Katholisch und Queer

Katholisch und queer. Eine Einladung zum Hinsehen, Verstehen und Handeln. Begegnungen mit queeren Christen: So leben und glauben wir. Mit Aufforderungen von kirchlichen Entscheidungsträger*innen
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Buchprofile - Rezension
Erfahrungsberichte von Katholiken, deren Identität nicht in das streng heterosexuelle Muster des katholischen Menschenbilds passt.
Angeregt durch ihre Mitarbeit beim Synodalen Weg veröffentlichen die drei Herausgeber:innen Lebenszeugnisse queerer Katholiken, also von Menschen, die nicht in das streng heterosexuelle Muster des katholischen Menschenbildes passen, z.B. homosexuelle und trans*-Menschen. Die in diesem Buch gesammelten Erfahrungsberichte queerer Katholik:innen und ihrer Angehörigen beschreiben Diskriminierung sowohl im persönlichen Bereich als auch durch die Kirche als Dienstgeberin, sie zeugen von tiefem Glauben, der durch die Akzeptanz der eigenen queeren Identität eher gefestigt wurde, und einem gewissen Trotz und sie zeugen von dem Wunsch, sich für eine aus dem Rahmen fallende Identität nicht rechtfertigen oder empathiebefreite Verlautbarungen anhören zu müssen. Außer Erfahrungsberichten haben die Herausgeber:innen auch Stellungnahmen von Verantwortlichen – Bischöfen und Seelsorger:innen – gesammelt und theologische Positionen eingeholt. An all‘ diesen Texten wird deutlich, dass sich die Menschenfreundlichkeit einer Institution auch am Umgang mit vermeintlichen Randgruppen zeigt – oder vielleicht gerade damit? Sich damit auseinanderzusetzen, steht allen Menschen in der katholischen Kirche gut an, denn Kommissionen mögen Reformen zwar empfehlen, aber gelebt werden müssen sie von jede:m Einzelnen in der Kirche. Parallel zu diesem Titel ist auch „Gewollt. Geliebt. Gesegnet.“, hg. von W. Rothe erschienen, der ebenfalls Erfahrungsberichte queerer Katholiken enthält. Der vorliegende Titel scheint noch etwas breiter aufgestellt zu sein und sei daher vorrangig allen Büchereien empfohlen, die Titel zu aktuellen Themen bzw. zum Synodalen Weg anbieten wollen.
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Artikelbeschreibung

Was bedeutet Queer-Sein in der katholischen Kirche - heute und in Zukunft?Schwule Priester, lesbische Kirchenangestellte und transidente Mütter: Für diese Menschen heißt Queer-Sein heute, nicht in der katholischen Kirche vorgesehen zu sein. Deswegen will dieses Buch einen Raum der Begegnung schaffen. Gleichgeschlechtlich liebende, bisexuelle, sowie trans, inter, nichtbinäre und andere queere Christen berichten darin von ihren Erfahrungen mit Gott, dem Glauben und den katholischen Institutionen. Ihre berührenden, ehrlichen Lebensgeschichten erzählen von LGBT*-Feindlichkeit in der Kirche, von Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie zeigen, wie dringend nötig der Wandel hin zu einer menschenfreundlichen Kirche ist.- So leben und glauben wir: Einblicke in die Lebens- und Glaubenswirklichkeit queerer Christen- Starkes Plädoyer für Selbstannahme statt Erniedrigung durch die kirchliche Sexuallehre- Was sich jetzt ändern muss: Mit Texten und Aufforderungen von kirchlichen Entscheidungsträger*innenGott nimmt jeden Menschen an - und die Kirche?Ergänzt werden die authentischen Lebensgeschichten von den Stimmen der Geschwister, Eltern und Seelsorger*innen. Aber auch Bischöfe, Vertreter*innen katholischer Organisationen und Theolog*innen stellen sich der Frage, mit welcher Haltung die Kirche den Menschen begegnen will. Sie berichten von einem Wandel, den sie selbst durchgemacht haben, oder den sie als unerlässlich für eine menschenfreundliche Kirche erachten. Die Bereitschaft zum Hinsehen, das Wahrnehmen der Nöte und queeren Wirklichkeiten ist der erste Schritt hin zu einer Veränderung - sowohl individuell als auch in der gesamten Kirche!

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