Die Schuld

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Buchprofile - Rezension
Rasantes Roadmovie rund um gestohlene Drogengelder und gleichzeitig ein Roman über Schuld und die Suche nach Selbstvergebung.
Das behütete und sorgenfreie Leben von Alice OFarrell endet an dem Tag, als ihr kleiner Bruder Jason auf tragische Weise stirbt, während die 15-Jährige auf ihn aufpassen soll. Sechs Jahre später wohnt Alice in einem heruntergekommenen Motel, verdient ihren Lebensunterhalt als Kellnerin in einer Bar und betäubt ihre Gefühle mit viel Alkohol. Als sie eines Tages neben ihrem toten Chef und einer Tasche voller Drogengeld aufwacht, hat sie keine Ahnung, wie sie in diese Lage geraten ist. Wider Erwarten überlebt sie den blutigen Showdown zwischen zwei Schlägertypen auf der Suche nach dem Geld und der anrückenden Polizei. Nun ist sie mit 91.000 Dollar auf der Flucht vor dem finsteren Drogenboss Sinclair und dessen Mann fürs Grobe, der vor keiner Brutalität zurückschreckt. Unterwegs gabelt sie eher widerwillig die junge Delilah auf, von deren schwieriger Lage sie partout nichts wissen will und die sie doch nicht im Stich lassen kann und sucht schließlich Zuflucht beim freundlichen Elton, der ihr schon einmal ein Zuhause auf Zeit geboten hat. Bis zum furiosen Showdown am Ende dieses dramatischen Roadmovies hält der Autor den Spannungsbogen auf für Krimifans sehr lesenswerte Weise hoch. Der passagenweise ziemlich blutige und milieubedingt drastische Roman erhält eine tiefere Dimension, wenn Gailey in eingestreuten Kapiteln von der Zeit nach Jasons Tod erzählt und die Hilflosigkeit angesichts von Trauer, Schuld, Reue und Vergebung schildert. – Ein vielschichtiger, äußerst spannend geschriebener und gut konstruierter Roman mit sehr interessantem und erfreulich klischeefreiem Personal.
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Artikelbeschreibung

Seit dem tragischen Unfall, der ihre Kindheit brutal beendete, wird Alice O'Farrell von ihrer Vergangenheit heimgesucht. Im Jahr 2005 musste sie auf ihren vierjährigen Bruder Jason im Haus ihrer Eltern aufpassen. Er bemalte ihr Schlafzimmer mit Fingernagellack und sie schrie ihn an, sodass er sich verzog. Während sie die Spuren zu beseitigen versuchte, machte er sich auf den Weg in den Keller und schaffte es, sich im Trockner einzuschließen, wo er starb. Von Schuldgefühlen geplagt, rannte Alice von zu Hause weg. Sie lebte auf der Straße unterm Radar, ertränkte ihre Schuld in Alkohol und zog häufig weiter, um nicht gefunden zu werden. Sechs Jahre später ist sie Alkoholikerin und arbeitet als Barkeeperin in einem herunterge-kommenen Striplokal in Harrisburg. Als sie nach einer weiteren betrunkenen Nacht neben der Leiche ihres Chefs aufwacht, findet sie eine Tasche mit Drogen und 91.000 Dollar in bar. Das Geld könnte ein Ausweg sein. Es folgt eine gnadenlose Hetzjagd, angeführt von Sinclair, einem mächtigen Drogenhändler, der unerbittlich und brutal ist. Doch Alice klammert sich an die Hoffnung, dass sie ihr Leben ändern kann. Dass die Dinge besser werden. Dass sie sich eines Tages mit ihren Eltern versöhnen kann und sie ihr vergeben werden.

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Personeninformation

Samuel W. Gailey wuchs in einer Kleinstadt im Nordosten Pennsylvanias auf und lebt heute auf der abgelegenen Orcas Island. Seine Bücher wurden mit Steinbeck und Cormac McCarthy verglichen und von der NY Times, Publisher's Weekly, Kirkus, Esquire und anderen gelobt. Seine Geschichten sind faszinierende Studien menschlicher Schicksale.

Pressestimmen

"Gailey hat eine meiner Lieblingsfiguren der letzten Zeit geschaffen ...tragisch, fehlerhaft, niedergeschlagen, aber zäh und widerstandsfähig genug, um zu überleben. Ein Roman, der nicht aufhört zu brennen." - Willy Vlautin "Eine fesselnde Geschichte der Erlösung ... Gailey gelingt es hervorragend, seine fehlerhaften Hauptfiguren sympathisch zu machen." - Publishers Weekly "...das Breaking Bad der Buchwelt." - New York Journal of Books
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