Miss Terry

Band 1219
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis; International 2017, 2. Platz
17,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Fremdenfeindliche Vorurteile auf der einen und Angepasstheit auf der anderen Seite führen fast zu einer Katastrophe.
Nita Tehri, Grundschullehrerin mit Migrationshintergrund und aufgewachsen in Leicester, wohnt zurückgezogen in einer stillen Straße in London. Sie führt ein ruhiges Leben, hält höflichen Kontakt zu ihren Nachbarn und versucht nicht aufzufallen. Als eines Tages ein roter Container für Bauschutt gegenüber ihrer Wohnung aufgestellt wird, beobachtet sie in ihren schlaflosen Nächten, wie sich der Inhalt des Containers ständig verändert. Als eine Babyleiche gefunden wird, zeigt auch die Polizei Interesse am Inhalt des Containers und befragt die Anwohner. Plötzlich wird Nita von Nachbarn misstrauisch beobachtet, Kollegen wenden sich ab, die Polizei verhört sie und fordert eine DNA-Probe, ihr Haus wird beschmiert und in Brand gesteckt. - Nita wird langsam zum Opfer aufgebaut, von Nachbarn und der Polizei mit Vorurteilen ohne konkrete Anhaltspunkte konfrontiert und fast um ihre materielle Existenz gebracht. Das große Einfühlungsvermögen für die unterschiedlichen Milieus und Figuren haben die Übersetzer gut erfasst. Ein sozialkritischer, aktueller und aufwühlender Roman, der nur nebenbei einen Kriminalfall um ein totes Baby aufklärt. Für alle Büchereibestände, die gerne einen nicht alltäglichen Krimi bereitstellen wollen. (Übers.: Martin Grundmann & Else Laudan)
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Die Londoner Grundschullehrerin Nita Tehri hat sich von ihren Ersparnissen eine kleine Eigentumswohnung zugelegt, wo sie ein leises Leben führt. Sie sucht keinen Streit, ist freundlich zu Nachbarn und Kolleginnen, unterrichtet. Buchstabiert geduldig ihren Namen, wenn man sie Miss Terry nennt. Eines Morgens wird genau gegenüber von Nitas Haus ein Müllcontainer abgestellt, leicht angerostet und verbeult, gedacht für den Bauschutt einer Sanierung. Er bleibt dreieinhalb Minuten leer, von da an landet alles Mögliche darin: Fastfoodverpackungen, Rigipsplatten, Altbautüren, Weihnachtsbäume, Abfallsäcke, Öfen ... Manches verschwindet über Nacht wieder, manches bleibt. Sobald er voll ist, wird der Container ausgetauscht, und der wundersame Reigen des Mülls beginnt von vorn.Dann steht nach Feierabend ein Polizist vor Nitas Tür. Stellt ihr Fragen, die zunehmend unverschämter werden. Ob ihr jemand aufgefallen ist, der in aller Heimlichkeit Dinge im Container entsorgt hat? Warum sie so oft aus dem Fenster späht? Ob es zutrifft, dass sie bis vor Kurzem deutlich dicker war?Sie reißt sich zusammen. So, wie sie sich beherrscht, wenn sie immer wieder gefragt wird, ob sie sich wegen ihres Migrationshintergrunds vor der Polizei fürchtet. Denn sie hat ja nichts getan, außer sich von ihrer traditionalistischen Familie loszusagen, um das Leben einer Engländerin zu führen.Am nächsten Tag zeigt sich, dass der Schuldirektor über sie befragt wurde. Und dass ein Großteil ihrer Nachbarn ihr jetzt aus dem Weg geht. Dann kommt es raus: Man hat im Container eine Babyleiche gefunden und verdächtigt - na, wen wohl? - die alleinstehende junge Frau mit der braunen Haut. Nita merkt, dass sie nicht wehrhaft genug ist für die Abwärtsspirale, die nun einsetzt. Sie wird bespitzelt, angefeindet, zur DNA-Analyse vorgeladen, hintergangen, vom Unterricht suspendiert. Ihr Haus wird beschmiert und angesteckt. Schließlich muss sie sich fragen: Wem nützt es, sie so zum Opfer zu machen? Wer hat hier wirklich Dreck am Stecken?

Produktsicherheit

Hersteller: Argument Verlag GmbH
Anschrift: Glashüttenstr. 28
DE-20357 Hamburg
Kontakt: verlag@argument.de

Personeninformation

Liza Cody arbeitete als Malerin, Textildesignerin und Möbelbauerin, bevor sie zum Schreiben kam. Zu Codys mehrfach ausgezeichneten Kriminalromanen gehört die Serie um die Privatdetektivin Anna Lee, die als Verfilmung mit Imogen Stubbs auch im deutschen Fernsehen erfolgreich läuft.
Mehr von Cody, Liza

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.