass er wenigstens im Nachhinein Gerechtigkeit und Anerkennung erfährt. Lesen Sie hier das ganze Interview.

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Die Autorin Marie Geissler bringt seine Taten und Träume eindrucksvoll in Bildern zum Leben. Ein bewegendes Buch über Zivilcourage, Erinnerung und die Kraft des Gewissens. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Eva-Maria Pachur empfiehlt:

Diese gelungene Graphic Novel beschreibt das kurze Leben des jungen Walter Klingenbeck. 
Seine Lebensgeschichte berührt und inspiriert zugleich, er lebte seinen Glauben und seine Überzeugung konsequent und mutig.

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Artikelbeschreibung

Diese Graphic Novel erzählt die Geschichte des jungen Christen Walter Klingenbeck. Er gehörte der Pfarrjugend St. Ludwig in München an und leistete mutig Widerstand gegen Hitler. Mit 17 Jahren wurde er denunziert und verhaftet. 1943 wurde er 19-jährig von den Nazis ermordet.Walter Klingenbeck (1924-1943) gehört zu den lokalen Münchener Widerstandskämpfern gegen die NS-Diktatur. Fest verwurzelt im religiösen Umkreis der Kirche St. Ludwig in der Maxvorstadt stand er wie seine Familie der Diktatur von Anfang an ablehnend gegenüber. Als Lehrling beim Münchener Elektronikkonzern Rohde & Schwarz war er ab 1941 treibende Kraft eines kleinen Freundeskreises, die gemeinsam Feindsender hörten und erfolglose Widerstandspläne (Verteilung von Flugblättern, Aufbau eines Schwarzsenders) entwickelte. Als Klingenbeck den über die BBC verbreiteten Aufruf hörte, V-Zeichen zu verbreiten, malte er um die 40 Mal das Zeichen an Fassaden und Wände in München-Bogenhausen. Denunziert, wurden er und seine Freunde Anfang 1942 verhaftet; im Herbst des Jahres wurde er zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 mit 19 Jahren hingerichtet. Das Schicksal von Klingenbeck und seine Gruppe war lange vergessen und wird erst seit den 1990er Jahren verstärkter erforscht, unter anderem durch die Walter-Klingenbeck-Gesellschaft, aufgrund seines tiefen katholischen Glaubens wird sein Andenken insbesondere auch durch seine Heimatpfarrei St. Ludwig gepflegt. Geschrieben und gezeichnet hat diese Graphic Novel die renommierte Zeichnerin und Autorin Miriam Geissler. Unter sparsamen Einsatz von Farbe, mit einfachen, leicht fauvistischen Zeichnungen gelingt es ihr auf etwas über 40 Seiten recht gut, die Geschichte Walter Klingenbecks nachzuerzählen, von seiner Kindheit bis zu seinem viel zu frühen Tod auf der Guillotine in Stadelheim. Seine katholische Prägung, seine Widerstandspläne, seine Verhaftung, Prozess und Hinrichtung werden chronologisch knapp, aber anschaulich erzählt. Naturgemäß ist dabei nur der Protagonist als Charakter wirklich greifbar, seine Eltern und Freunde bleiben (nicht nur graphisch) weitgehend farblos. Künstlerisch ist lediglich anzumerken, dass der gezeichnete Klingenbeck durchgehend jünger wirkt als die 17-19 Jahre, die er während der entscheidenden Widerstandsphase war. Und trotz des kleinen Glossars dürften viele Ausdrücke bei einem jungen Publikum noch zusätzlicher Erläuterungen bedürfen. Am ehesten ist deswegen ein Einsatz des Büchleins im Unterricht bzw. bei Jugendgruppen zu erwarten. Vielen Bibliotheken, nicht nur aus dem christlichen Umfeld, empfohlen.

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