Regensburger Almanach 2025

Band 2024
80 Jahre Kriegsende. 80 Jahre Frieden. 80 Jahre Erinnerung
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Bayern im Buch-Rezension
Was, wann, wo in Regensburg 2025.
80 Jahre Kriegsende - Frieden - Erinnerung, so der "Untertitel" der diesjährigen Ausgabe des etablierten Regensburg Almanachs. Einmal mehr durfte Carola Kupfer als Herausgeberin fungieren und ihr gelang es, eine gute Mischung zum Themenkomplex zusammenzustellen. Erinnerung heißt auch, der Weggefährten zu gedenken. Leider musste Regensburg in der jüngsten Vergangenheit von einigen von ihnen Abschied nehmen. Da ist zunächst Prof. Dr. Peter Morsbach, jahrelang Herausgeber des Almanachs sowie Reinhard Kellner von den Sozialen Initiativen. Auch der ehemalige Kulturreferent Wolf-Dieter Schnetz und der letzte Straßenbahnschaffner Günther Schieferl, ein Regensburger Original, verstarben. Die Erinnerung wachhalten, heißt die Devise, hier wie dort. Es gilt den Opfern der Nazi-Diktatur zu gedenken wie auch den verstorbenen Mitmenschen, die enormes Engagement für die Oberpfalzmetropole an den Tag legten. Gewohnt breit gefächert bietet der Almanach einen Überblick über Themen, die nicht nur in 2025, wichtig waren und weiterhin sind. Erinnerungskultur, der Umgang damit an die Verbrechen in der Nachkriegszeit, ist ein großes Schlagwort dieses Jahresbandes. Der Direktor der Staatlichen Bibliothek Bernhard Lübbers erzählt von einer verbotenen Kundgebung in deren "Nachklang" der Domprediger Dr. Johann Maier hingerichtet wurde. Journalist Thomas Muggenthaler erinnert an das Kaufhaus Tietz der jüdischen Familie Hirschfeld. Dieter Lohr betrachtet die Nachkriegswerbung, die mit dem Slogan "jetzt wieder in Friedensqualität" Konsumenten ansprechen wollte. Marita A. Panzer thematisiert "die Stunde der Frauen", Regensburger Stadträtinnen nach 1945. "Den Kammerton des Jahrtausends" "besingt" Andreas Meixner und blickt auf die Historie der Regensburger Domspatzen und die renommierten "Tage alter Musik". Das Theater als "Ort des zeitgeschichtlichen Kommentars" begreift Intendant und Operndirektor Sebastian Ritschel. Roland Preußl und Julia Kathrin Knoll beschreiben das Wirken der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Regensburg e.V. als "Forum für Versöhnung, Bildung und Hoffnung in unruhigen Zeiten". Am Ende des Almanachs mit außerordentlicher Bandbreite blickt Rolf Stemmle mit Co-Autorin Knoll in einem "Flug durch das Jahr" auf die Chronik 2024/2025. Der Regensburger Almanach 2025 ist nicht nur für lokale Bestände eine Empfehlung wert, sondern darüber hinaus ein wertvoller "Leitfaden" für das "Making of" eines derartigen Jahresbandes. Äußerst gut gemacht!
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Artikelbeschreibung

Frieden ist für die meisten von uns der Normalzustand. Wir kennen nichts anderes - was für ein Glück, was für ein Luxus! Doch die Welt verändert sich: Plötzlich ist Frieden keine Selbstverständlichkeit mehr. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, wie Frieden funktioniert: indem wir uns erinnern, wie der Weg dorthin war, indem wir miteinander ins Gespräch kommen, indem wir für unsere demokratischen Werte einstehen - und indem wir Haltung zeigen. Was tut Regensburg, was tun einzelne Gruppen der Gesellschaft oder auch einzelne Menschen dafür, dass Frieden bleibt? Gibt oder gab es in der Stadt besondere Initiativen, Denkansätze oder auch noch unbekannte Geschichte(n)? Dieser Almanach widmet sich aus aktuellem Anlass dem Thema Frieden und der Erinnerungskultur - wie immer aus unterschiedlichenPerspektiven, mit vielfältigen Stimmen.

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