Die Frau mit den 3 Händen

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Buchprofile - Rezension
Ein kleiner, unaufgeregter Roman, der aus Sicht eines Kindes die Nachkriegszeit sehr eindrücklich vor Augen führt.
Jessica, neun Jahre alt, ist die Tochter eines Künstlerpaares am Stuttgarter Staatstheater; der Vater Opernsänger und als ehemaliger Frontsoldat an den Nachwehen des Krieges früh verstorben, die Mutter Schauspielerin, die sich jetzt nach dem Krieg als freie Sprecherin im Funkhaus mühsam von Angebot zu Angebot hangelt. Jessica bekommt dank ihrer guten Stimme seit Jahren auch immer wieder Sprechrollen, wird daneben von einer alten Lehrerin unterrichtet - für jüngere Kinder ist noch keine ausreichende Beschulung möglich - und verbringt ihre Tage oft allein in ihrer Phantasiewelt inmitten von erdachten Abenteuern oder Erinnerungen an die lebendigen "Schwestern" auf dem Bauernhof der lieben Oma im fernen Norddeutschland. Ein aufgewecktes Kind, das genau hinhört und sich seine Gedanken macht - in der Nazizeit gefährlich und auch danach unbeliebt -, seine Meinung äußert und durch sein komödiantisches Talent sogar für eine Nebenrolle als "Puck" im Sommernachtstraum möglich scheint. Bis ein absichtlich herbeigeführter schwerer Unfall auf der Probenbühne einerseits die auch hier wieder erstarkten intriganten Seilschaften aufzeigt, andererseits in Jessicas Leben eine wunderbare Wendung herbeiführt; sie lernt im Krankenhaus eine richtige Freundin kennen, mit der sie dann endlich gemeinsam eine Internatsschule besuchen und Kind unter Kindern sein darf. Neben dem Miterleben dieser z.T. verstörenden Nachkriegskindheit auch ein eindrückliches Bild vom Aufeinanderprallen von "Täter"- und "Opfer"-Seiten der bundesrepublikanischen Gesellschaft.
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Artikelbeschreibung

Jessica ist neun und lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter im Stuttgart der Nachkriegsjahre. Beide Eltern waren früher am Staatstheater, der Vater ist gestorben. Während die Mutter jetzt beim Rundfunk arbeitet, rettet sich Jessica in ihre eigene Welt mit imaginierten Geschwistern und Spielkameraden. Oft kann sie im Radiohaus dabei sein und Kinderrollen sprechen. Und ein Traum scheint sich zu erfüllen, als sie den Puck in Shakespeares Sommernachtstraum spielen soll. Wie das Kind es schafft, sich trotz Einsamkeit, Armut und Hunger zu behaupten, erzählt die Autorin in einem wunderbar leichten Tonfall.»Niemand soll es mehr erkennen, keiner beschimpfen - verkleidet sein ist wie verzaubert sein.«

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Personeninformation

Felicitas Andresen, geboren 1939 in Hemmenhofen am Bodensee, wo sie auch heute wieder lebt. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Soziologie arbeitete sie als Schauspielerin am Theater und im Sozialwesen. Sie hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Thaddäus-Troll-Preis für Sex mit Hermann Hesse (2016).
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