Scheue Wesen

Eine mutige Frau im London der 60er. Ein zarter Roman über die Sehnsucht, gesehen zu werden | "Eine sehr liebevolle Lektüre." Elke Heidenreich, Autorin von "Altern"
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Buchprofile - Rezension
Eine engagierte Kunsttherapeutin, ein Psychiater mit unkonventionellen Behandlungsmethoden und ein "scheues Wesen" stehen im Mittelpunkt dieses beachtenswerten Romans.
Die 1960er-Jahre sind in London eine Zeit des Aufbruchs. Helen Hansford, eine unkonventionelle Kunstlehrerin in ihren Dreißigern, wagt einen beruflichen Neuanfang als Therapeutin in Westbury Park, einer modernen psychiatrischen Anstalt. Dort beginnt sie eine Affäre mit dem verheirateten Dr. Gil Rudden. Beide engagieren sich im Fall des Patienten William Tapping, der völlig verwahrlost und scheinbar stumm in Westbury Park eingewiesen wird. Helen erkennt die besondere künstlerische Begabung des Mannes und versucht, etwas über seine Vergangenheit herauszufinden. Was sie dank eigenmächtiger und beharrlicher Nachforschungen entdeckt, ist ebenso ungewöhnlich wie erschütternd. Mit viel Einfühlungsvermögen und psychologischem Tiefgang nähert sich die Autorin ihren Figuren an und legt vielschichtige und komplexe Beziehungsstrukturen offen. Zugleich zeichnet sie ein detailliertes Bild der Nachkriegszeit in Großbritannien mit ihren vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein großartiger, absolut lesenswerter Roman!
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Artikelbeschreibung

Wann hast du dich das letzte Mal richtig gesehen gefühlt?

Helen Hansford ist alles andere als eine konventionelle Frau - erst recht für die Sechzigerjahre. Unter der Woche hilft sie Patienten in einer modernen Klinik durch Kunst zur Rehabilitation, an den Wochenenden versucht sie, die Affäre mit ihrem charismatischen Kollegen Dr. Gil Rudden zu retten. Dass Gil seine Frau und Kinder nicht verlassen will, macht Helen anfangs nicht aus. Schließlich ist sie doch jung, autonom und emanzipiert.

Dann begegnet sie William Tapping.

Er hat das Haus seiner verwirrten alten Tante seit Jahren nicht mehr verlassen und spricht kein Wort. Alle anderen sehen in dem verwahrlosten William nicht mehr als eine Randfigur. Nur Helen bemerkt seine überraschende künstlerische Begabung und setzt alles daran, sein Geheimnis zu lüften.

Schnell offenbart sich, dass William nicht der Einzige ist, der schon lange nicht wirklich gesehen wurde ...

Inspiriert durch wahre Begebenheiten erzählt Clare Chambers nach ihrem Überraschungserfolg Kleine Freuden mit Scheue Wesen nun die Geschichte einer jungen Kunsttherapeutin im England der 1960er Jahre, die mit dem Schicksal eines Patienten konfrontiert ihr eigenes Leben hinterfragen muss.

"Chambers' Sprache ist wunderschön und schafft, was nur die geschicktesten Schriftsteller können: großes Vergnügen aus kleinen Details." The New York Times

Produktsicherheit

Hersteller: Julia Eisele Verlags GmbH
Anschrift: Lilienstraße 73
DE-81669 München
Kontakt: info@eisele-verlag.de

Personeninformation

Clare Chambers wurde 1966 in London geboren. Sie unterrichtete Englische Literatur in Oxford, bevor sie für die bedeutende Verlegerin Diana Athill erst als Sekretärin, später als Lektorin zu arbeiten begann. Nach acht Romanen und einer Schreibpause von zehn Jahren wurde Kleine Freuden ein durch Mundpropaganda erzeugter Überraschungsbestseller und erschien auf Deutsch im Eisele Verlag. Die Mutter dreier erwachsener Kinder lebt mit ihrem Mann im Südosten Londons.

Wibke Kuhn (geboren 1972) übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Schwedischen und Englischen. Zu ihren Übersetzungen zählen zahlreiche Bestseller, darunter etwa die Romane von Stieg Larsson und Jonas Jonasson.

Pressestimmen

Warmherzig, voller Empathie, immer mit ganz leisem Humor geschrieben, erschafft die Autorin liebenswerte, lebensechte Charaktere, deren Handlungen stets folgerichtig sind. Rena Müller Rheinische Post 20241214
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