Kaiserin Elisabeth ganz privat

Briefe an ihre intimste Vertraute Ida Ferency
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Bayern im Buch-Rezension
Kommentierte Korrespondenz von Sisi und ihrer Duzfreundin Ida Ferenczy.
Als Hofdame der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn wurde Ida Ferenczy in der k.u.k. Gehaltsliste geführt. Doch sie war mehr als eine Hofdame, die 1839 geborene Tochter eines Landadeligen wurde zu Sisis engster Vertrauter, der sich die Kaiserin mit ihren Problemen, mit den Freuden und Enttäuschungen anvertraute und die sie - was in der Hierarchie des Hochadels einer Sensation gleichkam - duzen durfte. Der Briefwechsel mit Ida Ferenczy von 1865 bis zu Sisis Ermordung durch einen Anarchisten in Genf im Jahre 1898 geriet daher sehr umfangreich und ist eine wichtige historische Quelle über den Alltag der Kaiserin. Über ihre Erlebnisse auf den Reisen und den Jagdausflügen, über ihre Gedanken und häufig enttäuschten Hoffnungen, über ihre Sorgen und die gesundheitlichen Probleme, aber auch über ihre Freuden und erfüllten Wünsche berichtet sie im Plauderton. Und immer wieder unterstreicht Sisi in ihren Briefen den Wunsch nach ungebundenem Leben und zunehmend die Forderung nach Reformen in Österreich-Ungarn. Freilich, auch wenig aufregende Tagesaktualitäten und Hofklatsch tauschten die beiden Damen in ihren Briefen aus, wobei viele bereits in zahlreichen Sisi-Biografien Eingang gefunden haben. Doch die Herausgeberin dieser Edition hat die Korrespondenz erfreulicherweise meist auch kommentiert und den jeweiligen Anlass mit dem historischen Hintergrund erläutert. Wo großes Interesse an den Lebensumständen der österreichischen Kaiserin aus dem Hause Wittelsbach besteht, sollte diese Briefausgabe angeboten werden.
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Artikelbeschreibung

Dieses Buch beinhaltet erstmals die vollständige Briefkorrespondenz der österreichischen Kaiserin Elisabeth mit ihrer intimsten Freundin und Vertrauten, der Vorleserin Ida Ferenczy de Vecseszék. Wenn sie getrennt waren, hielten die beiden per Briefkorrespondenz engen Kontakt. Elisabeth berichtete dann in einem unterhaltsamen Plauderton ausführlich von ihrer bayerischen Verwandtschaft, ihrer Schwangerschaft mit Marie Valerie und deren Kleinkindzeit, ihren Kuraufenthalten, den Jagden und noch vielem mehr. Durch diese Dokumente gewinnt der Leser einen ganz privaten Einblick in den Alltag der österreichischen Kaiserin. Auszüge aus den Briefen kennt man bereits aus der gängigen Elisabeth-Literatur, nun werden sie von der profunden Sisi-Kennerin Beatrix Meyer in vollem Umfang dem breiten Publikum präsentiert.

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Personeninformation

Meyer, BeatrixBeatrix Meyer studierte Germanistik und Geschichte in Pécs (Ungarn) und Erlangen. Die gebürtige Ungarin arbeitete jahrelang als Fremdsprachenlehrerin für Deutsch. Seit ihrem Umzug nach Deutschland vertiefte sie sich in die Familiengeschichte der Hofdame Gräfin Festetics und ist Mitherausgeberin einer Auswahl deren Tagebücher. Im Zuge ihrer Forschungsarbeit setzte sie sich eingehend mit dem Schicksal der legendären Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn auseinander und entdeckte dabei zahlreiche bisher unbeachtet gebliebene Quellen.

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