Twilight Zone

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein chilenischer Geheimdienstmann gesteht die entsetzlichen Verbrechen der Militärdiktatur.
Die Chilenin Nona Fernández erlebte ihre Kindheit und Jugend unter Pinochets Militärregime. Ihr Roman geht aus von den Schilderungen des Geheimagenten Valenzuela, der 1984 einer Journalistin von den Verbrechen der Militärdiktatur berichtet, an denen er selbst beteiligt war. Fernández erzählt den Roman aus ihrer eigenen Perspektive, versetzt sich aber auch in den Agenten und in seine Opfer. Dabei mischt die Autorin Chronik und Fiktion. Ausgehend von Schilderungen verschiedener Geheimdienst-Operationen wie Entführungen und Erschießungen rekonstruiert sie die Ereignisse und füllt die Lücken mit ihrer Vorstellungskraft. Besonders erschütternd ist die Parallelität von Alltag und Gewalt. Während das alltägliche Leben scheinbar normal weiterlief, fanden die schlimmsten Folterverbrechen statt. Die Autorin hat das Konzept der "Twilight Zone", einer amerikanischen TV-Serie, die in den 1950er-Jahren ein großer Erfolg war, mit einer Schilderung von Orten des Grauens und der Unsicherheit, aus dem es kein Entrinnen gab, als Vorlage genommen, um von den Schrecken der Militärdiktatur, die ihr Heimatland unter Pinochet erleiden musste, zu berichten – vor allem von der Hilflosigkeit der Bürger, die zunehmend mit dem Grauen in ihrem Heimatland konfrontiert wurden: Folterungen, Ermordungen, Verschwundene. Das Buch selbst ist weniger ein Roman als eine Montage von Erinnerungen, die von den Aussagen des „Mannes, der gefoltert hat“ mit Hintergrundwissen ergänzt werden. – Eine erschütternde Lektüre in einer suggestiven, poetischen Sprache mit vielen Wiederholungen (“der Mann, der gefoltert hat“), die das Entsetzliche betonen. Für Leser:innen, die einen Einblick in die Funktionsweise autoritärer Regimes gewinnen wollen.
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Artikelbeschreibung

Ein packender Roman über das Vermächtnis politischer Verbrechen, ausgezeichnet mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz: Es ist 1984 in Chile, zur Zeit der Pinochet-Diktatur. Ein Mann betritt die Büros einer Oppositionszeitschrift: Er ist ein Agent der Geheimpolizei, verstrickt in die schlimmsten Machenschaften des Regime, und möchte auspacken. Ausgehend von dieser wahren Begebenheit wirft Nona Fernández fast 40 Jahre später einen lebendigen, universellen und hochspannenden Blick hinter die Kulissen einer Diktatur.

Produktsicherheit

Hersteller: CulturBooks Verlag
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Kontakt: info@culturbooks.de

Personeninformation

Nona Fernández, geboren 1971 in Santiago de Chile, ist Schauspielerin und Autorin. Sie zählt zu den führenden literarischen Stimmen Südamerikas und gewann zahlreiche Preise, darunter zwei Mal den Premio Municipal de Literatura. Für »Twilight Zone« wurde sie mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet und für den National Book Award USA nominiert. Fernández' Arbeiten wurden in viele Sprachen übersetzt, auch bereits ins Deutsche. Ihr Theaterstück »Mädchenschule« war für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2022 nominiert.
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