Die Natur hat Recht

Wenn Tiere, Wälder und Flüsse vor Gericht ziehen - für ein radikales Umdenken im Miteinander von Mensch und Natur
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Buchprofile - Rezension
Eine Möglichkeit, den Klimakollaps zu verhindern, wäre es, die Natur zu einer juristischen Person mit einklagbaren Rechten zu erklären.
"Die Welt steht kurz vor dem ökologischen Kollaps", heißt es in der Einleitung dieses Buches der Journalistin und Reporterin E. Weydt. Diesen zu verzögern bzw. sogar zu verhindern könnte funktionieren, wenn die Natur zur juristischen Person erklärt werden würde, da dann deren Rechte eingeklagt werden können. Das gelang bisher nur in Ecuador, wo auch die Autorin mit ihren Recherchen begann. Es muss Schluss sein mit der Ausbeutung der Natur und der Rohstoffe. Schließlich ist der Mensch Teil der Natur und so trägt er auch die Verantwortung, seine Lebensgrundlage zu erhalten. Die Autorin berichtet von vielen negativen und positiven Beispielen zum Schutz der Natur, von Leuchtturmprojekten, vom Engagement insbesondere der Frauen, vom Lieferkettengesetz und der besonderen Rolle Deutschlands. Der Natur müssen mehr Rechte eingeräumt werden, damit ein Schutz der Tiere und Pflanzen, der Flüsse und Seen, der Ökosysteme insgesamt gewährleistet werden kann. Wenn dies gelänge, könnte ein wirksamer Hebel geschaffen werden, die Klimakrise in den Griff zu bekommen. Ab mittleren Beständen zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Ein revolutionärer wie zukunftsweisender Ansatz im Klima- und Artenschutz

Die Welt steht kurz vor dem ökologischen Kollaps und uns bleibt kaum noch Zeit die Richtung zu ändern. Wir müssen sehr schnell sehr viel ändern. Eine vielversprechende Lösungsmöglichkeit liegt deshalb in unseren Rechtssystemen. Die Journalistin Elisabeth Weydt hat in verschiedenen Ländern recherchiert und berichtet in dieser eindrücklichen Reportage von einer so radikalen wie zukunftsweisenden Idee, die eine Wende für den Natur- und Artenschutz darstellen könnte. Ecuador beispielsweise macht vor, wie Umweltschutz in Zeiten der dringend benötigten Energiewende und des damit einhergehenden Wettrennens nach neuen Rohstoffen wie Kupfer, Kobalt und Lithium angegangen werden kann: indem die Natur zum Rechtssubjekt erklärt wird.

Packende Reportage und Aufruf zugleich: Durch einklagbare Rechte der Natur erfolgreich gegen Umweltzerstörung vorgehen

Elisabeth Weydts Recherche beginnt im Intag-Tal in Ecuador, dem einzigen Land der Erde, das die Natur in seiner Verfassung zu einer eigenständigen Rechtsperson erklärt hat. Das Konzept beruht auf der Vorstellung, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind, dass der Mensch nicht mehr Rechte hat als die Natur, dass er gar nicht mehr Rechte haben kann als die Natur, schon allein, weil er selbst Teil der Natur ist. Diesem revolutionären Ansatz um die Rechte der Natur folgen mittlerweile Initiativen weltweit. Manche kämpfen für die Anerkennung eines einzelnen Flusses, manche für einen Wald, andere für ganze Ökosysteme und auch hierzulande gibt es eine solche Initiative. Zudem geht Elisabeth Weydt der Frage nach, was Umweltzerstörung in anderen Teilen der Welt mit Deutschland und unserer Lebensweise zu tun hat und inwiefern die ecuadorianischen Prinzipien auf Deutschland übertragbar sind.

Fesselnd und informativ beleuchtet Elisabeth Weydt einen revolutionären Ansatz, der eine Wende für den Klimaschutz bedeuten könnte. Eine Reportage, die uns die Augen öffnet und inspiriert für konstruktive Ansätze und mögliche Wege raus aus der Klimakrise. 

Produktsicherheit

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Kontakt: vertrieb@knesebeck-verlag.de

Personeninformation

Elisabeth Weydt, Jahrgang 1983, ist Journalistin und arbeitet als freie Reporterin u.a. für die ARD. Sie wirkt außerdem als Autorin in multimedialen Projekten mit und hat das konstruktive Medienhaus Radio Utopistan e. V. mitgegründet. Ihre oft internationalen, preisgekrönten Geschichten drehen sich um das Leid in Lieferketten, um unterschiedliche Weltbilder und um die transformative Kraft der Zivilgesellschaft.

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