Die Bibliothekarin von Auschwitz

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Buchprofile - Rezension
Eine Handvoll Bücher halfen Dita Kraus beim Überleben im Lager.
Die 13-jährige Dita wird nach der deutschen Okkupation Prags mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert; wenig später wird die Familie nach Auschwitz verlegt. Beide Eltern überleben das Vernichtungslager nicht. Was Dita am Leben hält, ist auch ihre Arbeit als "Bibliothekarin". Sie ist verantwortlich für eine kleine Anzahl von Büchern und sorgt somit auf niedrigstem Niveau für eine Art von "Zivilisiertheit" im Lager. Nach der Befreiung kehrt Dita zunächst nach Prag zurück und gründet in Israel eine Familie. Um das Gedenken an die Shoa aufrecht zu halten, berichtet Dita Kraus als Zeitzeugin bis ins hohe Alter vom Schicksal ihrer Familie. Es ist also eine authentische Geschichte, die in dieser Graphic Novel ausgebreitet wird und die (als Adaptation eines Romans) besonders für jüngere Leser/-innen geeignet sein wird, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Vergleichbar mit Anne Frank ist Dita hier eine Identifikationsfigur, die dem nationalsozialistischen Terror zwar ausgesetzt ist, die aber mit ihren geringen Mitteln versucht, in dem Grauen zu bestehen. Dass diese Erzählung zwar schonungslos die Vorgänge in Auschwitz schildert, aber bei Ditas Überlebenskampf ohne Pathos auskommt, ist dieser Arbeit hoch anzurechnen - hier die Waage zu halten, ist für jede bildliche Darstellung eine Herausforderung. Insofern ist die recht konventionelle Bearbeitung angebracht, denn sie gewährt das Nachvollziehen eines Einzelschicksals. Dieser jungen Frau und ihren Leidensgenossen wird ein unprätentiöses Denkmal gesetzt, das als weiterer "Mosaikstein" im Rahmen der Erinnerung an die Shoa bestehen kann.
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Artikelbeschreibung

«Die Bibliothekarin von Auschwitz» erzählt die Lebensgeschichte von Dita Kraus, einem jungen Mädchen aus Prag, das mit ihrer Familie während der deutschen Besatzung der Tschechoslowakei nach Auschwitz deportiert wurde. Dort erklärt sie sich im Alter von vierzehn Jahren dazu bereit, acht besondere Bücher zu verwalten, die Häftlinge an den Wachen vorbeigeschleust hatten. Indem sie diese Bücher an andere Gefangene auslieh, trug sie angesichts der schlimmsten Abgründe dazu bei, Fantasie, Menschlichkeit und Bildung zu bewahren.Eine Comic-Adaption des gleichnamigen Buches des spanischen Journalisten Antonio Iturbe, der auf Grundlage einer Reihe von Interviews mit Dita Kraus 2012 ihre Erinnerungen als Roman veröffentlichte. Dieser wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt, fand millionenfache Verbreitung und erscheint nun als meisterhafte Graphic Novel zeitgleich auf Französisch, Spanisch, Englisch und Deutsch. Dita Kraus, geboren 1929, lebt heute in Israel.

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Personeninformation

Salva Rubio, geboren 1978 in Madrid, Szenarist, Schriftsteller, Historiker. Letzte Veröffentlichung: «Der Fotograf von Mauthausen» (2. Auflage, Bahoe Books 2021) Loreto Aroca, geboren in Palma de Mallorca, Illustratorin und Comiczeichnerin.

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